elisabeth123
Gast
Zitat von Hologramm77:Als Single-Frau kann die TE auch ruhig über eine Samenspende und künstliche Befruchtung nachdenken.
In Deutschland kann sie das legal und über die offiziellen Wege, welche ihre Gesundheit schützen würden, weder über eine Samenspende und schon gar nicht über eine künstliche Befruchtung.
Im Ausland kostet so was pro Versuch und allen möglichen damit verbundenen Kosten mehrere 1000 . Wenn es um künstliche Befruchtung geht ist man schnell im 5stelligen Bereich pro Versuch.
Und wenn könnte ich mir schon vorstellen welch ein Shitstorm hier abgehen würde, wenn es um dieses Thema ginge:
So von wegen...
... wie kannst du das einem Kind nur antun... Gezeugt aus einer Samenspende ohne Vater... bla bla etc.
Den heftigsten Kommentar, den ich zu dem Thema kenne, war mal eine Dame, die ernsthaft meinte:
"Kinder suchen sich ihre Eltern aus."
Sowas menschenverachtendes finde ich dann den Gipfel. Als ob Leute, die jahrelang vergeblich auf ein Baby hoffen nicht gut genug wären.
Interessanterweise ändert sich so eine festgefahrene Meinung oft, wenn sie selbst in die Lage geraten.
Was ebenfalls völlig außer Acht gelassen wird, dass bei vielen Menschen zB aufgrund von Schicksalsschlägen das Leben nicht geradlinig verläuft.
Zwei Fälle aus meinem Bekanntenkreis:
1. Frau bekommt Krebs Anfang 30, weswegen der Kinderwunsch viele Jahre hintangestellt wird. Weil der Mann den Stress durch die Erkrankung nicht erträgt, verlässt er sie. Anfang 40 und so gut wie geheilt wird der Kinderwunsch wieder größer. Sie ist aber Single und finanziell abgebrannt, teilweise aufgrund der Scheidung, teils wegen der Erkrankung.
2. Frau im ähnlichen Alter lernt mit 38 den Mann ihres Lebens kennen, der nach kurzer Erkrankung verstirbt. Der Kinderwunsch besteht nach wie vor.
Was ich damit sagen will. Ganz häufig erschleichen sich Frauen ein Kind nicht aus Bequemlichkeit etc., sondern weil sie kaum Alternativen haben, außer der Aufgabe eines Lebenstraums, der für ganz viele Frauen, extrem wichtig ist.
Sich dann hier prominent zu positionieren und locker zu sagen: "dann muss sie eben damit leben", vor allem dann, wenn man diese Situation nicht kennt, finde ich mehr als anmaßend.
