NureinMensch
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Ich wurde in jeder meiner Beziehungen bisher verlassen.
Beziehungen bisher: 4
(2 Jahre, 3 Jahre, 1 Jahr, 2 Jahre)
16-18, 19-22, 23-24, 25-27
Mein Alter: 27
Die letzte Trennung tut mir doch am meisten weh, aber generell bin ich ein Mensch, der nicht große Probleme mit Gefühlen hat oder sagen wir es so, mich kann nicht vieles aus der Bahn werfen, es sei denn es ist etwas in der Familie vorgefallen (zum Glück bisher nicht) oder ich werde von einer Frau verlassen. Geht eine Beziehung kaputt, dann zerbricht in mir etwas. Ich bin sehr selbstkritisch und gehöre zu den Menschen, die unheimlich viel and hart an sich selbst arbeiten. Dies ist in beruflicher Hinsicht super, da ich dadurch meine Ziele immer erreiche aber ich scheine im privaten Umfeld noch kein Glück zu finden und ich bin sehr enttäuscht von mir und meinen Liebesglück.
Also wollte ich euch um Hilfe bitten und ich denke ich erzähle euch am besten von meiner letzten Erfahrung und ihr könnt dann darauf eingehen und mich noch zu offenen Punkte gerne weiter ausfragen.
Ja, wo fang ich an.
Am besten was ich tue. Ich bin ein angehender Ingenieur und wurde leider mal wieder von meiner versehentlichen Traumfrau verlassen + hintergangen. Und das schmerzt. Sehr.
Ich habe in München vor drei Jahren mein Master Studium begonnen und nun abgeschlossen. In der Zwischenzeit hatte ich eine wundervolle Beziehung und eine absolute Traumfrau. Sehr attraktiv, sehr liebenswürdig, keine Instagirl, noch vom alten Schlag aber mit starken Selbstzweifel, aber dazu kommen wir später.
Da ich als Arbeiterkind weiß wie hart das Leben ist, war es immer mein Ziel, mehr als mein Vater zu erreichen, da der gute Mann sich für meine Zukunft kaputt geschuftet hat. Gesagt, getan habe ich in den letzten Jahren jeden meiner Schritte akribisch geplant. Das Studium hat mir unheimlich viel Energie geraubt und zusätzlich wollte ich mir einen sicheren Übergang zur Industrie ermöglichen. Während meines Masterstudiums hatte ich das Glück mich in eine wundervolle Frau zu verlieben. Es funkte sofort und wir konnten nicht die Finger von uns lassen. Die Liebe war unheimlich intensiv und ich habe bis dahin nichts vergleichbares erfahren.
Aber, das Dilemma.
Gleich zu Beginn unserer Liebe, mussten sich unsere Wege trennen. Wie gesagt wollte ich meinen Lebenslauf auf eine solide Bahn lenken und nahm ein Praktikum in Wolfsburg an. Dies war sofort eine Beziehungsprobe für uns beide und wir meisterten sie hervorragend, wobei sie hier einen großen Anteil hatte. Ich wollte sie so sehr, aber ich wusste, ich kann jetzt keine Kompromisse eingehen. Doch ich hatte das Glück, dass diese wundervolle Frau mich in den 6 Monaten alle 4-5 Wochen besucht hatte. Für mich war das der größte Liebesbeweis den ich bis dato erfuhr. Da die Beziehung davor auf sehr vielen Kompromissen meinerseits ausgebaut war (Und das war ne Katastrophe), war ich in dieser Beziehung trotz der Liebe erst skeptisch und zurückhaltend und wollt einfach mal schauen.
Praktikum überstanden, Liebe überlebt.
Zurück in München waren wir dann für 1 Jahr völlig verliebt und glücklich zusammen. Doch es gab ein großes Manko in unserer Beziehung. Wir hatten bedingt durch unser Studium (sie war Chemikerin) unglaublich wenig Quality Time. Viele Prüfungen, enormer Druck und bei ihr kamen noch viele Laborarbeiten hinzu. Zusätzlich war sie ebenfalls aus sehr einfachen Verhältnissen und die Kosten in München sind ja bekannt. Also war das höchste der Gefühle in der Zeit kleine Aktivitäten, spazieren gehen, mal was Essen gehen, kleine Städtetouren und das war es schon. Sie wollte immer einen gemeinsamen Urlaub aber ich Idiot war viel zu streng zu mir und sagte ihr stets, sobald ich fertig bin und meinen ersten AV unterschrieben habe, gönne ich uns alles was sie sich wünscht aber davor müssen wir in den sauren Apfel beissen und durchhalten. Ich wollte einfach das Geld meines Vaters nicht ausgeben, es tat mir so Leid, auch wenn er immer zu mir sagte, ich solle mein Leben mehr genießen, wollte ich aus diversen Gründen auf eigenen Beinen erst stehen bevor ich an irgendetwas anderes denke. Ich war definitiv viel zu streng und das hat auch sie gemerkt und dies wahrscheinlich als mangelnde Liebe zu ihr interpretiert und in der Zeit begannen dann erste kleine Streitereien und Anschuldigungen. Ich beschwichtigte immer und bat sie nur noch bisschen durchzuhalten.
Zweite Trennung, Abschlussarbeit.
Für meine Abschlussarbeit ging es dann wieder nach Wolfsburg und ich merkte, das tut ihr jetzt richtig weh. Ich wollte unbedingt in der Nähe von München verbleiben aber dieses Glück blieb mir verwehrt. Nun ja, was soll ich sagen. Der Streit wurde nun intensiver, ich besuchte sie zwar einmal für 10Tage aber ich merkte wie ihre Unzufriedenheit und ihre Selbstzweifel immer stärken wurden und ich keinen Einfluss drauf hatte. Ich habe ihr immer vertraut, so dass wenn sie mal übers Wochenende eine Städtereise mit Freunden nach Prag machte, ich absolut keine Bedenken hatte. Wir schickten uns ja immer Liebesnachrichen und telefonierten so gut wie jeden Tag. Unser Kontakt war ob getrennt oder nicht, immer intensiv. Wir haben uns gegenseitig zu Höchstform geliebt/gepusht, bis zum Zeitpunkt wo sie mich plötzlich attackierte, für alles schuldig sprach und mit meinen Zukunftswünschen nichts mehr zu tun haben wollte.
Ich ahnte böses und ja, sie hat mich wohl hintergangen oder mich einfach abschießen wollen weil ich ja plötzlich nicht mehr gut genug war und ihr irgendjmd wohl schöne Augen zugeworfen hat, sie ist halt auch eine absolute 9/10. Es brach mir das Herz und ich versank in einer tiefen Depression. Ich wurde schon mal betrogen und die Verhaltensmuster der Frau waren nahezu identisch: erst lieben sie mich abgöttisch, wollen keine Sekunde von meiner Seite weichen und mit der Zeit bekommen sie immer mehr Liebe und Aufmerksamkeit von mir und dann kommt das bittere Ende.
Ich bin bedingt durch Studium oder den enormen Leistungsdruck mal für paar Wochen nicht bei der Sache und sofort brechen Selbstzweifel aus und es wird nach Alternativen Ausschau gehalten. Ich hasse es und ich habe den Glauben auch an mich verloren.
Sie war in meinen Augen fast perfekt und dieses Ende habe ich nicht erwartet. Warum bin ich der Mann, der stets den Glauben aufrecht erhalten kann und nie daran zweifelE, dass sich alles zum Guten wenden wird. Immer stimmte was nicht, immer war etwas nicht gut genug und zack sind sie weg. Nie hatten sie die Courage an sich selbst zu arbeiten oder an der Beziehung langfristig zu glauben.
Ich verzweifle an mir und meinem Glück. Warum fühlt sich jeder Schritt im Leben so schwer an.
Könntet ihr mir bitte helfen? Ich bin für jeden guten Ratschlag und Hinweis dankbar.
Vielen, vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.