minella
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Zitat von Scheol:Wie lange ist dieser Verlust her ? Wie sehr hat ihn dieser Verlust getroffen ? Er kann schwer Entscheidungen treffen seit dem Vorfall sozusagen ? wie sah das distanzieren aus , wie flüchten ? Seit wann trinkt er ?
Es ist kein Verlust in der Familie, aber eine sehr schwere Erkrankung, durch die vielleicht zusätzliche Verantwortung auf ihn zukommen könnte (und die Beziehungen in der Familie sind generell schwierig). Die schwere Krankheit erinnert ihn auch daran, dass er nicht ewig leben wird, sagt er.
Er tut sich generell schwer damit, Entscheidungen zu treffen. In diesem Jahr wurde es aber schleichend immer schlimmer und er ist auch gleichzeitig getrieben und antriebslos - er fühlt sich oft einsam beim Sport, schafft es aber auch nicht, sich mit wem was auszumachen. Hätte z.B., als wir schon sehr distanziert waren, gern eine Wochenendreise mit seinem Sohn gemacht, hat es aber nicht hingekriegt, irgendwas zu planen. Ich hab dann beide zu mir eingeladen, weil er mir leid tat obwohl ich da schon selbst mehr Distanz wollte - und wir hatten dann sogar ein schönes, entspanntes Wochenende (das hat er auch so empfunden, hat er gemeint).
Das flüchten sah so aus, dass er an unseren Wochenenden oft dann spontan abgesagt hat und lieber mit jemandem was trinken war und auch nicht so gerne wollte, dass ich wochentags zu ihm kam. Er war oft unruhig und nörgelig, wenn er bei mir war. Wir haben täglich lange telefoniert und auch darüber geredet, was ihm gerade schwer fällt, wobei er selbst öfter mich angerufen hat als ich ihn - wenn er im Urlaub weg war, hat er dann aber wieder nur das nötigste und ziemlich kühl geantwortet.
Er neigt schon immer ein bisschen zum Problemlösungstrinken, aber in den letzten Monaten wurde es mehr und er "braucht" abends immer etwas, um runterzukommen und schlafen zu können. Beim Weggehen dann deutlich mehr.