Zitat von Schutzengel: Wenn ein Mesnch eine Liebe verliert, dann nur die, zu sich selbst.
Naja, ich persönlich denke, so oberflächliche Parolen und Phrasen bzgl. Selbstliebe durchziehen das Internet schon wie Unkraut.
Sicher ist Selbstliebe wichtig um überhaupt zu existieren.
Aber ich finde die "Selbstliebefraktion", die den eigentlichen Sinn nicht versteht und somit als rein egoistisch als praktische Folge andere Menschen nur benutzen und ausnutzen, kenne ich.
Ich kenne einige so Selbstliebegurus, oft unangenehm wirkende Menschen. Meist werden einfach irgendwelche Regeln und Vorgaben aus eben Medien etc unreflektiert nachgeplappert.
Somit ist mir persönlich diese "Selbstliebe", welche nicht selten lediglich beziehungsunfähigen Menschen zumindest ihre eigene Struktur erhält, immer ein Alarmzeichen. Übrig bleibt reiner Egoismus, Menschen die gerne andere belehren, Güte eher als naiv und dumm betrachten.
Natürlich rede ich jetzt von Menschen, welche die vernünftige Bedeutung der "Selbstliebe" nicht erfassen, diese dann als Alibi für Egoismus, Narzisstische Tendenzen missbrauchen.
Ich persönlich machte in der Praxis derartige Erfahrungen.
Im schlimmsten Fall hat der Partner dann nur die Aufgabe dafür zu sorgen, die Bedürfnisse der "Selbstliebe" des anderen zu bedienen.
Der oft aber eher sein Auto liebt, hegt und pflegt. Auf dieses stolz ist. Für dieses Verantwortung übernimmt.
Zitat von Schutzengel: Wenn ein Mensch sich im Selbtmitleid verliert, sollte der Thread lauten.
Vielleicht wäre es hilfreich, wenn Du mal den Grund Deiner Forumszugehörigkeit offenbarst.
Um mal etwas menschliches, eigenes preiszugeben. Etwas was aus Deinen eigenen Gedanken entspringt, Du gar etwas gelernt hast.
Wo liegt der Schmerz, die Unsicherheit, Leid?
Vielleicht kannst Du dies auch bei anderen Menschen erkennen, dann versuchen tröstend und beratend, empathische Impulse setzen.
Selbstmitleid: Tja, es gibt nunmal Menschen, diesen Fehlt die Kraft aktiv gegen den ihnen brennenden Schmerz produktiv und vernünftig, psychologisch angemessen zu verarbeiten.
Instinktiv, nicht selten oft als letzte Instanz hoffen sie auf Hilfe, Kraft, Teilnahme und Verständnis durch Mitmenschen. Trost.
In meinen persönlichen Studien hab ich den Eindruck gewonnen, dass Menschen welche zu stolz sind ihren Kummer zu offenbaren, ja, vielleicht dann auch durch Selbstmitleid so manche "nerven", daß diese dann eben verbittert, angriffslustig feindselig gegenüber anderen auf ihren Schmerz, Verlust usw reagieren.
Auch nicht besser, oder?
Ich bin mir sehr bewusst, daß man natürlich jeden Begriff, jede empfundene Behauptung, jeden genannten Gefühlszustand sezieren analysieren, entwerten, als Illusion darstellen kann.
In Frage stellen kann.
Doch auf welch Basis? Mittels welchem Wissen? Aus Büchern, YT Dr. Dr. Prof. Psych. Händlmayer (oder war dies jetzt der Senf)?
Meine Meinung ist, man sollte sich sicher sein über dies was man dann als für einen echt und richtig ist dies auch auf Anfrage ausführlichst begründen können.
Natürlich immer bereit, dazuzulernen, mal auch eine Position aufgeben oder ändern, sich was sagen lassen.
Darum finde ich zb eben den Austausch darüber, ob es eine grosse Liebe gibt sehr interessant, sowie Erlebnisse.
Ich für meinen Teil habe definitiv meine grosse Liebe "verloren".
Verloren: Kann man jetzt natürlich auch wieder zerfleddern, ich nutze den Begriff jetzt eben gut bürgerlich, sie ist halt weg, ok?
Daß ich nun von "grosser Liebe" spreche, ist das Ergebnis langer, tiefer, schwerer, schmerzvoller und so präzise als möglich durchgeführter Studien und Forschungen, unter Mithilfe aller verfügbaren Mitteln wie Literatur, World Wide Web.
Menschen, ob Betroffene oder auch stabile, zufriedene und erfolgreiche Menschen.
Aufwändige Selbstreflektion, welche leider nicht selten in Ausseneinssätzen, so ne Art Praktikum endete, welche tendenziell Tiefpunkte markierten . Doch auch unter der Bierbank liegend, ohne Halt das innere Feuer löschend, eine auch mal tagelange Aufgabe am tiefen Abgrund kann Erkenntnisse bringen.
Positionen festigen, einiges als Unnütz, falsch und Fehlprogrammierung erkennen.
Ich finde, ist irgendwann mal der Punkt erreicht, wo man auf die Ergebnisse seiner Arbeiten und Erfahrungen vertraut, kann man es wagen, eine für sich gültige, Existenzgültige und eben "wahre" Situation als Grundlage anzuerkennen,als Realität.
Ob diese dann bindend ist, dies mag dann jeder für sich selbst entscheiden, ob man das Ergebnis leben mag.
Ich lebe.
Ich habe meine grosse Liebe verloren.
Hab es versemmelt.
Nur Verzeihen, eine grosse Basis der Liebe vermag der wortlosen Stille, dem entzeitlich anmutendem Schweigen jegliche Bedeutung nehmen.