Zitat von Lemonhead: in erster Linie gings mir um einen allgemeinen Austausch
Ich wiederhole das mal. Und ich finde auch, man kann das trennen. Ich finde es Quatsch zu denken, erst müsse man seine eigene Bindungsangst bearbeitet haben und .. und ... und ... Ist doch schon super, wenn einem klar ist, dass man damit ein Thema hat. Jeder Mensch hat Baustellen. Klar wäre das wünschenswert, wenn man seine Baustellen alle bearbeitet hätte, bevor man sich mit jemandem trifft, aber puh ....
Für mich würd's darum gehen, was mir wichtig ist, aber eher dann, wenn es nach Unverbindlichkeit Beziehung wird oder werden sollte/könnte. Und ich würde vielleicht eher Themen ansprechen, die
mir wichtig sind - und nicht den anderen nach seiner Einstellung "abfragen" (Du klingst nicht so, als ob Du das machen würdest). Wenn mir Kinder wirklich wichtig sind, würde ich das von mir erzählen. Wenn sich daraus kein Gespräch ergibt, naja, auch eine Aussage.
Beim Folgenden würde ich gern an Deine Logik appellieren, auch wenn Du das sicher weißt:
Zitat von Lemonhead: Aber meine Angst und mein Kontrollverhalten sagt mir halt, dass ich alles wissen muss, um alle Gefahren und Sorgen aus dem Weg räumen zu können.
Das funktioniert natürlich nicht, aus vielen Gründen. Sorgen sind eine Projektion in die Zukunft. Sie sind für nichts gut. Kommt nichts Schlimmes, hattest Du völlig ohne Sinn Angst. Kommt etwas Schlimmes, das Du nicht hast kommen sehen oder eh nicht verhindern kannst - wofür dann schon vorher Angst haben? Ich weiß, das ist vereinfacht. Planen ist nichts Schlimmes. Aber das Leben spielt halt auch mit, liest Du hier im Forum bergeweise.
Ich würde mir an Deiner Stelle die klassische Standards- und Dealbreaker-Liste (bin nicht überall Fan von Hemschemeier, aber das finde ich richtig) für Deine Wunsch-Beziehung - und letztlich den Mann dazu - machen. Was geht gar nicht? Was wäre wünschenswert? Und dann darüber mal sprechen. Viel kann viel egaler sein, als man vorher denkt, aber eben nicht alles. Wenn Du das Meer liebst und für Dein Seelenglück monatlich hinmusst, aber der Mann wird da nie hinwollen, ist das vielleicht keine Sachfrage, obwohl es ein Klacks scheint. Deswegen vielleicht schlau, wenn Du Dir so ne Liste mal wirklich aufschreibst.Mein Ex und ich waren 25 Jahre zusammen, damals passte sehr viel, heute passte nicht mehr so viel. Da war übrigens nichts aus dem Weg zu räumen, das waren Entwicklungen (und fehlende Kommunikation). Es waren aber bestimmt 20 Jahre gute und 5 Jahre miese Beziehung - ist das dann gut oder schlecht?
Ansonsten gibt es ja die gern zitierte "36 Fragen-Liste, an deren Ende beide verliebt sind"

. Man mag es glauben oder nicht, aber da sind eine Menge Fragen drin, die wirklich interessant sind.