Zitat von Hola15: Wie gesagt, für mich steckst du in dem Dilemma, dass du von deinem Traum nicht Abschied nehmen möchtest bzw. kannst. Der Kopf weiß es, dass es geboten wäre, aber die Angst fesselt dich.
Und diese Angst führt dazu, dass du nicht genügend für dich einstehst, weil er sich ja dann abwenden könnte. Sie führt auch dazu, dass du die schönen Zeiten aufsaugst und in den Zeiten in der wieder eine Realitäts-Klatsche kommt zusammensackst. Sag mir wenn ich falsch liege.
Vllt wäre es ratsam wenn du dich mit deiner Angst beschäftigst und die gut versorgst anstatt mit ihm. Und dich zusätzlich auf deine anderen Ressourcen konzentrierst bzw. ausbaust.
Hervorragend analysiert. Ja, die Angst in mir überdeckte alles und es war eine Angst, die ich kannte, seit ich denken kann. Dieses Kaltstellen, diese Missachtung meiner Gefühle und meiner Probleme, diese gräßliche Verlassenheit, wo ich doch Nähe wollte. Meine Rettung war mein Stoffpinguin, dem ich alles erzählte, aber einen Rat wusste der auch nicht.
Ja, es ist unglaublich schwer, sich der inneren Angst zu stellen, weil man Feigheit und Anpassung gelernt hat. Heul nicht rum, das hilft auch nichts, es nervt nur. Sei so, wie ich dich haben will und alles ist gut. Ist doch nicht so schwer zu begreifen, dass Du nach meiner Pfeife tanzt, denn ich bin nun mal Deine Mutter und ich habe recht.
Und haargenau das lebte ich in diversen Beziehungen nach. Und erst als mich der Angst stellte und sie relativierte, ging es mir besser. Ich gewann an Selbstvertrauen, sorgte dafür, dass ich mich bestätigt fühlte und ich wurde viel selbstständiger.
So wie es jetzt ist, kann es bleiben. Mein Mann und ich sind sehr unterschiedlich, aber wir akzeptieren wie der Andere ist und dass wir eben oft auf verschiedenen Dampfern unterwegs sind. Solange die nebeneinander herfahren, können wir beide mit der machmal Unbegreiflichkeit des Partners leben. Man darf nicht zu viel erwarten. Der andere ist keine Glücksmaschine, sondern ein eigenständiges Wesen mit eigenen Gedanken, eigenen Wünschen und eigenen Vorstellungen.