Primavera
Mitglied
- Beiträge:
- 140
- Themen:
- 2
- Danke erhalten:
- 43
- Mitglied seit:
Zitat von Spaceboy:Ich verstehe dein Problem nicht. Vielleicht aus dem Grunde, weil es hausgemacht ist und einen heteronormativen Konsens von Beziehung und Freundschaft und eine Hierarchie dieser beiden Dinge voraussetzt.
Ihr seid Freunde. Ihr habt also keine Partnerschaft. Freunde gehen naturgemäß den Weg nebeneinander her, üben weder Druck, noch Zwang auf den Anderen aus. Wenn jemand keine Lust hat, hat er keine Lust. Aber das ändert das Gefühl der Vertrautheit und der Sympathie nicht. Eine Freundschaft steht normalerweise fest auf diesem Gefühl, es ist das Fundament und im Gegensatz zu einer Partnerschaft, wie sie in der westlichen Welt definiert wird, behält jeder dabei sein eigenes Leben. Er hat dir bisher keinen Grund gegeben, warum du freundschaftlich an ihm zweifeln solltest. Er hat eben ein eigenes Leben, eigene Probleme. Ihm Egoismus zu unterstellen, weil er nicht sofort alles stehen und liegen lässt, was mit ihm zu tun hat, ist wiederrum in sich selbst eine egoistische Forderung.
Ich habe ihm weder Egoismus unterstellt, noch irgendwelche Forderungen an ihn. Klar, wünschte ich mir das seine Aufmerksamkeit mir gegenüber wieder wie früher würde. Nur erwarte ich dies nicht. Einzig und alleine würde ich ihm gerne bei seinen Problemen helfen. Hat davor ja auch prima geklappt.
Und im Gegenteil - ich wüsste, das er wenn es darauf ankommt, er alles stehen und liegen lassen würde. Genauso würde ich dies auch für ihn tun würde.
Ich habe ebenso wenig die Erwartung das sich aus einer Freundschaft, nur weil man sich s.uell näher gekommen ist, eine Partnerschaft entwickelt.
Zitat:Eine Freundschaft ist ein Ausgleich zu Problemen, aber sie behebt diese nicht. Es ist nur Rechtens, dass er sich mit seinen Problemen auseinandersetzt und sich Zeit für sich nimmt und auf Distanz geht, wenn er das Gefühl hat, dass ihm andere Leute gerade mehr zusetzen als gut tun. Mir kann niemand hier erzählen, er würde das anders machen! Denn er denkt natürlich in erster Linie an sich, genauso wie ausnahmslos jeder hier in erster Linie an sich denkt. Denn letztendlich ist man selbst derjenige, mit dem man immer zusammen leben muss.
Da hast du völlig recht. Jeder soll sich auch so lange damit auseinandersetzen, wie er es benötigt.
Nur würde ich trotzdem gerne wissen, sollte sein Problem mit mir zutun haben. Abgesehen davon, das ich meinen Freunden gerne helfe wenn man die Hilfe annehmen möchte - und das auch ohne Erwartungshaltung.
Zitat:Ich verstehe nicht, warum man diesem Mann -völlig wurscht, welche Vorgeschichte er hat- nicht seinen Freiraum lassen kann, wenn er ihn einfordert. Wenn er im Moment keine Lust hat auf Gesellschaft oder Bettgeschichten, dann steht ihm das zu. Und das muss noch lange nicht bedeuten, dass er ein falsches Spiel spielt, manipuliert, ausnutzt, keine Sympathien empfindet, oder was auch immer.
Das sehe ich übrigens genauso wie du. Jeder ist frei und kann selbst entscheiden was er tut und was nicht. Nur habe ich ebenfalls das Recht mich zu fragen was eventuell passiert ist - auch wenn es dann heisst ich nehme es persönlich. Mir ging es eigentlich eher um einen Erfahrungsaustausch, da ich selbst kein Mann bin
Zitat:Lange Rede, kurzer Sinn:
Werde dir selbst klar darüber, was du von ihm willst und schaue, ob du das, was er bereit ist zu geben, mit dem, was du von ihm erwartest in Einklang bringen kannst. Wenn nicht, überlege dir, deine Ansprüche an ihn zu verändern. Oder lebe nach dem Konsens der Wegwerfgesellschaft und schmeisse die Freundschaft in den Müll. Was von beidem du präferierst, kannst du nur du wissen.
Wie ich schon eingangs im Thread schrieb. Ich möchte ihn sicher nicht verlieren. Und es geht auch nicht darum was ich will oder er nicht will. Freundschaften werfe ich nicht weg und es gibt auch nicht NUR schwarz und weiss!