@Nacht8 danke, dass Du schreibst. Mich berührt sehr, dass Du so viele Menschen verloren hast. Und dadurch dieses Gefühl der sozialen Einbettung aufgelöst war:
Zitat von Nacht8: Ich hatte keine angst das es jemand sah den ich wusste das es keinen interesierte den die es interessiert hätte waren nicht mehr da.
Wie schön, dass Deine Seele aufgestanden ist und gegen dieses eigene schmerzen und den Aggressor von Außen aufgestanden ist. Wie stark!
#Triggerwarnung - nicht weiter lesen, wenn einen selbstverletzendes Verhalten zu sehr triggert
Bei mir hat es auch keiner mitbekommen. Es war sichtbar, aber niemand hat gefragt was es ist. Ich machte weiter bis Anfang 20 (so von 12 an). Ich brannte - ein Brandzeichen als Zeichen meiner Zugehörigkeit, zu einer Gruppe, die es nicht gab. Wie ein Pferd, oder eine Kuh - ein Herdentier halt. Irgendwann dämmerte mir, dass das nicht gut sein kann. Aber ich brannte und schnitt wahlweise weiter. Nicht häufig, immer mal wieder. Meist in Kombination mit Wein und sakraler Musik. Ganze Ritual-Abläufe habe ich darum inszeniert. Sehr fantasievoll.
Anfang 20 kam ich eher durch Glück/Zufall an eine gute Therapeutin. Als ich ihr nach über einem Jahr "davon" erzählte, war sie kreidebleich und sauer, dass ich ihr davon nie erzählt hatte. Erst da wurde mir klar, dass das ein typisches Krankheitsbild ist, dass nicht nur ich hatte.
Immer, wenn das Bild in mir aufkommt, zu brennen und zu schneiden, dann weiß ich, dass ich ganz ganz schnell eine Situation verändern muss. Es ist fast so schlimm, als würde ich es wirklich tun. Ich wusste, ich würde wieder damit anfangen müssen, wenn ich jetzt in der Beziehung bleibe. Es ist gut, dass ich die Erinnerung daran niemals verliere!
Danke fürs Teilen - Danke, dass Du stark bist. Es ist wichtig, dass Du Deine Seele lieb hast!