@Masterslave
Oh, mein lieber Meistersklave, Du hättest das alles nicht tun sollen, denn jetzt wird es leider richtig peinlich.
Zitat von Masterslave:
Wer bist du das du denkst zu wissen um zu behleren?
Jemand, der ein grundständiges Philosophiestudium absolviert hat und darin staatsexaminiert ist.
Zitat von Masterslave: Ein nicht Wissender
Na gut. Hierin kann ich zustimmen. Ist aber nicht schlimm, dann solltest du vielleicht mal bereit sein, Deine Vorurteile über das, was Du für Philosophie hältst, zu überprüfen.
Zitat von Masterslave: Meine Aussage ist Philosopie in sich- nicht mehr, nicht weniger.
Jetzt wird es lustig, Philosophie in sich, was immer das heißen mag. Philosophie ist tatsächlich eine sich über - mindestens - 2500 Jahren entwickelnde Suche nach den Kriterien, die unser Erkennen und Handeln bestimmen und gleichzeitig die Reflexion dieser Denkbewegung, welche diese Suchen nach letzten Prinzipien ausmacht.
Zitat von Masterslave: Niemand kann einem anderen, in der Philosophie, vorschreiben was wahr und nicht wahr ist. Was Faktum (geschichtlich überliefert) und was Vermutung.
Nein, aber man kann zeigen, wo unsauber oder schlecht oder falsch argumentiert wird. Dazu haben die Philosophen methodologische Grundlagen entwickelt, wie zum Beispiel im "Organon" des Aristoteles bis hin zu den Argumentationslogiken der Neuzeit, die sich gar nicht so weit unterscheiden.
Dein Argumentationsfehler hier ist eine sogenannte " IGNORATIO ELENCHI", Du beziehst Dich auf etwas, was hier niemand behauptet hat. Niemand will vorschreiben was falsch ist, aber es lässt sich ZEIGEN, was falsch ist.
Und selbstverständlich ist übrigens philologisch gut erschlossen, was im Sinne von Sokrates (ich vermute, Du beziehst Dich darauf, die Aussage steht hier etwas m leeren Raum) Faktum ist und was nicht. Bis auf die Lebensdaten des Sokrates inklusive dem Tod durch den Schierlingsbecher ist alles von Sokrates Gesprochene nur Ausdruck der Lehre Platons, der die scheinbare Position Sokrates nur reflektiert, um seine eigenen Denkbewegungen zu demonstrieren.
Zitat von Masterslave: Ich benötige nur den Satz:
'ich denke also bin ich' und denke darüber ohne Wissen nach und kommt zu einer Erkenntnis.
Diese Erkenntnis ist mein, damit wahr.
Autsch. Das nennt man eine "petitio principii", indem Du etwas als wahr voraussetzt, was erst noch zu beweisen wäre, ein klassischer Zirkelschluss. Nur weil es Deine Erkenntnis ist, ist es noch lange nicht wahr. Wobei Du natürlich für wahr halten kannst, was Du möchtest, niemand schreibt Dir das vor. Aber um zu überzeugen, müsstest Du halt vernünftig begründen, und dem ist hier nicht so. Denn Du hast für andere nicht festzulegen, was wahr ist.
Also, einen Satz wie das cogito.... aus dem Zusammenhang reißen und damit ohne Kontext und Wissen bunt weiter durch die Luft zu denken, kann man machen. Es hat aber nichts mit Philosophie zu tun, dazu müsste man sich schon den Argumentationszusammenhang anschauen, indem er steht. Das habe ich oben getan. Du hast es ignoriert.
"Denke darüber ohne WIssen nach...:"
Kleiner Tipp: Ohne Wissen in einer Sache nachzudenken geht oft daneben.
Zitat von Masterslave: Liebe zur WEISHEIT - die Philosopie.
Ein Denker, Philosoph, ein Freund der WEISHEIT, strebt danach Antworten auf grundlegende Sinnfragen über Welt, Mensch und dessen Verhältnis zur Natur zu finden.
In aller erster Line fragt er- er belehrt nicht- und er fragt SICH SELBST.
Hm, das ist zumindest eine sehr einseitige Übersetzung von Philosophie. "Streben nach methodischen Wissen" wäre die philologisch exaktere Übersetzung. Philos - meint ursprünglich das "begehrende Aneignen" - "Sophia" ist ganz allgemein eine bestimmte Fertigkeit: Bei Homer noch ist "sophia" eine handwerkliche Fertigkeit.
"Er fragt sich selbst" - das ist richtig. Allerdings fragt er methodisch und sucht im Gespräch Irrtümer, Argumentationsfehler und offensichtliche WIssenslücken aufzudecken, was ich gerade versuche. Insofern hat Philosophie ist Philosophie durchaus auch eine Form des Gesprächs, von Anfang an, auf der agora ganz klassich und in den großen Dialogen Platons.
Natürlich belehrt die Philosophie auch, wo sie Irrtümer und fehlenden Wissen entdeckt.
Zitat von Masterslave: Intuition, als auch Instink und Glaube sind Elemente der Weisheit und haben mit dem ' Wissen' nichts zu tun.
Ob das Elemente der Weisheit sind, sei dahingestellt. Haben mit dem Wissen nichts zu tun, ist richtig. Und haben also auch nichts mit der Philosophie zu tun. Denn die strebt nach gesicherter Erkenntnis und dessen Reflektion.
Gerade den Glauben (grch. doxa) in gesichertes Wissen zu überführen, war von Anfang an eines der grundständigen Elemente des historischen Menschheitsprojektes Philosophie.