_Hope_
Gast
Mir hilft oft Musik. Ich mache erstmal gar nichts und habe nur die Musik laufen. Und zwar Musik, die ich neu entdecken möchte und die mich in meiner Trauer begleiten soll. Durch die Musik im Hintergrund werde ich automatisch aktiv, weil mir das nur Rumsitzen schnell langweilig wird. Es ist für mich ein guter Trick, um ins Handeln zu kommen. Ich fange automatisch an, irgendetwas zu machen. Bei meiner jetzigen Trauer habe ich meinen kompletten Keller aufgeräumt, aussortiert und neu strukturiert. Das wollte ich schon länger mal in Angriff nehmen und jetzt ging es automatisch.
Wichtig für mich ist, dass ich der Versuchung widerstehen muss, den Fernseher anzumachen. Dann geht gar nichts. Die Musik hilft mir bei der Trauer auch, dass ich sie mit ihr teile und mir den Trost aus der Musik ziehe. Wichtig für mich ist dabei, dass es eine Musik ist, die ich vorher nicht gehört habe und mit keiner anderen Phase in Verbindung gebracht werden kann.
Wenn ich dann raus gehe und mich unter Menschen begebe, bin ich für diese Zeit ausgeglichen und kann mich gut auf die Menschen einlassen. Gute Gespräche, Party, Aktionen mit Freunden,... Auch mutig sein, sich neue Menschen (Gruppen) zu suchen, die einem gut tun könnten und die selbe Leidenschaft haben. Es gibt viele Gruppen in den Städten und Dörfern. Nur Mut und einfach hingehen und schauen, was passiert. Aber um das machen zu können, brauche ich immer wieder die bewusste Ruhe und meinen Rückzug, sonst würde ich die volle Kraft für meine Mitmenschen nicht aufbringen können.
Darum lerne das positive aus der Einsamkeit zu ziehen. Es ist eine Zeit mit dir selbst.