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Wer bin ich ohne Familie?

Dini277

Dini277

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Hi Alle,
das ich gerade eine Patchworknummer zerbrochen ist, habe ich einem andere Threas beschrieben. Ich frage mich nun die ganze Zeit, ob Patchwork wirklich glücklich sein kann oder man es einfach lassen sollte. Ich 40w und Mein Sohn 8 leben im EFH, haben Freunde, ich verdiene genug um das alles weiterlaufen zu lassen. Mein Exmann und ich kümmern uns beide um unsere Sohn 3/4 Tage Regelung, die aber durchaus flexibel ist.
Mein Sohn und ich wohnten 4 Jahre alleine hier. Es war nicht nur ein Mutter -Sohn Konzept. Wir waren auch ein Team. Haben zusammen entschieden, was wir wie machen. Und dann kam eben Mein Exfreund mit seinem Sohn 8 dazu und sind eingezogen. Mein Sohn ist daran kaputt gegangen, bekam Wutanfälle, fand ich unfair behandelt, musste einfach alles teilen. Er wurde von meinem Teampartner wieder nur zu einem Kind, wobei ein fremder Erwachsener nun mit erziehen wollte.
Ich kann mir in meinem Kopf überhaupt nicht mehr vorstellen, wie Patchwork wirklich klappen kann und ob diese viele Kompromisse es Wert sind, nur damit ich hin und wieder das Gefühl einer Familie habe und für einen Moment glücklich bin.
Ich frage mich, wer ich in Zukunft bin, wer ich sein will. Familie war immer das Ziel. Und dieses Ziel ist für mich nicht mehr realisitisch. Und wenn alle sagen, lenkt dich erstmal ab, dass wird schon, neue Hobbys etc. Mir fällt dazu nichts ein. Und ich weiß nicht, wer ich bin.

Gestern 10:30 • #1


ElGatoRojo

ElGatoRojo


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Zitat von Dini277:
Es war nicht nur ein Mutter -Sohn Konzept. Wir waren auch ein Team.

Zitat von Dini277:
Mein Sohn ist daran kaputt gegangen, bekam Wutanfälle, fand ich unfair behandelt, musste einfach alles teilen. Er wurde von meinem Teampartner wieder nur zu einem Kind,

Ich mach mal ein großes

Denk einfach mal nach über die Rolle von Geliebten, Ex-Ehemann und Sohn.

Gestern 10:45 • #2



Wer bin ich ohne Familie?

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Luto

Luto


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Zitat von Dini277:
ob Patchwork wirklich glücklich sein kann

mit Sicherheit kann das funktionieren, ist aber nicht einfach, und auch nicht immer glücksteigernd.

Zitat von Dini277:
Haben zusammen entschieden, was wir wie machen. Und dann kam eben Mein Exfreund mit seinem Sohn 8 dazu und sind eingezogen

inwieweit haben das denn die Söhne mitentschieden?

Zitat von Dini277:
musste einfach alles teilen

das ist ja prinzipiell nicht schlecht, wenn Einzelkinder das auch mal lernen.

Zitat von Dini277:
wobei ein fremder Erwachsener nun mit erziehen wollte.

ein komischer Satz ... wenn ich Partnerinnen hatte mit Kindern, ging das immer beidseitig von allein... da wollten die Kinder auch von mir profitieren. Sätze wie Du bist nicht mein Vater kenne ich nicht.


Zitat von Dini277:
Er wurde von meinem Teampartner wieder nur zu einem Kind

auch die Rolle ist für Kinder meistens gesünder ...

Gestern 10:51 • x 6 #3


Dini277

Dini277


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Die Kinder bestimmten das Leben. Mein Sohn ist hochsensibel (wie ich auch) und sein Sohn und mein Ex nicht. Es gab immer wieder Streit, der massiv eskaliert ist. Irgendwann in einem Urlaub sagte er zum seitem zu seinem Sohn Hau ihm eine rein wenn er dich ärgert. Da hab ich beschlossen eine Therapie muss her.
Heute reflektierend weiß ich, dass mein Ex keine oder wenig Empathie hat und verstand mein Kind nie. Es war zum scheitern verurteilt.Ich rosarot-wollte das nicht wirklich wahrhaben. Ich habe viel über Patchwork gelesen. Und ich frage mich, ob ich das Konzept Familie/Patchwork zu den Akten legen sollte. Das ich mich neu erfinden muss, meine Ziele und wer ich bin. Aber wie macht man das, wenn man doch sein ganzen Leben immer das große Ziel glückliche Familie hatte.

Gestern 10:58 • x 1 #4


FrauDrachin

FrauDrachin


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Zitat von Dini277:
Ich kann mir in meinem Kopf überhaupt nicht mehr vorstellen, wie Patchwork wirklich klappen kann und ob diese viele Kompromisse es Wert sind, nur damit ich hin und wieder das Gefühl einer Familie habe und für einen Moment glücklich bin.
Ich frage mich, wer ich in Zukunft bin, wer ich sein will. Familie war immer das Ziel. Und dieses Ziel ist für mich nicht mehr realisitisch.

Hey dini,

Ich finde, du wirfst eine interessante Frage auf.

Meine Antwort für mich ist, dass verschiedene Beziehungen verschiedene Aufgaben haben.
Die (oft) erste Beziehung ist für Familien- und Existenzgründung da, leider hält die oft nicht lang (genug).

Weitere Beziehungen sind für mich (!) dazu da, die Liebe zwischen mir und meinem Partner zu leben. Ich kann mir gar kein zusammenwachsen, gar keinen gemeinsamen, dauerhaften Alltag mehr vorstellen.
Und das ist ja partout nicht nur ein Nachteil. Es bleibt einiges leicht und einfach, was sonst schwer und schwierig wird.

Ähnlich wie Gato vorschlägt, würde ich vorschlagen, dass du dir überlegst, was genau ist denn Familie für dich.
Für mich ist Familie nach wie vor Exmann, meine Kinder und ich, und auf einer anderen Ebene, meine Herkunftsfamilie.
Mein Partner ist nur mein Geliebter.
Ich kann ja weder ihn noch meine Kinder zwingen, dass er mit uns zu einer Familie zusammenwächst. Weder er hat sich ja meine Kinder ausgesucht, noch sie haben sich ihn ausgesucht. Noch haben wir uns gemeinsame Kinder ausgesucht.

Ansonsten würde ich hinterfragen, dass in deinem Kopf Familie = Mutter, Vater, Kind(er), zusammen wohnen, sehr eng mit glücklich sein verknüpft zu sein scheint. Ist das wirklich so? Was fehlt an deiner Familie, so wie sie ohne Partner ist?
Was macht dich an einer Partnerschaft glücklich?

Wieviel Nähe brauchst du zu einem Partner (und seinen Kind(ern)) wirklich, bzw. wieviel Abstand zu anderen brauchen dein Sohn und du?

Gestern 11:03 • x 1 #5


XSonneX


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@Dini277

Das Wohlergehen deines Kindes sollte an erster Stelle stehen.
Zitat von Dini277:
Mein Sohn ist daran kaputt gegangen, bekam Wutanfälle, fand ich unfair behandelt, musste einfach alles teilen.


Zitat von Dini277:
Mein Sohn ist hochsensibel


Zitat von Dini277:
gab immer wieder Streit, der massiv eskaliert ist. Irgendwann in einem Urlaub sagte er zum seitem zu seinem Sohn Hau ihm eine rein wenn er dich ärgert.


Zitat von Dini277:
Da hab ich beschlossen eine Therapie muss her

Wie geht es ihm denn heute?

Gestern 11:13 • #6


Cagy

Cagy


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Hallo Dini,
vielleicht ist es zum Mißlingen gekommen weil ihr beide nicht bereit ward dem/den anderen weit genug entgegen zu kommen ?
Du schreibst Du und Dein Sohn seit 4 Jahre alleine und ein Team gewesen.Wenn Dein Sohn heute 8 Jahre alt ist war er damals 4 ?
Ein 4 Jähriger ist ein Kind , kein Teampartner. Verstehe mich nicht falsch aber hast Du Deinen Sohn vielleicht zu sehr *auf das Podest gestellt..*?
Wolltest Du mit Deinem Ex und seinem Sohn wirklich ein neues, gemeinsames Leben beginnen oder sollten sie sich einfach irgendwie in euer Leben integrieren und euch den Platz an der Sonne belassen...?
Ich denke eine Patchworkfamilie kann durchaus funktionieren wenn man den anderen ihre Persönlichkeit, Freiräume und Interessen lässt und nicht versucht *sein Ding* weiter durchzuziehen.
Zu Deiner Frage wer Du bist ohne Familie. Mein Exmann hat mich nach 19 Jahren wegen einer anderen verlassen und ich bin mit den Kindern , damals 6 u. 10 alleine geblieben. Mit Haus, Schulden, arbeitslos und verstört....
Ich bin und war immer noch ich und habe es alleine geschafft mich aus dem Sumpf zu ziehen.Man braucht für das eigene Glück keine anderen.
Gutes Gelingen auch Dir.

Gestern 11:18 • x 4 #7


Dini277

Dini277


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Als ich es ihm sagte, dass die Beiden weg sind und wir sie nicht wiedersehen werden, weinte er. 1 Tag danach war er wieder das Kind vor dem Patchworkversuch. Ausgeglichen, er wachte morgen auf und lachte. Das war eher selten so im letzten Jahr. Im fehlt sein Patchworkbruder, allerdings überhaupt nicht meinen Ex, gleichzeitig weiß er, dass es besser so ist, weil es ihm nicht gut ging. Kinder sind manchmal schlauer als wir Erwachsenen. Ich überlege, ob auch eine eine Therapie braucht, um das Erlebte zu verarbeiten. Mein Kind ist wirklich lieb, er ist nur sehr emotional. Er mag klare Regeln, Fairness und das haben wir nicht mehr hinbekommen. Da gab es zu viele Unterschiede. Ja ich zähle zu meiner Familie auch meinen Exmann. Meine Freunde. Aber das richtige Glücksempfinden haben ich nur in der Partnerschaft oder glaube aktuell das es so ist. Meine Psyche ist ja gerade nicht i.O.

Gestern 11:26 • #8


CanisaWuff

CanisaWuff


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Zitat von Dini277:
Mein Sohn ist hochsensibel (wie ich auch) und sein Sohn und mein Ex nicht. Es gab immer wieder Streit, der massiv eskaliert ist. Irgendwann in einem Urlaub sagte er zum seitem zu seinem Sohn Hau ihm eine rein wenn er dich ärgert. Da hab ich beschlossen eine Therapie muss her.

Eigentlich wollte ich schreiben, dass Patchwork schon funktionieren kann, wenn sich jeder von den Erwachsenen in seiner Position sieht und auch dort bleibt, bis alles gefestigt ist und auf allen Seiten Vertrauen da ist.
Ich war auch in der Patchwork Konstellation, aber ich habe mich nie in der Mutterrolle gesehen.
Der Sohn meines EX hat von mir zwar auch Ansagen bekommen, aber immer im Sinne eines anderen Erwachsenen und nie im Sinne von... ich habe hier das Recht Dich zu erziehen.

Vielleicht war es bei uns auch gut, dass ich kein Kind habe.
Aber solche Aussagen, wie... hau im eine rein, das geht gar nicht. Weder bei hypersensibel noch bei normal und ganz ehrlich.. hier hättest Du reagieren müssen und Dich auf die Seite von Deinem Sohn stellen müssen.
Wenn Du selber auch hypersensibel bist, dann hätten sich doch hier alle Haare aufstellen müssen, versetzt Dich mal in die Lage von Deinem Kind. Nicht mal die Mutter hält zu ihm. Der absolute Horror.

Hast Du Deinem Partner denn erklärt, was Hypersensibilität eigentlich bedeutet?

Gestern 11:27 • x 1 #9


ElGatoRojo

ElGatoRojo


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Zitat von Dini277:
Mein Sohn ist hochsensibel (wie ich auch) und sein Sohn und mein Ex nicht.


Was ja nun nicht generell gegen Patchwork an sich spricht, sondern eben du und dein Sohn in Konstellation mit dem Ex und seinem Sohn. Wobei es für deinen Sohn - 4 Jahre allein der King bei dir - eben eine Umstellung ist. In eurem Patchwork hätte das sicherlich sanfter abgefedert sein müssen (Hau ihm eine rein ist nun wirklich Blödsinn).

Dessen ungeachtet wird sich auch dein Sohn - hochsensibel oder nicht - natürlich stets der Auseinandersetzung mit anderen stellen müssen und das irgendwann lernen.

Gestern 11:37 • x 1 #10


CanisaWuff

CanisaWuff


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Also der Sohn meines EX hat genossen, dass da plötzlich Geschwister da waren.
Endlich konnte er mit jemandem zocken und Blödsinn machen

Gestern 12:06 • x 1 #11


Dini277

Dini277


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Mein Sohn fand es auch toll, dass da nun immer jemand zum Spielen war. Aber er hat gesehen und gespürt, dass mein Ex- Freund die Kinder sehr unterschiedlich behandelt, belohnt, kritisiert etc. Mein Ex konnte es nicht reflektieren. Er hat selbst Ängste, dass er bei seinem Sohn etwas falsch macht. Seine Frau hatte ihn und den Sohn vor 6 Monaten verlassen. Es ist alles sehr komplex, um das hier alles aufzuschreiben. Letztlich weiß ich, dass ich Fehler gemacht habe und wir einfach nicht zusammengepasst haben. Das letzte Jahr war ich nicht ich selbst. Meine ganze Anstrengungen gingen nur darum, dass es nicht eskaliert, ruhig bleibt, dass der Sohn meines Freundes hier glücklich ist und mein Sohn nicht zerbricht.
Und nun nach dieser Erkenntnis, dass Patchwork mir nicht geben kann, was ich will, brauche ich ein neues Zielbild. Wer bin ich. Wer bin ich und mein Sohn in 5 Jahren. Worauf soll ich hinarbeiten. Ich hasse Sport, weiß aber, dass es wirklich glücklich machen kann. Job..ich hatte da schon Höhepunkte..macht einen auch nicht glücklicher. Mein Sohn ist der einzihe Grund, der mich das alles hier weitermachen lässt, sonst würde ich womöglich irgendwo woanders neuanfangen. Chaos im Kopf. Und ich schaffe es nicht zu ordnen. Welcher ist der erste wichtige Schritt zum neuen ICH?

Gestern 12:27 • #12


Hola15

Hola15


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Zitat von Dini277:
Seine Frau hatte ihn und den Sohn vor 6 Monaten verlassen


Zitat von Dini277:
Das letzte Jahr war ich nicht ich selbst.

Wie lange wart ihr denn nun zusammen? Wie lange habt ihr zusammen gewohnt?
Ist er direkt nach dem seine Ex ihn verlassen hat zu dir gezogen?
Habt ihr euren Kindern direkt nach eurem Kennenlernen den neuen Partner vor die Nase gesetzt?

Gestern 12:31 • #13


Gorch_Fock

Gorch_Fock


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Dini, aber mal ganz ehrlich: Wie lange hast Du Deinen Ex jetzt überhaupt kennengelernt, bevor er bei Euch eingezogen ist? Was legst Du für Normen an im Hinblick auf gemeinsame Werte, gemeinsame Erziehung, etc.? Da kann ich fast nichts daraus erkennen.
Aus meinem Eindruck gehen leider viele AEZ den Weg des geringsten Widerstandes. Der stressige Alltag, ja das ist ja ein neue Partner ganz praktisch. Ja, sieht noch ganz nett aus - hier ist der Schlüssel, kannst Du einziehen.
Dann wird noch relativ unkritisch das Verhältnis zum eigenen Kind gesehen. Dein Kind ist kein Teamangehöriger, sondern Dein Kind. Das ist auch kein Freund, mit dem man alles ausdiskutiert oder der alles durchboxen kann. Gerade das ist nämlich für Kinder auch verkehrt. Nur weil Du es jetzt jahrelang so durchgezogen hast, muss das nicht richtig sein.
Klar, es geht auch nicht, wenn Dein Ex sich aufspielt oder sein Kind zu solchen Aktionen anstachelt. Aber da frag ich mich halt: Was hast DU von diesem Mann im Vorfeld gewusst?
Patchwork kann sehr wohl funktionieren. Mit klaren Regeln. Was insbesondere auch die ach so lieben Ex-Partner betrifft. Aus meiner Erfahrung werden ca. 90 Prozent der Probleme im Patchwork durch egoistisches Verhalten oder Regelbrechnung der Ex-Partner in die Patchworkbeziehung eingebracht. Und da müssen beide an einem Strang ziehen, was oft am Anfang nicht funktioniert. Und natürlich benötigen beide volle Erziehungskompetenz auf Augenhöhe. Klar hast Du das letzte Wort, aber im Alltag müssen beide Erwachsene ausgestattet sein, sonst kommt es sehr schnell zu Machtverschiebungen bzw. die Kinder spielen Euch aus.
Also, in Zukunft genau prüfen, Kennenlernphase gestalten und erstmal die Freizeit gestalten und schauen wie es läuft. Einen unüberlegten Zusammenzug würde ich def. lassen.

Gestern 13:18 • x 2 #14


Wurstmopped

Wurstmopped


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Zitat von Dini277:
Irgendwann in einem Urlaub sagte er zum seitem zu seinem Sohn Hau ihm eine rein wenn er dich ärgert.

...wem, deinem Sohn?

Gestern 13:30 • #15



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