Vielen Dank für die wertvollen Feedbacks, ich vermisse derzeit den ehemaligen Kollegen mit der guten Freundschaft, mir ist ein wertvoller Freund abhanden gekommen, was für eine dumme Entscheidung, mich letztes Jahr geoutet zu haben.Ich hatte es ihm so beschrieben, daß ich mich zu ihm hingezogen fühlte.
Ich war zu feige, ihm das persönlich zu sagen, weil ich Angst davor hatte, einen Korb zu bekommen, ich hatte nur eine kurze Mail geschickt u. damit auch den Kontakt beendet.
Anhand seiner früheren Aussagen war aber klar, daß er mich auch sehr sehr mochte.
Jetzt ärgere ich mich darüber, daß ich nicht den Mund gehalten hatte, es wäre wohl besser gewesen, die Freundschaft zu erhalten.
Eigentlich ist er ein etwas kauziger u. unscheinbarer Typ, gar nicht mein Beuteschema.Aber es kann passieren, wie schon Klaus Lage sang (tausendmal berührt.....), daß es erst nach 10 Jahren Klick macht, hätte ich bei dem Mann gar nicht gedacht.
Es hatte mich angerührt, daß er ein lieber Mensch ist, wahrscheinlich war es gerade das Kauzige, worin ich mich verknallt hatte.
Aber ob es überhaupt wieder eine Freundschaft geben kann? Fraglich.
Jetzt hab ich für meine blödsinnige Verliebtheit den Preis gezahlt, einen guten Freund verloren zu haben.Doof.
Eine einfältige Bekannte sagte mir kürzlich, ich wäre doof gewesen, es nicht auf eine Affäre ankommen zu lassen, ich hätte doch nichts zu verlieren gehabt.
Tiefe Liebe kann aber Menschen dazu bringen, sich jahrelang unter Wert zu verkaufen, es ist die unstillbare Sehnsucht der Geliebten.
Wenn ich jd. aber liebe, dann möchte ich ihn nicht nur für ein paar gestohlene Stunden haben.
Aber es ist schwer, von jemandem loszulassen, den man liebt, man zahlt den hohen Preis als Geliebte, weil man sich vor dem Verlassensein fürchtet.
Man klammert sich an jedes Quenchen Zuwendung.Ich glaube, Geliebte hassen sich oft selbst dafür, daß sie nicht loslassen können, sie sind sich schon des hohen Preises bewußt, den sie für die heimlichen Stunden bezahlen.
Die vielen Geschichten der Geliebten hier im Forum stimmen mich sehr nachdenklich.Erschreckend, daß manche Jahre in dieser Rolle bleiben.
Ich frage mich nach den psychologischen Ursachen, die Rolle der Geliebten ist doch mehr als unbefriedigend.
Bringt eine Geliebte nicht auch oft die Ehe wieder ins Lot?
Ist die Rolle der Geliebten nicht doch eher ein Abhängigkeitsverhältnis mit Suchtstruktur?
Warum lassen sich Geliebte mit plumpen Lügen abfüttern? Die Rolle der ewig Wartenden kostet doch unendlich viel Energie, Fragen über Fragen.
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Auf die ursprüngliche Fragestellung zurückzukommen, jeder Mensch vermißt doch irgendetwas in seiner Partnerschaft, keine Ehe ist perfekt.