Zitat von CanisaWuff: Das kann auch vom saufen kommen
Lt. meinem Gefühl eher nicht.
Spekuliere eigentlich nie.
Sag trotzdem was, weil es um einen Mann geht , dessen dsbgl. Eigenschaften zwar nicht mir so deutlich entsprechen, aber mir eben nicht fremd sind.
Ich bzgl. versuche durch Erfahrungen zu sprechen und jetzt nicht eine mir komplett fremde Welt zu erklären.
Ich denke nicht, daß die aufgeführten Eigenschaften auf den bekannten Alk. zurückzuführen sind.
Es sieht eher so aus, daß es sich um tief verankerte Persönlichkeitsmerkmale handelt. Erworben durch wie so oft entsprechende Konditionierungen in der Kindheit , jungen Jahren.
Darauf wohl leider aufbauend entsprechende Lebenserfahrungen.
Und es sich vermutlich nicht unbedingt um durchwegs positive Erfahrungen handelt.
Wie war es früher?
Es gab eben nicht solch Informationsquellen wie heute. Welche es heute möglich machen, sich in jedem Bereich der Psychologie zu bilden, zu informieren und letztendlich zu lernen. Es gibt wohl keinen Bereich, der einem verschlossen bleibt..
Früher?
Naja, da lebte man sein Leben, wer erklärte einem denn da was?
Bindungsangst, Verlustangst, Kennenlernphase, Sahnehäubchen plus Kirsche usw...
Nur die wenigsten wussten doch, was da so passiert...
Ganz im Gegenteil.
War von betroffen von Ängsten wie Bindungsangst usw., man dachte dies wäre normal wie man fühlt, lebt.
Es wäre normal, alle würden so fühlen.
Wer besorgte sich da schon einschlägige Literatur?
Oder bekam Unterstützung durch einen Mentor usw., hatte man Glück.
Aber wollen musste man auch natürlich.
Ja, damals galt die Erfahrung älterer Menschen noch wirklich etwas.
Gut, mit 19 las ich Freuds "Die Kunst des Liebens" und ähnliches.
Es gab eben Phänomene wie Streit, Eifersucht, Betrug, Liebe, keine Liebe, verliebt sein.
Aber Unterschiede zwischen zb. für jemanden schwärmen oder echte Gefühle?
Vorallem Begrifflichkeiten, die heute die "Szene" , muss man schon fast sagen dominieren: Gefühlt hat es so etwas gar nicht gegeben.
Vielleicht gab es durchaus so Freaks, die da so einiges herauskramten, doch wer nahm das ernst?
Es erzählte eben jemand von solch Dingen, aber bis man zuhause war hatte man dies schon vergessen.
Wichtig war, realistisch war, daß sich die Freundin zuhause dann aufregte, dass man den Auftrag einzukaufen damit verknüpfte, mit dem "zufällig" ebenfalls anwesenden Kumpel auf dem Supermarkt Parkplatz 3 Halbe noch zu pressen.
Und da es ja keinerlei Kontaktmöglichkeiten so wie heute gab, hatte natürlich die Planung des Wochendes ooberste Priorität. Dringlichkeit.
Gasthäuser, Geschäfte sowie der ansässige Getränkemarkt schlossen zeitig.
Ja, nicht nur fehlende Informationsmöglichkeiten betreffs Beziehung, Liebe sowie des eigenen Wesens prägten daß Handeln, Denken und Dasein.
Auch die 3 Kisten B. erforderten eine gewisse Planung, Weitsicht und Organisationstalent.
So wurde man dann zu Hause von der Freundin empfangen, welche erkennend einen dann natürlich unter Beschlag nahm.
Eine der wenigen mit heute vergleichbaren Dinge war die auch heute noch sehr präsente Rechtfertigungsnot.
Nur:
Heute wissen daß die meisten derer, die nicht auf der Brennsuppe daher geschwommen sind.
Trotzdem sind sich weiterhin viele nicht darüber bewusst. Aber dies eben darum, weil sie sich nicht interessieren.
Ignorant ihren Stiefel durchziehen. Maximal mal zufällig an sie herangetragenes registrieren, dann unreflektiert nachplappern.
Aber es geht für mich darum, es besteht heute doch die Möglichkeit, jeden Begriff, jede Regung, jede Verhaltensweise, jedes Problem bis ins kleinste Teil zu recherchieren.
Und man somit viel mehr Möglichkeiten geboten bekommt, an sich zu arbeiten.
Einander besser zu verstehen, weil echte Defizite, Ursachen usw zeitnah erfasst werden können. Veränderung möglich ist.
Früher gabs eben den Streit, fertig.
Gabs den Vorwurf, man wäre egozentrisch, war man eben egozentrisch.
Zitat Arno Dübel: "Ich weiß zwar nicht was das heißt, aber es hört sich gut an."
Wusste man nicht was dies bedeutet, wer frägt denn dann die erzürnte Freundin was dies bedeutet, somit konnte man nicht von einem Wirkungstreffer ausgehen.
Heute?
Auf dem Klo den Angstschiss erleben, den Begriff ruck zuck gegoogelt.
Solch ein Vorwurf kann dann womöglich als gerechtfertigt erkannt werden, gelernt und erkannt. Man kann versuchen, es dann besser zu machen.
Erwähnen kann man aber natürlich auch die eher negativen Auswüchse der "Moderne".
Sehr gut auch in Foren etc wie hier erkennbar.
Wertverlust, Schnellebigkeit, Oberflächlichkeit, sowie der Trend Menschen und Gefühle nur noch zu konsumieren.
Begrifflichkeiten, vorallem Statuten ersetzen Eigenes, selbständig durch eigene Erfahrungen generiertes Wissen.
Auch vieles was wir als vielleicht falsch usw erkannten und erkennen, oder vermittelt bekamen und bekommen kann umgehend korrigiert werden. Oder eben in Angriff genommen werden.
Und früher?
Natürlich hatte auch damals jeder die Chance sich zu informieren, bilden.
Aber wie gesagt, mit erheblichem Aufwand.
So konnte es möglich sein, man baute sein Dasein auf vielleicht toxischen Mustern usw auf.
Zum Beispiel, man führte ein Leben in Rechtfertigungen, weil man es nicht anders kannte.
Es war normal.
Vielleicht spürte man, irgendwie unbewusst auch , daß irgendwie so ganz vielleicht etwas nicht stimmte, auch im Vergleich zu anderen, aber man war es gewohnt und ging davon aus, dies gehört so.
So packte man dann eben eine Erfahrung auf die andere. Zog maximal seine Schlüsse daraus und alles blieb wie es ist oder war.
Das gehört so.
Frage: Ist, und vorallem war Dein Ex Partner gut aussehend, attraktiv?
Ja?
Klar, da sprech ich aus Erfahrung.
Lange Zeit ging meist alles von alleine.
Man musste sich nicht anstrengen, somit war auch kein großer Bedarf da an sich zu arbeiten.
Bis man eben älter wird.
Sich alles, was eigentlich nicht in einem sein sollte summiert, einen schleichend anfängt zu beschweren. Die Mauer bröckelt zusehends.
Dinge, die einen bisher aufbauten, vielleicht in irgendeiner Form Bestätigung generierten verlieren ihre Kräfte.
Zum Beispiel vielleicht nur der Umstand, daß einen Frauen nicht selten und in einer Form begutachten, welche einen eben irgendwie bestätigt.
Man sich doch gesehen fühlt, anerkannt und auch doch wertvoll.
Dann eben die durch die Straße geprägte Aura, vielleicht auch noch wie man mir immer vermittelte, daß Geheimnissvolle.
Alles eine Farce.
Das Blatt wendet sich, man erkennt die Illusion. Die Seele fängt an zu fordern.
Akzeptiert es nicht mehr, mit Illusionen befriedigt zu werden. Durch Ilusionen getäuscht zu werden.
Mit der Last der vielen vielen Jahre draußen, Jahre der Selbsttäuschung, in denen man sich durchgemogelt hat verliert man eine der Quellen anKraft.
All dies, was wir immerzu ignorierten, verdrängten und durch Illusionen in Schach hielten, gewinnt schleichend an Bedeutung, in der Gefühlswelt, seelisch und nicht selten körperlich.
Leere in einem, nicht selten der Dämon der Depression.
Schmerz in einem, hässlicher Druck.
Eine Leere .
Schon nach dem ersten B., Wärme, ein Gefühl der Erleichterung.
Ein Gefühl, wieder zuhause zu sein.