Zitat von Sichfragender74:Ich plagen seit meiner Kindheit die Schuldgefühle.
Schuldgefühle deshalb weil ich Sie nun alleine lasse mit meiner Tochter ,weil sie geweint hat und der gemeinsamen Jahre auch als große Familie
Schuldgefühle sind besonders üble Kleber, sie können aneinander kleben lassen obwohl Beziehungen schon lange nicht mehr gut tun und schaden und sie können uns viel Lebensenergie und Lebensfreude rauben, wenn geglaubt wird jemanden etwas schuldig zu sein.
Das kann zum Opferdasein führen und zu Depressionen und anderen Symptomen.
2. Du läßt weder deine Frau noch deine Tochter allein, bist weiter für sie da, wenn auch in einem anderen Rahmen als bisher. Du sorgst noch eine Weile für sie.
Deine Tochter und dein Sohn können zu dir kommen und sie sind beide erwachsen, bald wird deine Tochter sich auch abnabeln und ihr eigenes Leben leben.
Deine Frau hatte die Wahl, wenn sie dir etwas mehr entgegengekommen wäre und auf deine Bedürfnisse Rücksicht genommen, z.B. zur Abklärung einen Arzt aufgesucht, dir zumindest mit Zärtlichkeiten näher gekommen wäre, bräuchtest du diese Schritte nicht gehen, also würde sie nach deinen Glaubenssätzen genauso schuldig sein.
So wie du um deinen Vater gebuhlt hast, damit du von ihm Liebe, Anerkennung, Wertschätzung bekommst, so hast du, meiner Einschätzung nach, dich auch für deine Frau verbogen und lange gehofft, daß du das von ihr bekommst, was du schon seit deiner Kindheit immer schon vermisst hast.
Lasse dich von ihren Tränen nicht erweichen und vor Schuldgefühlen ertrinken, sie könnten auch ihr Selbstmitleid, ihre Wut oder Manipulation zeigen, denn liebevoll hat sie sich doch schon mind. 5 Jahre nicht mehr gezeigt, denn sonst hätte sie mit ihrem Verhalten nicht eure Ehe riskiert, sondern wäre bereit gewesen etwas zu ändern an eurer Situation, es zumindest versucht.
Auch wenn du einen Anteil mit daran trägst bist du nicht DER Schuldige an all dem.
Du bist jetzt diesen Schritt gegangen weil du zu lange unglücklich warst und es ist dein gutes Recht da auszusteigen, du bist dein eigener Gefangener, hast dich an die eigene Kette gelegt, die kannst du jetzt sprengen in dem es dir gelingt deine Schuldgefühle abzubauen.
Zitat von Sichfragender74:Seit Tagen höre ich nun andere Meinungen von meinen Leuten die mich vorher ermutigt hatten.
Jetzt heißt das ich mich nicht hätte trennen müssen, das eine Ehe nur funktionieren muss..
Deine Freunde erleben deine Pein, fühlen sich vielleicht davon berührt und geben dir damit zu verstehen, daß die Trennung ja nicht sein muss, du auch andere Möglichkeiten hättest, so wie sie es selbst auch machen, z.B. sich 6 kaufen, bei jemanden der sein Geld damit verdient und mehrere Männer hintereinander bedient.
Du selbst ekelst dich inzwischen auch vor deiner Frau, fühlst dich unglücklich mit ihr, warum solltest du es dir antun noch länger bei ihr zu bleiben ? Noch mehr deiner begrenzten Lebenszeit verschwenden ?
Eine Trennung zu verarbeiten ist nicht einfach und ein schmerzhafter Prozess, der alles von uns abverlangt. Dieser Prozess ist irgendwann beendet und ein neues Leben beginnt, es geht anders weiter, ob es besser oder schlechter weitergeht liegt in deiner Hand, du kannst entscheiden in welche Richtung es gehen soll.
Ich wünsche dir viel Glück im neuen Heim und hoffe, du schaffst dir ein Wohlfühlnest in dem du zur Ruhe kommen und Kraft tanken kannst!