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Wie geht es euch mittlerweile?

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@marco82: Ich weiß, es fühlt sich so an, als könnte es nie aufhören, aber es wird besser. In ganz kleinen Schritten. Versprochen!

@alle: ein heißes Bad mit Lavendel ist momentan meine Wahl zur Selbstsorge

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es tut so weh wenn man der großen liebe einfach nur mehr egal ist,danke else die1 aber is das noch normal?es tut sich nichts jeden tag die selbe schei. trauer ok es ist erst 2 wochen her aber trotzdem,jeder tag is ne quahl

#2072


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Wie geht es euch mittlerweile?

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Hallo Ihr lieben Leidensgenossen,
ich habe mich heute hier angemeldet, da ich nach der Trennung durch meinen Freund vor 4 Wochen im Netz nach Hilfe/Ratgebern gesucht habe..
Ich habe hier im Forum schon ein wenig quergelesen und klinke mich mal mit meiner ersten Nachricht hier mal ein. Mein Ex-Monster hat sich nach 3 Jahren Partnerschaft von mir getrennt. Für mich kam das ganze aus heiterem Himmel. Keinerlei Vorahnung. Natürlich hatten wir unsere Höhen und Tiefen, wir sind unterschiedliche Charaktere - er eher rational gesteuert, ruhig, besonnen und strukturiert. Ich - der Bauchmensch, sensibel und emotional.
Aber gerade auch durch die Gegensätze haben wir uns sehr gut ergänzen können. (Dachte ich) Missverständnisse und Verletzungen - die gab es auch in diesen 3 Jahren.
Aber diese Partnerschaft und dieser besondere Mann war meine Heimat, mein Zuhause, meine Akku-Station, Zukunft, Wärme…Wir sind sehr viel gereist in diesen Jahren, ich habe so viel neues entdeckt in einer Partnerschaft, was mir in vorherigen Beziehungen unbewusst oft gefehlt hat.
Und dann besagter Tag vor 4 Wochen: Peng, Aus und Vorbei…Er liebe mich nicht mehr, es reiche einfach nicht mehr aus, er sei nicht mehr glücklich. So im Großen und Ganzen der Kontext. Komischerweise habe ich die erste Woche der Trennung, entgegengesetzt zu einigen anderen hier, halbwegs funktioniert, fühlte mich zwar wie in einer Blase, aber habe mir eingeredet, es geht auch ohne ihn weiter. Im Nachhinein denke ich, ich habe zu diesem Zeitpunkt gar nicht realisiert oder den Ernst der Trennung verkannt.
Nach ca. 1,5 Wochen hat es mich dann total zerrissen. Der ganze geballte Schmerz, schlaflose durchgeweinte Nächte, Tränen im Auto, Tränen im Job, Tränen im Cafe – plötzlich und ohne Vorwarnung.
Vor 6 Tagen dann, eine impulsive Handlung, es ging mir verheerend an diesem Abend und dann war sie abgeschickt: die SMS an ihn. (Wir hatten bis dahin seit der Trennung keinen Kontakt mehr). Es gab ein wenig unbedeutendes Blabla und am nächsten Abend ein Telefonat in dem ich mir in Treffen „erbettelte“.
Schon als ich ihn kommen sah, wusste ich das das Ganze ein Fehler war. Er war auffällig gut gelaunt, fröhlich, freudestrahlend und attraktiv wie selten. Habe dann bei Wein versucht das Thema schnell auf unsere Trennung zu lenken und nach einigen Hin und Her nach einer evtl. neuen Partnerin gefragt. Und dann nach längerem Bohren meinerseits und ziehen und winden seinerseits war es dann raus. Mein „besonderer“ Mann ist wieder mit einer früheren „Ex“ nun-nicht-mehr-Ex zusammen. Sie war nicht meine Vorgängerin und die beiden waren damals um die 9 Monate ein Paar, er hatte sie verlassen. Keine Frau die er groß erwähnt hatte in de3r Vergangenheit – eher unbedeutend gefühlsmäßig – dachte ich. Kontakt gibt es seit 2 Monaten (seine Aussage) und auch sie hat sich vor ein paar Wochen von ihrem Freund getrennt. Sie gibt ihm etwas was er an uns vermisst hat oder mir…
Nun habe ich mein „aus heiterem Himmel“. Ich kann ihm komischerweise nicht böse sein, ihn nicht ablehnen oder wütend sein, nichts dergleichen. Evtl. überraschen mich diese Gefühle dann später, im Moment will ich sie auch nicht haben. Nun habe ich realisiert, er wird nicht mehr zurückkommen, er hat das auch mehrfach betont. Ich weiß natürlich, das so etwas passieren kann, aber der Schmerz zerreißt mich so sehr, ich fühle diesen seelischen Schmerz derart körperlich. Ich bin so unendlich traurig und diese verzehrende Sehnsucht.
Nie wieder, nie wieder, nie wieder …das ist alles was ich denken kann und dieser Gedanke ist kaum aushaltbar bzw. unerträglich. Aber das wisst ihr ja alle selbst. Womit ich schwer klar komme, wie rational er mich entsorgt hat und gleichzeitig die schnelle Verliebtheit.
Ich habe den Eindruck, ich habe nichts in seinem Herzen hinterlassen, keine Spur, alles ausgelöscht – das verletzt so sehr. Nun sind es 4 Wochen und mein Zustand wird eher schlechter als besser. Das ganze Programm: Selbstmitleid, Ziggis ohne Ende, Schlaflosigkeit, Weinkrämpfe, wenig Nahrung, kein Interesse an Irgendetwas. Ich weiß, ich hatte auch ein Leben vor ihm und werde auch eines danach haben, aber ich kann es nicht umsetzen in die Praxis, ich fühle mich völlig unfähig und gelähmt diese Gedanken an ihn zu unterbrechen..
Ich will da raus aus diesem Elend, aber ich habe Angst vor diesen Gefühlen, kann es noch schlimmer werden frage ich mich…
Danke wenn ihr bis hierher gelesen habt, ich würde mich freuen mich hier mit euch auszutauschen, Mein Umfeld ist eher klein und sehr überschaubar, macht das Ganze auch nicht besser.

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E
@marco82: also, mir geht es imme rnoch so und bei mir sind es 9 Wochen her. Also ja, mir scheint es normal. Die ersten 6 Wochen waren genauso, wie Du es beschreibst. Und ganz behutsam komme dann kleine Atmenpausen des Schmerzes, zuerste ganz selten und leise, dann immer länger und deutlicher. Das heißt nicht, dass man sich dann glücklich oder gut fühlt, einfach nur, dass die Schmerzen nicht mehr in eins durch gehen und allen Platz einnehmen.

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E
@Tieftraurige: Willkommen

Dieses Gefühl, keine Spuren hinterlassen zu haben, d.h. quasi wertlos für den Partner gewesen zu sein, kenne ich auch. Aber wenn jemand so schnell und übergangslos weiterzieht, gerade jemand, der sich selbst als rational wahrnimmt und vielleicht nicht so viel Zugang zu seinen Gefühlen hat, läuft da hinter der Bühne immer auch noch was ab, was Du nicht siehst und er Dir auch nicht sagt. Er will die Beziehung nicht mehr, dass musst Du akzeptieren, alles andere wäre Selbstquälerei. Aber das heißt nicht unbedingt, dass er keine Gefühle für Dich und eure drei gemeinsamen Jahre hat. Vermutlich ist seine Art die einzige, die er kennt, um mit Trennungen umzugehen. Lass Dich davon nicht in Frage stellen.

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I
@marco tieftraurig: es wird irgendwann besser. Aber es DAUERT leider. Ich habe nun schon 6 Monate nach der Trennung hinter mir u ich leide hier u da immer noch sehr darunter. Aber wie Else schon sagt, es wird weniger.. Es gibt längere Zeiträume ohne Trauer.. Ohne kopfkino..
Ob es jemals ganz aufhört.. Keine Ahnung! Ich hoffe!

Die Verletzungen sind so tief. Ich möchte einfach nur das es aufhört zu schmerzen.
Das es mal einen ganzen Tag ohne Gedanken gibt..

Irgendwo da draußen gibt es die Person die uns zu schätzen weiß.
Die uns nicht einfach weg werfen nur weil das neue mehr kribbelt.
DAS IST ZUMINDEST MEINE HOFFNUNG! MEIN ANKER!

Wie war das mit der Zeit?
Heile... Los ......

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B
am besten so schnell wie möglich...sonst gehen wir irgendwann nochmal drauf vor lauter kummer

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T
@ Else
Danke Du hast es auf den Punkt gebracht...Gefühlsmässig gibt es da einige Defizite was ihn angeht bzw. seinen Umgang damit. Ich muss mal bei Dir lesen, 9 Wochen ok...Wie geht es Dir damit?

Letztendlich ohne die andere Person, wären wir evtl. noch ein Paar. Ver-rückt das Ganze, man wähnt sich in einer vermeintlich glücklichen Beziehung - einer die einer unbesiegbaren Festung gleicht und nun habe ich das zusätzliche Gefühl, ich kenne ihn garnicht. Das stellt die ganze Liebe in Frage. Nun weiß ich die ganze Wahrheit, ich denke es hilft mir, besser abzuschließen. Fühlst sich zwar mehr hart an, aber ich bin jemand, der lieber alles weiß, auch wenn es sich jetzt so heftig anfühlt.
Trotz allem würde ich so gerne Kontakt zu ihm halten zu einem späteren Zeitpunkt - jetzt zumindest ist das mein Wunsch - kann sich noch ändern.
Voraussetzung: Ich bin wieder gefestigt oder in einer neuen Beziehung. Das wird Zeit brauchen. Ein no-go wäre irgendwann ihn zu treffen, wieder in den Honigtopf zu fallen und an ihm naschen zu wollen, während er ein glückliches Leben mit seiner Ische führt.
Ich würde am liebsten die Zeit der Trauer in einem langen tiefen Schlaf verbringen, ich hab Angst vor diesen Gefühlen die mich so überwältigen und diese Geduld das ganze durchzustehen....Wie viele Tage noch diese unendliche Traurigkeit?
Könnt ihr euch hier schon neue Flirts vorstellen bzw. mit dem Gedanken an eine neue Liebe befassen? Das ist für mich noch so weit weg...

@ ImGedanken: 6 Monate.....Wir schaffen das - das denke ich auch..ich
denke da auch in Richtung Lektionen die wir leider lernen müssen um uns weiterzuentwickeln und Wachstum zu erreichen und noch besseres auf uns wartet. Das ist etwas woran ichmich festhalte...

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L
Mir tut grade ein wenig der Kopf weh. Liegt wohl am Regenwetter. Na ja, ich bin grade sehr nachdenklich. Weiß auch nicht... die Arbeit mach ich einfach nur damit ich nicht arbeitslos bin (das ist das Letzte was ich grade brauche). Es gibt schon Momente wo ich wieder lachen kann und wo's mirs auch gut geht, aber es erfüllt mich irgendwie nicht mehr so richtig und ich mach jetzt schon wirklich alles mögliche nur um mich irgendwie am Leben zu erhalten. Was mach ich bloß falsch? Ich geh raus, treff mich auch mit Leuten, rede viele, unternehme was, tu was für mich, tu eigentlich alles was man in so einer Situation tun sollte... aber ich fühl mich innerlich immer noch so tod und leer. Natürlich kann man das alles nicht beschleunigen, aber es macht mich einfach unglücklich wenn ich sehe, dass einfach nichts bringt. Ich versteh mich selber nicht mehr und sehne mich teilweise echt nach der Vergangenheit, nach der Zeit wo ich noch wusste was ich wollte... aber jetzt grade? Ich weiß auch nicht. Freilich weiß ich wie ich dann später beruflich weitermache, aber für mich selber? Ich hab keine Ahnung. Fühl mich da irgendwie verloren in dieser Leere.

#2079


E
@tieftraurige: mir geht es nicht besonders gut. Die Welllenbewegung zu manchmal etwas besser ist zwar leicht bemerkbar aber letztendlich fühle ich mich sehr verwundet und emotional labil. Auch Alltagsbewältigung zäht momentan nicht zu meinen Kernkompetenzen. Meine gesamte Geschichte ist etwas kompliziert und verrückt, und leider auch nicht ohne Veranwortung meinerseits an dem Desaster.

Ich kann mir momentan nur selten vorstellen, überhaupt irgendwie sinnvoll weiterzuleben, geschweige denn jemals wieder eine Beziehung einzugehen.

#2080


E
Zitat von tieftraurige:
Ich würde am liebsten die Zeit der Trauer in einem langen tiefen Schlaf verbringen, ich hab Angst vor diesen Gefühlen die mich so überwältigen und diese Geduld das ganze durchzustehen....Wie viele Tage noch diese unendliche Traurigkeit?


Ja, so geht es mir auch heute. Er hat mich heute angerufen, nachdem ich ihn gebeten habe, mit mir organisatorische Dinge per SMS zu klären. Und dann war das Loch wieder da... Ich hasse es, seine liebe Stimme zu hören...

Zitat von tieftraurige:
Könnt ihr euch hier schon neue Flirts vorstellen bzw. mit dem Gedanken an eine neue Liebe befassen? Das ist für mich noch so weit weg...


Ja. Ich weiß was ich will: eine Familie. Ich möchte das Gefühl haben, für jemanden die Welt zu bedeuten... Ich komme alleine zurecht und bin auch in einigen Momenten relativ zufrieden mittlerweile, aber eben nicht glücklich. Ich träume nachts von unbekannten Gesichtern, von Wärme und von Nähe. Das wünsche ich mir, aber ich möchte auch mal gefunden werden. Bis jetzt habe ich immer den ersten Schritt getan und bin letztendlich immer auf die Nase gefallen. Deshalb möchte ich dieses Mal auch nicht Suchen. Ich unternehme viel mit Freunden, wenn es die Zeit (und mein Kind) zulässt und hoffe, dass da irgendwann jemand kommt, der mich von ganzen Herzen liebt... Geduld...

#2081


G
ich könnte heute nur
ich fühle mich grade wie in der ersten Woche. Sie ist seit Sonntagabend nonstop in meinem Kopf und lässt keinen klaren Gedanken zu. Arbeit war eine einzige Katastrophe, zu Hause laufen die Tränen ohne Ende.
Ist einfach zu viel passiert in den letzten Tagen. Ich hoffe das geht schnell wieder vorbei

#2082


L
@ganzneuhier: Ich kämpfe auch immer mit dem Kopfkino.
Meist an einem sehr unpassenden Zeitpunkt. Das mit der Arbeit ist auch hart. Kann dich verstehen.
Mir gehts zwar schon besser, aber meine Laune ist grade auch heftigst am Schwanken.
Ich fühl mit dir

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E
Scheint gerade in der Luft zu liegen. Mir sitzt seit Dienstag abend auch eine Art Gollum auf der Brust und drückt und drückt. So fühlt es sich auf jeden Fall an. Die Tränen sitzen wieder recht locker und die Erinnerungen lauern direkt hiner den Stirnlappen.

Fühle mich, wie in der Hölle: Einsamkeit, Reue, Schuldgefühle, Sinnlosigkeit und Hofnungslosigkeit, wähernd in Sichtweite mein Ex im Licht sein neues Leben aufbaut und voller Vorfreude auf alles was da kommt ist. So stelle ich mir die Hölle vor.

#2084


E
@ ganzneuhier: Liegt wahrscheinlich auch am Kontakt?! Ist ja bei einigen hier nicht so umgänglich...

Mir geht es auch jedesmal besch...eiden, wenn ich ihn gehört, gesehen oder eine blöde SMS mit Smilie bekommen habe und da das relativ häufig passiert...
Aber ich fange mich mittlerweile schneller wieder, als in den ersten Wochen.
Es wird besser - irgendwann - versprochen ;0)

#2085


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