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Wie geht es euch mittlerweile?

R
Ich habe heute einen richtig schlechten Tag erwischt. Mein bester Freund muss es ausbaden, wird ständig mit sms bombardiert und weiß wahrscheinlich langsam nicht mehr, was er mir noch sagen kann. zwinkern

Es tut sehr gut, hier ab und zu mal reinzuschauen und zu sehen, dass ich nicht allein bin und dass es ein Morgen gibt - auch ohne IHN.

#13156


M
@rory: Was belastet dich denn? Wo sind deine Gedanken? Lass uns teilhaben.

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A


Wie geht es euch mittlerweile?

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N
Zitat von rory:
Ich habe heute einen richtig schlechten Tag erwischt. Mein bester Freund muss es ausbaden, wird ständig mit sms bombardiert und weiß wahrscheinlich langsam nicht mehr, was er mir noch sagen kann. zwinkern

Es tut sehr gut, hier ab und zu mal reinzuschauen und zu sehen, dass ich nicht allein bin und dass es ein Morgen gibt - auch ohne IHN.


Was ist so schlecht an dem Tag?
Ok, er hat nen besch.iss.enen Namen, ich möchte auch nicht Dienstag heißen. Er ist ziemlich nass und die Straßen sehen aus, wie vollgepinkelt. Die Bäume sind splitterfaserna.ck.t, Blumen gibt´s keine (außer hier und da mal den gelben Winterjasmin), die gescheiten Vögel haben sich in den Süden verpi.ss.t und jetzt wird´s auch noch finster wie in des Teufels A.r.sch.

Womit setzt du ihm die Krone auf? Mr. Green trost spenden

#13158


I


Huhu, Twinky, ich bin hier! Ich hatte auch wieder ein paar härtere Tage und irgendwie nichts Sinnvolles beizutragen. Bin aber oft als stille Mitleserin mit euch unterwegs.

Ich drück dich zurück. Es ist toll, wie ihr immer allen Mut zusprecht, du und Neja. Danke euch beiden wieder einmal dafür!

Ich hoffe, du nimmst dir auch Raum für dich heraus, wenn du ihn brauchst. Wie geht es dir denn im Moment?

Karin, es tut mir leid, dass dein Umfeld so wenig Verständnis zeigt für deine Trauer.

Manchmal geschieht das nicht mal aus Ignoranz oder in böser Absicht, sondern einfach auch aus einer gewissen Hilflosigkeit heraus.

Was es wohl auch nicht einfacher macht, ist die Tatsache, dass bei vielen der Schmerz nicht in der Anfangsphase am intensivsten ist, sondern erst Wochen oder Monate nach der Trennung.

Bei mir war es auch so. In den ersten Tagen habe ich irgendwie auf Autopilot geschaltet und weiterfunktioniert. Ich habe mich mit Kolleginnen verabredet, bin ins Kino gegangen, in den Tanzkurs. Die Erstarrung kam zeitverzögert. Plötzlich ging das alles überhaupt nicht mehr.

Am Anfang ist ja bei den meisten noch viel Hoffnung mit dabei, und gerade sie lässt einen nicht in sich selbst zusammenfallen. Ich habe diese Hoffnung auch noch lange gebraucht und sie mir auch von niemandem wegnehmen lassen. Vor allem meine Therapeutin ist damit zum Glück sehr behutsam umgegangen.

Das Problem war einfach, dass die Hoffnung – neben all den anderen Gefühle wie Erstarrung, Erschütterung, Fassungslosigkeit etc. – mich lange blockiert hat. Irgendwie hatte ich das Gefühl, ich kann nur entweder weiterhoffen oder weitergehen. Ich hatte Angst, dass weitergehen bedeutet, nicht mehr mit meinem Ex-Freund verbunden bleiben zu können. Ihn ganz zu verlieren. Weil es die Trennung so zementiert. Ich musste lernen, dass es sowohl als auch sein darf.

Mit der Zeit – und wenn man sich vielleicht auch noch ein paar weitere Zurückweisungen abgeholt hat, wie ich – gelingt es dann immer besser, den Griff etwas zu lockern und sich nicht mehr so verzweifelt an etwas zu klammern, was man sowieso schon verloren hat.

Aber eben – dieser Prozess braucht Zeit.

Und die wird einem in der heutigen, schnelllebigen Zeit leider nicht von überall her zugestanden. Da kommen dann eben manchmal Aussagen wie sie auch Milagro erwähnt: „Das muss doch jetzt mal langsam wieder gut sein.“

Bei unserem letzten Telefonat vor neun Wochen hat mein Ex mich auch immer wieder in diese Richtung zu reden versucht. „Kannst du nicht auch die Chancen sehen, die sich dadurch auch für dich eröffnen?“ Und als ich gesagt habe, dass ich noch viel Zeit brauchen werde, bis ich mich nicht mehr so wund fühle und mich auch wieder jemandem öffnen kann, meinte er: „Aber es ist doch schon so viel Zeit vergangen.“

Für mich ist ein Mensch nicht einfach ersetzbar. Mir geht es nicht darum, einfach wieder jemanden zu haben. Ich habe keine Mühe damit, alleine zu sein, alleine zu wohnen. Ich bin allein, aber nicht einsam. Mir geht es um diesen Menschen, den ich verloren habe. Um alles, was zwischen uns mal war und um alles, was zwischen sein könnte. Es ist so vieles, von dem ich Abschied nehmen und das ich loslassen muss.

Und das alles geschieht in genau der Zeit, die ich dafür brauche. Es gibt nicht den Masterplan für das Trauern, an dem wir uns doch bitteschön alle orientieren sollen. Der uns sagt, wie lange und wie intensiv wir trauern dürfen. Wir alle trauern in unserem eigenen Tempo. Es dauert so lange wie es dauert.

Und wenn dein Umfeld gerade nicht auf deine Gefühle, Bedürfnisse oder auch Grenzen achtet, dann ist es umso wichtiger, dass du selbst das tust. Vielleicht ist gerade das etwas, was du lernen kannst und auch sollst in dieser Zeit: Für dich zu Sorgen und darauf zu achten, dass deine Grenzen nicht überschritten werden. Und wenn du merken solltest, dass du dafür Unterstützung brauchst, dann hol sie dir unbedingt! Denn auch wenn man der Trauer Raum geben darf: Dauerhaft völlig in der Trauer zu versinken, ist natürlich auch nicht das Ziel.

Was die Zukunft betrifft – die Frage, ob wir wieder lieben und vertrauen können werden:

Auch wenn es zur Zeit furchtbar weh tut, so bin ich doch froh, dass ich so tief empfinden kann. Denn mit genau dieser Intensität werde ich auch die schönen Gefühle wieder fühlen können, wenn die Zeit dafür da ist.

Und das wirst du auch!

Du schreibst ja auch:


Du wirst gar nicht anders können, als wieder zu lieben! Das musst du jetzt noch nicht glauben – das kommt von alleine!

Auch bei dir, Minopolis!

"Mach den ersten Schritt im Vertrauen. Du brauchst nicht den ganzen Weg zu sehen. Mach einfach den ersten Schritt."
(Martin Luther King jr.)

Und nach dem ersten machen wir den nächsten. Und dann den nächsten……

Milagro, zwei Wochen sind noch keine Zeit. Hab Geduld mit dir und Vertrauen in dich, in das Leben und in den Heilungsprozess, in dem du bereits mittendrin steckst!

Twinky, in deinem Sinne:


Ich hoffe, meine Worte machen einigermassen Sinn. Kann das gerade nicht so einschätzen.

Mein Stand ist etwa heute Mittag.....den Rest muss ich noch nachlesen. Ihr seid ja ganz schön fleissig.

Aber ich schreibe auch von der Arbeit aus und war heute noch nicht wirklich produktiv. Jetzt muss ich mal versuchen, den Kopf für ein paar Stunden noch eigermassen bei der Sache zu haben.

Bis später also.

Noch kurz eine Runde Gruppenkuscheln?

Wir schaffen das!

x 4 #13159


R
Minopolis, Neja:
Heute fühlt sich der Schmerz einfach nur besonders intensiv an. Ich bin auf der Arbeit, kann aber kaum die Tränen zurückhalten. Ich habe mich immer für stark gehalten, aber jetzt bin ich ganz schwach und zerbrechlich. Und irgendwie fühlt es sich an, als ob ich versagt habe, als ob es meine Schuld ist, dass er mich nicht mehr liebt. Die ganze Zeit kreisen meine Gedanken darum, was ich hätte anders machen können. (Obwohl ich - rein rational - weiß, dass das total dumm ist und dass er auch seinen Anteil daran hatte.)

#13160


L
Ivy... herz Ich lasse dich einfach künftig meine Gedanken und Gefühle schreiben... Emo schlau bist Du- wie ein Fuchs Kuss geben zwinkern

#13161


Skyline
Hi an alle Traurig

Ich habe gerade voll den absturz gleich feierabend und weiss nicht was ich mit meiner zeit anfangen soll : seufzen / traurig
null plan kopf gegen die wand

#13162


N
Zitat von Skyline:
Hi an alle Traurig

Ich habe gerade voll den absturz gleich feierabend und weiss nicht was ich mit meiner zeit anfangen soll : seufzen / traurig
null plan kopf gegen die wand


Bar, Bowling, Serien, Fernsehen, Sport (Schwimmen, Fitness, Jedermannsport), Kino, Was schönes Kochen

Your choice

#13163


Z
Zitat von Skyline:
Hi an alle Traurig

Ich habe gerade voll den absturz gleich feierabend und weiss nicht was ich mit meiner zeit anfangen soll : seufzen / traurig
null plan kopf gegen die wand


Komm in den Norden, wir trinken einen daumen hoch

#13164


N
Zitat von rory:
Minopolis, Neja:
Heute fühlt sich der Schmerz einfach nur besonders intensiv an. Ich bin auf der Arbeit, kann aber kaum die Tränen zurückhalten. Ich habe mich immer für stark gehalten, aber jetzt bin ich ganz schwach und zerbrechlich. Und irgendwie fühlt es sich an, als ob ich versagt habe, als ob es meine Schuld ist, dass er mich nicht mehr liebt. Die ganze Zeit kreisen meine Gedanken darum, was ich hätte anders machen können. (Obwohl ich - rein rational - weiß, dass das total dumm ist und dass er auch seinen Anteil daran hatte.)


Pffff, Versager! Du spinnst wohl! böse
Wenn hier was versagt hat, dann sind´s die Gefühle. Seine Gefühle für dich, ganz offensichtlich. Sie haben eben nicht ausgereicht.
Die Schuldfrage stellt sich auch nicht. Niemand trägt Schuld! Ihr habt euch in unterschiedliche Richtungen entwickelt und verschiedene Vorstellungen vom partnerschaftlichen Leben.
Schwach und zerbrechlich zu sein macht dich menschlich. Schwäche zeigen zu können, bedeutet Stärke.

Stärke und Schwäche sind kein Widerspruch.
Denn immer zeugt es von Stärke,
Schwäche zu zeigen und dazu zu stehen.
trost spenden

#13165


K
Twinky, Denise, Danke! (: Ich halte euch auf dem Laufenden.

rory - Zu einer Trennung gehören immer zwei! Diese Gedanken, dass man sich allein die Schuld gibt, machen einen kaputt. Natürlich hätte man eventuell Dinge anders machen können. Aber das ist Vergangenheit. Und du musst dich nicht schlecht fühlen, weil du schwach bist. Das ist jeder mal. Und deine Tränen sind keine Schwäche. Lass dich mal drücken trost spenden

Skyline, ruf Freunde an und frag, ob sie spontan Zeit haben. Und dann kocht ihr vllt was Schönes, geht ins Kino, quatscht einfach nur ein bisschen oder geht was trinken. Raus mit dir trost spenden

#13166


M
Rory Auch wenn du es schon weißt, ich sag es nochmal, damit du es auch schwarz auf weiß lesen kannst: Du bist nicht Schuld. Stell dir überhaupt nicht erst diese Schuldfrage, akzeptier einfach, dass er keine Gefühle mehr hat und mach das Beste aus der Situation. Tu dir was Gutes! Jeder hat mal diese miesen Tage, hauptsache ist, dass sie weniger werden und die guten Tage häufiger. Du schaffst das. Geh einfach früh ins Bett, dann ist der Tag auch eher vorbei. trost spenden

Zupra Nicht so viel trinken! Du machst dich damit selber kaputt! Es ist vollkommen in Ordnung (gerade als Student), am Wochenende oder eben auch unter der Woche mal mit Freunden feiern zu gehen, ordentlich einen übern Durst zu trinken und einfach mal abspacken in der Kneipe/Disco/Club... Hab ich auch gemacht und es hat gut getan. Aber nicht zu Hause alleine trinken, dass zieht dich nur noch mehr runter! Dann geh lieber zum Sport oder räum auf, sortiere alte Uni-Unterlagen oder sonst irgendwas. Danach fühlt man sich oft auch ruhiger, weil man was "sinnvolles" getan hat.

Ivy Du hast vollkommen Recht, was die Vertrauenssache angeht. Eigentlich weiß ich ja auch, dass das schon wieder kommt. Problem bei mir ist nur, dass ich sowieso sehr lange brauche, um mich auf etwas einzulassen und nach jeder Trennung dauert es bei dem neuen Partner noch länger. Aber ich bin mittlerweile auch soweit, dass ich darüber sogar froh bin, denn ich möchte mich auch überhaupt nicht mehr Hals über Kopf in irgendetwas hineinstürzen, dafür wurde ich zu sehr verletzt (von sehr guten Freunden und eben dieser Beziehung). Ich denke bei mir ist der Selbstschutzmechanismus ganz sinnvoll. Er schützt mich vor der rosaroten Brille etc.

Und danke für das Lied, das macht gute Laune Smile

skyline Dann mach etwas, was dir Spass macht, oder du schon immer tun wolltest, aber nie Zeit dafür hattest. Nutze deine Zeit Smile

#13167


Skyline
Zitat von Zupra:
Zitat von Skyline:
Hi an alle Traurig

Ich habe gerade voll den absturz gleich feierabend und weiss nicht was ich mit meiner zeit anfangen soll : seufzen / traurig
null plan kopf gegen die wand


Komm in den Norden, wir trinken einen daumen hoch


Ja wäre toll ein Freund hat gerade eben zugesagt gehe mit ihm einen Kaffe trinken und danach nach Hause was essen Glücklich
Toll wenn mann solche freunde hat Glücklich

Ich wünschte nur das ich das alle mit meiner EX machen könnte Traurig
Ich wünsche euch allen einen schönen Abend bis später bin immer ein stiller leser ihr muntert mich schon nur auf wenn ich euch so anhöre es tut wirklich gut nicht alleine zu sein Glücklich
DICKER FETTER KUSS AN EUCH ALLE Kuss geben gruppenkusscheln

#13168


M
@Ivy: Du hast das wunderbar geschrieben.

Und in kurz zum Thema Vertrauen ein Vergleich, den ich gerne mal anbringe:
Wenn ich mit dem Fahrrad gestürzt bin und mir wehgetan hab, dann setzt ich mich irgendwann trotzdem wieder drauf. Erst fahr ich vielleicht noch langsam und ein bisschen wackelig aber nach einer Weile geht es wieder gut oder sogar besser, weil ich gelernt habe umsichtiger und vorrausschauender zu fahren. So isr das. Momentan hab ich zwar noch mindestens sowas wie eine emotionale Steißbeinprellung und eine ziemliche Herz-Hirnerschütterung aber sowas heilt mit der Zeit und mit etwas Pflege.

In diesem Sinn uns allen hier eine baldige Radtour im Sonnenschein.

@Skyline: wetterfeste Kleidung an und spazieren oder laufen gehen, ab zum Sport, in die Sauna, mit 'nem tollen Buch alleine schön essen gehen, ins Kino (besser Ballerfilm als Liebesdings), mit Freunden oder Kumpels auf ein Getränk, mit Decke und Kakao auf's Sofa und bisschen in die Glotze gucken, Badewanne mit Hörspiel, ein Möbelstück neu streichen und dafür vorher in den Baumarkt und die tollste Farbe und 'n Profipinsel kaufen, Eis essen. Ist was dabei? Brauchst du mehr Vorschläge?

#13169


M
@skyline: Das freut mich für dich. Dann genieß jetzt deinen Abend und hör auf an deine Ex zu denken! Männerabend ist doch auch mal was schönes und ganz ohne schlechtes Gewissen, weil die (Ex)-Freundin ja zu Hause warten könnte oder das Handy die ganze Zeit klingelt. Seh's positiv!

#13170


A


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