Guten Morgen Ihr alle,
es tut gut zu lesen, wie Ihr so Eure Leben meistert, trotz, neben der Achterbahngefühle... Der Satz, den ich mir selbst als Affirmation jeden Tag sage, wenn ich so voller Zweifel bin, ob das Weitermachen überhaupt noch Sinn hat: Meine Beziehung ist kaputt gegangen, aber meine Beziehung ist nur ein Teil meines Lebens, nicht mein Leben. Also ist ein Teil meines Lebens kaputt, aber nicht mein Leben. Das gibt mir Mut und auch die Kraft, die Trümmer erst einmal liegen zu lassen und traurig zu sein, wenn ich sie ansehe... Irgendwann werde ich die Nase voll haben von den Trümmern und sie wegräumen...
@ EinfachIch23: Hinter meinem Türchen war ein Stern

... Eigentlich bin ich ein Weihnachtsmuffel und hasse diesen Firlefanz wie Weihnachtskalender. Aber dieses Jahr ist alles anders und ich öffne sogar die Fenster

- der Kalender ist ein Geschenk von einer Freundin...
@brave: Sorry, aber wenn ich deine Worte lese, stellen sich mir alle Nackenhaare auf. Weil in mir der Eindruck entsteht, dass Du nicht gut für Dich sorgst. Pass auf Dich auf. Boden ist weg, ja. Trauer überwältigt Dich, ja. Aber hüte dich in dieser Situation vor Entscheidungen, die weit in deine Zukunft reichen - meint: lass dich beraten (Anwalt?) wie Du aus den Krediten rauskommst - ich gehe mal davon aus, dass es sich um ein gemeinsames Haus handelt? - und zwar bevor Du die Entscheidung triffst auszuziehen. Als Sozialberaterin habe ich schon zu viele Menschen erlebt, die im Schmerz ausgezogen sind, noch ewig verschuldet waren (bis hin zur Insolvenz) und es nicht im Vorfeld geklärt haben, wie die Aufteilung sein wird. Du willst doch nicht noch ewig Schulden abtragen für etwas, was Dir nicht mehr zur Verfügung steht. Was hast Du davon? Dass Dein Ex-Mann in einem schönen Haus lebt (von Dir mitfinanziert) und ihr gute Freunde bleibt?
Lass Dich von ihm nicht unter Druck setzen. Er macht diesen Druck nicht für Dich/Euch sondern für sich. Also erlaube Dir bitte, bei allem Schmerz und allen Ängsten ein wenig Egoismus (meint: was ist gut für mich, was brauche ich) und handle danach. Und wenn Du das allein nicht schaffst, such Dir Unterstützung. Es gibt in jeder größeren Stadt Sozialberatungsstellen, in denen Du kompetente Ansprechpartner findest.
Sei gut zu Dir, wenn dabei noch etwas Gutes für ihn abfällt, dann hat er Glück, wenn nicht, dann nicht. Es geht jetzt um Dich, nicht mehr um ihn/Euch.
Fühl Dich umarmt aus der Ferne...