Laurana
Gast
dieses unendliche Gefühl der Einsamkeit und auch des Abschottens vom sozialen Umfeld (weil Reden gefühlt nicht hilft und die anderen nicht ER sind und die Hilflosigkeit des Umfeldes auf den Kummer zusätzlich belasten kann) kommen mir sehr bekannt vor. Ich kann dir kein Rezept geben- das erwartest Du auch nicht, ich weiß. Um ehrlich zu sein, kann ich mich an die ersten Monate der Trennung gar nicht mehr erinnern. war eher wie ferngesteuert unterwegs, geprägt von starker innerer Unruhe und starker Ziellosigkeit geapaart mit Hoffnungslosigkeit. Mit der Frage Diese Liebe fühlte sich so groß an...wie wir miteinander waren ein so großer Schatz... Wenn das zu Ende geht, und das geht es doch iwie meistens, warum der ganze Schei.ß überhaupt? Aber diese Gedanken habe ich weitestgehend losgelassen. Wenn´s mich jetzt überkäne (emotional), dann würde ich mich nicht verschließen. Was jedoch geblieben ist, ist dass ich mehr Zeit für tiefe Gefühle brauche- und um ehrlich zu sein, finde ich das ganz gut. Nicht einfach reinstürzen, sondern nachspüren wie sich das anfühlt.
Zu dir meine Liebe:
Ich habe mich gezwungen ein paar Standards einzubauen- einmal täglich bei einem lieben Menschen anrufen und dies auch mit dem Umfeld besprechen (es ist wichtig, dass deine Lieben um deinen Zustand wissen- Scham ist hier nicht angebracht), 2-3 mal bewegen (Schwimmen, Laufen, Radfahren, Hometraining, irgendwas!), Lesen über Ablödungsprozesse bzw. auseinadersetzung mit mir selbst (Mit Buddha durch die Trennung und Tom Holmes). Das Motto Gefühle sind wie Besucher- sie kommen und gehen hat mir sehr geholfen. Eine zeitlang habe ich nicht geglaubt jemals wieder aus dem Loch kommen zu können- und vielleicht darf man auch mal hoffnungslos sein...? Dass Du dich nicht mehr spüren kannst ist ein wichtiger Hinweis, den Du Ernst nehmen solltest- sowas passiert ja häufig, wenn sich in der Vergangenheit mehr um andere als um einen selbst gekreist wurde. Im Ansatz kenne ich das Gefühl auch. Nimm diesen Zustand als Chance dich intensiv mit dir zu beschäftigen. Wenn Du möchtest, könntest Du dir auch überlegen dir noch extern UNterstützung zu nehmen- mir hat das sehr geholfen.
ich drücke dich feste! Und möchte dir Mut machen mehr zu schreiben- grad wenn´s dir schlecht geht. Auch wenns immer das Gleiche ist, iwann wird sich der Knoten lösen und Du wirst was neues schreiben können. Aber erstmal ist es, wie es ist!