Zitat von Mira_:ich lese diesen Faden, weil mich Malinas weiterer Weg interessiert.
Me too. Ich genieße diesen Thread mit einer Art morbiden Faszination. Der Thread erinnert mich an einen Verkehrsunfall (hoppla, das Wortspiel war nicht beabsichtigt). Man(n) weiß man sollte nicht zuschauen, aber wegschauen kann man auch nicht.
Was @MalinaF und @Nepomuk nicht so recht zu verstehen scheinen, ist dass nicht die Affäre an sich das eigentlich unverzeihliche ist. Gut, es ist mit unseren monogamen moralischen Vorstellungen schwer vereinbar und manch einer (inklusive zB mir) würde schwer dran zu kauen haben, dass er/sie seinem/ihrem Partner 6uell nicht genügt. Aber so was ist überwindbar, wenn man sich selbst nicht als Mittelpunkt der Welt sieht.
Das eingentlich unverzeihbare ist dagegen das monate- oder jahrelang eiskalt geplante und durchgezogene Lügen und Hintergehen. Was gibt es unverzeihlicheres, als ein solcher Missbrauch von Vertrauen? Als ein solch empathielos kalkulierte und verwirklichte, anhaltende Täuschung? Ein monströses Lügengebilde, gar unter Einbeziehung anderer Menschen, nur um den eigenen Lebenspartner zu hintergehen und zu täuschen. Da geht es mir nicht einmal darum, ob durch das Lügengebilde 6uelle Handlungen, Dro. oder sonst etwas gedeckt wird. Es geht um den Missbrauch von Vertrauen, um die Missachtung von Grundwerten einer Beziehung wie Ehrlichkeit, Respekt und Verlässlichkeit. Das macht die langlaufende Affäre so unverzeihlich.
Und genau darum werden weder Nepomuk, noch MalinaF, noch irgendein anderer Dauerbetrüger dieser Welt ein offenes Gespräch mit dem Partner suchen. Weil sie eine unverzeihliche Grenze überschritten haben.
Ganz ehrlich, irgwendwie bedaure ich die beiden. Egal wie charakterschwach oder egoistisch: Es kann weder gesund noch befriedigend sein, mit einer Lebenslüge durch dasselbe zu gehen. Zu irgend einem Zeitpunkt haben die beiden die richtige Ausfahrt verpaasst, um ein geeignetes polygames Lebensmodell mit ihrem Partner oder mit ihren Partnern zu finden. Und jetzt huschen sie im Untergrund umher um einen müden Aklatsch einer so gelebten Beziehung zu erfahren, stets das Damoklesschwert üerb dem Kopf ihre Familie zu zerstören. Nein, so möchte ich nicht und wahrscheinlich die wenigsten Menschen ihr Leben verbringen. Aber das kommt raus, wenn man für eigene Werte nicht einsteht und den vermeintlich leichten, heimlichen Weg nimmt.
Zitat von Nepomuk:Nur "Trennung" oder "Verzichte und leb damit, wird ja wohl nicht so schlimm sein."
kam hier bisher nichts (da der Mann den möglichen Kompromiss, nämlich Ehe öffnen, ablehnt).
Das sind weder besonders vernünftige Vorschläge, noch Kompromisse.
Jetzt muss ich dann doch lachen. Ich rate dir mal, das Wort Kompromiss im Duden nachzuschlagen. Dort steht: "Einigung durch gegenseitige Zugeständnisse". Nicht: "Einigung auf genau meinen Vorschlag". Welches Entgegenkommen botest du denn deinem Mann im Gespräch über die offene Ehe an? Und jetzt sage bitte nicht, dass er auch mal fremdv@geln darf. Denn ihm etwas anzubieten, das er nicht möchte, ist keine Kompromissfindung, sondern Kindergarten. Welchen Vorteil im Vergleich zum Status Quo hast du ihm denn angeboten, dass er dir so weit entgegegnkommt und die Ehe öffnet (was ein sehr großes Zugeständnis wäre)? Das würde mich wirklich interessieren.