Zitat von Laurana:Twinky hält schon die Pfeiler, ich verputze die Decke mal eben neu...Kuschelkater liegt wartend auf der Couch und schnurrt schon vor sich hin..."Alles wird gut, schnurr, schnurr, schnurr"


für dich und

für Käterchen.
Zitat von Laurana:Wo gibt´s deine Geschichte eigentlich zu lesen?
Bis jetzt nur in meinem Tagebuch. Vielleicht schreibe ich in einem separaten Thread mal mehr dazu.
In ihr spielt, wie schon erwähnt, auch eine andere Frau eine Rolle. Ich habe ihn schon während des Trennungsgesprächs gefragt, ob es mit ihr zu tun habe. Er hat es verneint. Ich hatte aber weiterhin ein komisches Gefühl, habe mehrfach nachgefragt, er hat es immer wieder abgestritten. Und irgendwann habe ich dann die Bestätigung dafür gefunden, dass da doch was ist. Als ich ihn damit konfrontiert habe, meinte er, es habe erst nach unserer Trennung angefangen.
Vor der Trennung, während der Trennung, nach der Trennung – ich weiss es bis heute nicht so genau. Und was heisst „angefangen“? Es mag sein, dass vor der Trennung körperlich noch nichts passiert ist zwischen den beiden – emotional aber auf jeden Fall.
Er hat mal zu mir gesagt: „Das mit xy wäre nicht passiert, wenn das zwischen uns gut gewesen wäre.“ Ich habe geantwortet, dass ich das weiss. Ich sehe meinen Anteil am Scheitern unserer Beziehung sehr genau. Ich bin ein Mensch, der sein Verhalten stark reflektiert. (Oft mangelt es mir dabei an der notwendigen Objektivität, so dass ich den Monster-Anteil der Verantwortung für etwas auf mich nehme.)
Und eine Arbeitskollegin hat mal zu mir gesagt: „Diese Frau ist nicht das Problem. Sie ist auch nicht der Trennungsgrund. Die Gründe liegen in der Beziehung zwischen dir und ihm. Man neigt dazu, den Schmerz auf die Drittperson zu spiegeln.“ Sie hat Recht.
Trotzdem hat diese Geschichte mich sehr verletzt, vieles daran hat mich in meinen Grundfesten erschüttert.
Belogen zu werden von einem Menschen, dem ich bis dahin immer vertraut habe und auch vertrauen konnte.
Die Erkenntnis, dass sich die Gefühle im anderen so verändern können. Dass da etwas im anderen geschieht, an dem man nicht teilhat.
Diese Mauer, die einem von einem Menschen entgegenschlägt, dem man mal so nahe war. Ich kann verstehen, dass der, der sich entscheidet, zu gehen, Distanz aufbauen muss. Aber auch wenn ich das im Kopf weiss, emfpinde ich diese Distanz als unheimlich grosse Zurückweisung.
Die Nähe, die zwischen uns sein sollte, die nun aber stattdessen zwischen ihm und jemand Anderem stattfindet.
Dass es dieses „Wir“, das wir hatten, nicht mehr gibt. Dass er jetzt zusammen mit einer anderen Frau ein neues „Wir“ bildet.
Emotional ist so viel passiert bei mir in den letzten Monaten, ich kann vieles gar nicht in Worte fassen. Das ist mal der Versuch eines kurzen Einblicks. So eine Art Trailer. Habe gerade Mühe, da mehr Ordnung reinzubringen.
Thema ist einfach oft dieses Nicht-begreifen-Können.
Und wie geht es dir jetzt, ein paar Stunden nach eurem Gespräch? Was klingt nach?