Zitat von Heloise: Wie erzeugt man Glück, wenn niemand da ist, der es teilt?
Schönes Thema @Heloise,
Ich habe mir die Frage mal gestellt, wie man eigentlich Glück aus sich selbst heraus erzeugt, also unabhängig von anderen, ohne Austausch, ohne Spiegel von außen.
Für mich ist das nichts Abstraktes, sondern etwas sehr Konkretes geworden.
Ein großer Teil von Glück ist für mich, Herr über meine eigene Zeit zu sein. Dinge so planen und gestalten zu können, wie sie sich für mich richtig anfühlen, nicht fremdbestimmt, nicht getrieben. Allein dieses Gefühl von Selbstbestimmung gibt mir schon viel Ruhe und Zufriedenheit.
Dann spielt mein Körper eine große Rolle. Bewegung ist für mich eine direkte Quelle von Glück: Sport, Tanzen, einfach in Bewegung sein. Da bin ich ganz im Moment, ohne viel Nachdenken. Es fühlt sich klar und echt an. Und Ordnung macht mich glücklich. Aufräumen, Struktur schaffen, mein Zuhause schön gestalten, das hat für mich nichts Zwanghaftes, sondern etwas Beruhigendes. Wenn außen Ordnung ist, wird es bei mir innen ruhiger.
Gleichzeitig brauche ich auch Dinge, die mir Sinn geben. Für mich ist das Spiritualität, ein Gefühl, dass mein Leben in einen größeren Zusammenhang eingebettet ist. Das erdet mich auf eine andere Weise als Planung oder Aktivität.
Und dann gibt es noch die stilleren Dinge: Bücher lesen, Serien schauen, nicht als Flucht, sondern eher als Ergänzung, als Inspiration.
Wenn ich das zusammenfasse, dann entsteht mein „intrinsisches Glück“ aus ein paar einfachen Dingen:
- selbst über meine Zeit bestimmen
- aktiv sein und meinen Körper spüren
- Ordnung und Struktur schaffen
- Dinge gestalten, die sich für mich stimmig anfühlen
- einen eigenen Sinn im Leben finden
Vielleicht ist der wichtigste Punkt am Ende: Es sind alles Dinge, die ich selbst beeinflussen kann. Nichts davon hängt davon ab, dass jemand anderes da ist.