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Was macht ihr mit eurer Wut?

Plentysweet

Plentysweet


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Ich hab gelesen/gehört, Wut und Rage sei Energie und deswegen gar nicht so schlecht.
Sie muss sich nur nicht unbedingt destruktiv äußern. Also wie hier schon anklang, sollte man sich nicht strafbar machen.
Mir haben anfangs ordentliche Aufstiege im Schwarzwald geholfen . Nach n paar hundert aufwärts gelaufenen Höhenmetern biste erstmal ruhig . Das kann helfen so nen Wutstau abzubauen und man trainiert noch neben bei den Körper ! Oder Holzhacken oder so. Kann man auch machen. Is aber nicht so meins. Lieber die Berge hoch und dann Aussicht genießen!

11.09.2019 18:05 • x 2 #31


Johanna15

Johanna15


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Ich kriege einfach keine Wut! Mal für Sekunden, aber sie taucht nicht wirklich auf!

Auch wenn das für die Wutgeplagten schräg wirkt, ich wäre so gern mal stinkwütend. Ich wünsche es mir! Stelle es mir besser vor als Traurigkeit.

11.09.2019 18:34 • x 1 #32


Plentysweet

Plentysweet


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@Johanna15
Wie lang ist Deine Trennung her?

Also ich war wütend, wenn
-ich mir vorgestellt hab, wie es Ex jetzt viel besser geht. Mir wurde bei der Trennung auch gesagt:" Mir gehts gut. Mir gehts gut ohne Dich."
Ein Schlag ins Gesicht, ein Dolchstoß ins Herz!
-ich mir vorgestellt hab, daß er einen glücklichen Höhenflug hat, während ich am Boden liege und leide
-die Ankündigung eine Freundschaft zu halten nur leeres Gerede war und ein Vertrösten. Jeder Kontaktversuch meinerseits (die ersten 4 Wochen hab ich es noch probiert) freundlich abgelehnt wurde.
-überhaupt die ganze Zurückweisung, die Wut nicht mehr gewollt zu werden.

Aber irgendwann war diese Wutphase zum Glück auch vorbei und ist in eine friedliche Gleichgültigkeitsphase à la "dann soll es halt so sein" übergegangen. In der ich heute noch lebe und mit der ich gut lebe !

11.09.2019 18:46 • x 1 #33


Johanna15

Johanna15


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@Plentysweat

Die Trennung ist morgen zwei Monate her.
Im letzten Kontakt kurz nach der Trennung propagierte er auch, wie gut es ihm geht.
Da er Kollege ist, krieg ich auch von seinen Aktivitäten einiges mit und er geniest tatsächlich sein Leben.
Statt wütend über sämtlichen Kram zu sein, bin ich weiter traurig und wehmütig.
Und es ärgert mich.

11.09.2019 19:17 • x 1 #34


Plentysweet

Plentysweet


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Zwei Monate sind auch noch nicht lang. Das Miteinander Arbeiten erschwert natürlich erheblich den Ablösungsprozeß. Und Du mußt Dich in der Arbeit ja auch benehmen . Da kannst Du Dir keine Wuteskapaden leisten. vielleicht entwickeln manche auch nicht so eine Wut. Oder es kommt bei Dir noch. vielleicht ist es auch Typsache. Ich war allerdings in der Anfangszeit auch viel traurig. Das Wütende kam dann erst etwas später. Aber jeder ist anders. Es gibt keine Liebeskummeranleitung . Das wär ja noch schöner .

11.09.2019 19:23 • x 1 #35


Anders


Huch.
Verlaufen.
Passiert.
Gelöscht.

13.09.2019 10:09 • #36


AufDemWeg


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Also Schade, dass hier Arjuni nicht mehr schreibt, ich mag / mochte ihre Beiträge. Danke, arjuni, für den Tipp mit der Dynamischen Meditation nach Osho.
Ich wollte was anderes als das Reden, Reflektieren, Spazieren gehen, Schokolade essen... gegen meine (Alltags-, nicht Trennungs-) Wut ausprobieren.
Ich hatte Glück und fand im Internet ein Workshop, sogar kurfristig und um die Ecke.
Es war für mich eine tolle Erfahrung, Reinigung meiner Gefühle. Gerne wieder.

21.11.2019 22:39 • #37


mauerblume

mauerblume


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Ich hab seit der Trennung für 1800 Euro im Baumarkt eingekauft und die Bude renoviert. Farben helfen. Und Buddeln im Garten hilft auch. Yippie-ye-ye-yippieh-yippieh-ye. Den Baumarkt-Song kann ich auswendig.

21.11.2019 23:15 • x 2 #38


Herbstgewitter


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Ich schreibe Glückstagebuch (nur für mich) und versuche bewusst mit Achtsamkeit jedem Tag etwas besonderes abzugewinnen.
Das hilft zwar weniger gegen Wut aber zumindest gegen Selbstmitleid und Trauer.
Vielleicht muss man die Wut (wie jedes andere Gefühl) auch zulassen. Das Gefühl darf ja ruhig da sein. Welche Handlungen man draus ableitet, das liegt auf der bewußten Ebene und das sollte man vernünftig steuern.
Auch wenn unsere Partner offensichtlich ihre Handlungen nicht steuern konnten oder wollten.

Wut ist gar nicht so schlecht, es gibt Dir Kraft und zeigt Dir, dass Du Gefühle hast.

22.11.2019 09:13 • x 2 #39


Sorgild


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Die Wut in einer Trennungskrise ist in der Tat ziemlich normal, sie gilt als eine der Trennungsphasen und sie ist, und das sind die guten Nachrichten, die letzte der emotionen Phasen im Ausnahmezustand einer Trennungsverarbeitung. Die zweite gute Nachricht ist: Wie alle Phasen geht auch die Phase vorbei. Und nach der Wut kommt die Gleichgültigkeit und emotional seit ihr dann übern Berg.

Bei mir war das mitten in der Weihnachstszeit vor einem Jahr. Das ganze Dorf war so auf Friede, Freude, Eierkuchen und ich so:

Aber dann irgendwann Anfang des Jahres legte sich die Wut in mir und mein Ex wurde mir richtiggehend egal. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich ich über diesen Zustand war.

22.11.2019 14:10 • x 2 #40


Kater38


Ich hab ab und zu auch noch wut auf die Ex wo viel versprochen gehabt hat und nix eingehalten hat.
Gleich zum nächsten gerannt ist .

Ich wünsche Ihr (milli)nix gutes, sie soll das Leid bekommen, was Sie mir angetan hat.
Nix mehr mit Liebe.

Solche Gefühle hatte ich noch nie.

Tut gut das mal zuschreiben.

23.11.2019 08:52 • x 1 #41


Memflgngl


Du veräppelst aber nicht sie sondern, dich selber....

23.11.2019 08:54 • #42


Harpyie

Harpyie


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...lege dir einen Boxsack zu, hilft ungemein, da kannst du drauf dreschen, nicht nur das du deine Wut an diesem Teil auslässt, zudem stärkt es deine Muskulatur, tust deiner Kondition einen Gefallen! Hast du dich genug ausgepowert, sind eine Gedanken frei und du kannst zu schöneren höheren Gefühlen aufstreben....

23.11.2019 09:01 • #43


latraviata

latraviata


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Ich finde schön, dass es diesen Thread gibt, obwohl er schon alt ist. Wollte selbst schon einen zu dem Thema aufmachen. Ich finde Wut im Trennungs- / Trauerprozess extrem wichtig, weil sie quasi anzeigt, dass man verstanden hat, dass eine bestimmte Form von Verhalten und Behandlung nicht in Ordnung war. Wut zeigt ein einigermaßen intaktes Selbstwertgefühl an, würde ich behaupten wollen.

Interessant fand ich aber auch die eine Feststellung eines Therapeuten, dass sie auch einen fehlenden Trauerprozess, i.S. von Traurigkeitsprozess, andeuten kann. Also ein mangelndes Loslassen - in die Richtung.

Ich habe oft mit Wut zu kämpfen in der letzten Zeit. Und es geht mir wie der TE - ich bin dann sozial nicht wirklich erträglich. Schlechte Laune anderen gegenüber, leicht reizbar. Außerdem ist es bei mir auch so, dass ich schon auch so was wie Rachegedanken bekomme, wenn ich die Wut nicht losbekomme. Ich will zurückverletzen.

Ich finde Wutphasen wirklich schwierig auszuhalten. Sport finde ich auch einen guten Hinweis. Schreien. Schreiben.

Und: kommunizieren. Gestern habe ich es IHM geschrieben: ich bin so wütend. Man kann es auch Freunden erzählen. Ich finde, das hilft mit am besten. Das mitteilen.

23.11.2019 16:43 • x 1 #44


mauerblume

mauerblume


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Mit der Wut mache ich es so: Ich höre sofort auf, wütend zu sein und wende mich anderen Dingen zu. Das geht recht einfach, weil ich mir sage: Erstens bekommt er diese Zeit nicht und zweitens nicht diese Energie. Beides wende ich für anderes auf! Für Schönes, Nützliches, Angenehmes. Vielleicht muss ich das mal an einem Beispiel erklären. Ich bin eine Zeitlang jeden Morgen aufgewacht und war sofort wütend darüber, was passiert ist. Lag im Bett, wütend, alles Sch eisse. Es dauerte meist eine halbe Stunde, bis ich mich aufraffte und aufstand. Ich hab das jetzt geändert. Ich bin nur noch 1 Minute wütend. Und dann steh ich sofort auf und mache in der Zeit, wo ich früher wütend war, Sport und schaue Morgenmagazin an. Der Effekt ist folgender: Mein Mann "bekommt" diese Zeit nicht mehr, sondern ich verwende sie für mich. Probiert es mal, kein schlechter Plan!

23.11.2019 21:16 • #45




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