×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

2910

Wie geht es euch mittlerweile?

E
Jeanne, willkommen zum Abend-Treff trost spenden

#10711


E
Nunar, Plätzle klingt gut - und so schwäbisch grinsen

#10712


A


Wie geht es euch mittlerweile?

x 3


N
Da müsst ich eigentlich Gutzla sagen Glücklich sein aber das Wort nutz ich nie

#10713


I
Markus....welcome back! Kuss geben

Wir haben dich schon vermisst....kannst du nachlesen!

#10714


D
Das Ding mit dem "sich verstellen", nur um gemocht zu werden, sich nur nicht beschweren, möglichst nicht widersprechen, aus Angst, alles ist zu Ende, beschäftigt mich immens. Was hat als Kind gefehlt? Das Urvertrauen gab es nicht. Und das Verrückte ist, ich hab erst in den letzten Therapiejahren meine Eltern von einem imaginären Thron heruntergeholt. Ich habe erst vor kurzer Zeit verstanden, dass sie nicht perfekt waren, Fehler gemacht haben. Das kann ich nicht verurteilen, nur: sie haben mich so oft allein gelassen. Diese Angst vor der Einsamkeit, diesem "schwarzen, gefährlichen Loch", beschleicht mich derart, als wäre ich hilfloses Kind und der Situation ausgeliefert. ER darf nicht geh'n, ich geh zu Grunde allein, Ich brauche IHN, um mich sicher zu fühlen. Ja, Quatsch, und ich bin erwachsen, habe einen tollen Beruf und Erfolg darin, viele Freunde...und dennoch habe ich mich nur über Beziehung definiert, war ich allein nicht vollständig. Das muss anders werden. Denn so besteht die Gefahr, sich wieder schnell zu binden, nicht genau zu schau'n, ob der Nächste passt, nur, um sich vollständig zu fühlen und nicht klein und einsam.

#10715


D
Oh Twinky! Sorry. Hab Dich nicht geseh'n. Traurig Schön, dassde da bist! Und Hallo an all die anderen! Wird ja richtig lebendig grad. Smile

#10716


T
Zitat:
Das Ding mit dem "sich verstellen", nur um gemocht zu werden, sich nur nicht beschweren, möglichst nicht widersprechen, aus Angst, alles ist zu Ende, beschäftigt mich immens. Was hat als Kind gefehlt? Das Urvertrauen gab es nicht. Und das Verrückte ist, ich hab erst in den letzten Therapiejahren meine Eltern von einem imaginären Thron heruntergeholt. Ich habe erst vor kurzer Zeit verstanden, dass sie nicht perfekt waren, Fehler gemacht haben. Das kann ich nicht verurteilen, nur: sie haben mich so oft allein gelassen. Diese Angst vor der Einsamkeit, diesem "schwarzen, gefährlichen Loch", beschleicht mich derart, als wäre ich hilfloses Kind und der Situation ausgeliefert. ER darf nicht geh'n, ich geh zu Grunde allein, Ich brauche IHN, um mich sicher zu fühlen. Ja, Quatsch, und ich bin erwachsen, habe einen tollen Beruf und Erfolg darin, viele Freunde...und dennoch habe ich mich nur über Beziehung definiert, war ich allein nicht vollständig. Das muss anders werden. Denn so besteht die Gefahr, sich wieder schnell zu binden, nicht genau zu schau'n, ob der Nächste passt, nur, um sich vollständig zu fühlen und nicht klein und einsam.


Ich weiß woher es bei mir kommt, aber ich dachte ich kann das alles schon irgendwie ab... hmm... vielleicht nicht ganz so gut wie ich dachte...

Aber Desusa Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!

#10717


I
Zitat von Twinky:
@Ivy: ich weiß aber ich will doch! Und wenn ich ordentlich verdränge und mein Grinsen aufsetze, glaub ich selbst dran dass es mir wunderbar geht... nur manchmal, manchmal kommts und holt mich ein böse


Ist doch klar. Wie gesagt: Ist ja auch noch keine Zeit vergangen.
Wenn dein Herz mal etwas Pause braucht vom Schmerzen-Haben, dann gönn sie ihm. Die Verarbeitung geht trotzdem weiter. Aber wenn dann die Trauer wieder mal gesehen werden will, dann sieh hin. Sich dauerhaft etwas vormachen funktioniert langfristig nicht.

Heilung braucht Zeit – sie geschieht nicht von heute auf morgen.

#10718


J
Zitat von desusa:
Das Ding mit dem "sich verstellen", nur um gemocht zu werden, sich nur nicht beschweren, möglichst nicht widersprechen, aus Angst, alles ist zu Ende, beschäftigt mich immens. Was hat als Kind gefehlt? Das Urvertrauen gab es nicht. Und das Verrückte ist, ich hab erst in den letzten Therapiejahren meine Eltern von einem imaginären Thron heruntergeholt. Ich habe erst vor kurzer Zeit verstanden, dass sie nicht perfekt waren, Fehler gemacht haben. Das kann ich nicht verurteilen, nur: sie haben mich so oft allein gelassen. Diese Angst vor der Einsamkeit, diesem "schwarzen, gefährlichen Loch", beschleicht mich derart, als wäre ich hilfloses Kind und der Situation ausgeliefert. ER darf nicht geh'n, ich geh zu Grunde allein, Ich brauche IHN, um mich sicher zu fühlen. Ja, Quatsch, und ich bin erwachsen, habe einen tollen Beruf und Erfolg darin, viele Freunde...und dennoch habe ich mich nur über Beziehung definiert, war ich allein nicht vollständig. Das muss anders werden. Denn so besteht die Gefahr, sich wieder schnell zu binden, nicht genau zu schau'n, ob der Nächste passt, nur, um sich vollständig zu fühlen und nicht klein und einsam.


Desusa das beschäftigt mich auch sehr. ich hätte mir schon viel viel eher Hilfe suchen müssen - aber ich dachte immer, das sind nur schlechte Phasen weinen / tränen
Und ich dachte tatsächlich es ist normal, dass ich mich über Beziehung definiere - war ja immer so....

#10719


T
Hmm... kann es sein dass wir hier alle sind weil wir probleme mit uns und unserer Sicht auf uns haben und die Trennungen uns nur deshalb so zu schaffen machen?

Würde doch im Umkehrschluss bedeuten, dass wir "nur" an uns arbeiten müsste um uns vor so einer Tragödie zu retten und wir dann auch viel einfach wieder vertrauen können weil wir dann nicht mehr so verletzbar sind...

#10720


W
Guten Abend ihr Lieben. Hab die letzten Stunden nur mitgelesen.

Bei mir gibts jetzt auch noch ein Teechen (so ein Rooibos gebrannte Mandel oder so, nicht dass man das sonderlich rausschmecken würde) und eine Clementine.

Willkommen zurück Markus. Ich les die meiste Zeit Momentan auch nur mit und komm dann gar nicht mehr dazu zu interagieren.

Ich bin derzeit hauptsächlich einfach nur genervt von mir selbst und der Lage. Ich würd mal gerne spürbare Schritte nach vorn machen und mich nicht nur im Kreis bewegen.

#10721


J
Oh das wäre schön - aber die Trennungen haben uns in eine schwere Krise gestürzt - und damit auch zu einem Punkt gebracht, wo wir bei uns selbst nachschauen müssen.

Wir müssen den Verlust und den Schmerz ertragen und stellen dabei fest, dass nicht nur das uns zu schaffen macht, sondern das die Art und Weise wie wir damit umgehen uns eine auch eine Menge über uns selbst sagt.

Und weil wir das schaffen wollen, weil wir nicht aufgeben wollen, weil wir wieder glücklich und wir selbst sein wollen - müssen wir auch an die dunklen Seiten und die alten Geschichten ran.

Ich habe das nie gemacht. ich habe mich immer in die nächste Beziehung gestürzt und den ganzen Balast mitgeschleppt. Jetzt ist er zu schwer, zuviel geworden.

#10722


D
Zitat von Twinky:
Hmm... kann es sein dass wir hier alle sind weil wir probleme mit uns und unserer Sicht auf uns haben und die Trennungen uns nur deshalb so zu schaffen machen?

Würde doch im Umkehrschluss bedeuten, dass wir "nur" an uns arbeiten müsste um uns vor so einer Tragödie zu retten und wir dann auch viel einfach wieder vertrauen können weil wir dann nicht mehr so verletzbar sind...


Ja klar, genau so ist es. An uns arbeiten, und mit uns glücklich zu sein. Uns zu mögen. Das ist das große Ziel. Und der blöde Spruch "Nur wenn Du Dich selber liebst, kannst Du erfüllte Liebe erfahren" oder so ähnlich stimmt einfach mal. Es ist natürlich einfacher, alles auf den blöden Kerl zu schieben und sein Verhalten zu diagnostizieren. Nein. Falsch! Wir müssen uns kennen- und vor allem lieben lernen. Und das ist hart. "Nicht mehr verletzbar" hört sich wieder so passiv und negativ an. Nicht mehr angewiesen sein darauf, einen Partner an unserer Seite zu haben. er vervollkommnet (nur) unser eh schon reiches Leben. lustig Ja, so muss es sein. Dann ist auch die Angst, verlassen zu werden nicht mehr so groß, man klammert nicht und ist mehr ICH! daumen hoch

x 1 #10723


E
Twinky, sicher hat es auch mit uns zu tun, dass uns die jeweiligen Trennungen so mitnehmen. Aber ich denke, dass fast jeder da draußen sein Päckchen an "Macken" und dysfunktionalen Verhaltensmustern und Glaubensätzen hat - nur bei uns ist nun einiges zusammengekommen durch die Trennungsgeschichten. Wir werden quasi mit der Nase auf unsere Baustellen gestoßen, während andere sie momentan vielleicht besser kompensieren können. Erst in Extremsituationen setzen wir uns gezwungenermaßen mit diesen wunden Stellen auseinander.

#10724


W
Zitat von Twinky:
Hmm... kann es sein dass wir hier alle sind weil wir probleme mit uns und unserer Sicht auf uns haben und die Trennungen uns nur deshalb so zu schaffen machen?

Würde doch im Umkehrschluss bedeuten, dass wir "nur" an uns arbeiten müsste um uns vor so einer Tragödie zu retten und wir dann auch viel einfach wieder vertrauen können weil wir dann nicht mehr so verletzbar sind...


HALT STOP.
So einfach ist es nun nicht. Ich hab zwar auch Probleme mit mir selbst, aber die hatte ich schon vor meiner Beziehung.
Ich hab mich in meiner Beziehung nicht aufgegeben, hab meine Freunde und den Rest nicht vernachlässigt, war wer ich war und machte eben was ich so mache. Ich hatte zwar auch Verlustängste und auch die Angst, ich könne ihm zu viel werden, weil er sehr in sich ruhte und ich eben nicht und so meine Probleme hatte. Aber ich habe mich nicht versteckt. Ich hab versucht ihn an meiner "Last" teilhaben zu lassen ohne die Probleme die ich mit mir haben auf seinen Schultern auszutragen. Ob das zu 100% geglückt ist, keine Ahnung.
Ich habe einfach vollkommen vertraut, offen geliebt und hatte auch einen Partner der, als es sich für ihn auseinander entwickelt hat nicht klar mit mir sprechen konnte, der den Prozess teil wohl nehme ich an selbst erst realisierte als es zu spät war. Und der mir einfach fehlt. Jeden Tag. Weil er ein toller Mensch ist, dem ich mich so öffnen konnte, für den ich ernorme Gefühle, viel Respekt und Zuneigung habe, der mein bester Freund geworden ist, denn ich mit seinen Fehlern nehmen konnte. Und das ist nicht okay. Und darunter leide ich.

x 1 #10725


A


x 4