Verarbeitender
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ja es ist eine Achterbahnfahrt, und es wäre ganz gut, wenn man die Tiefen rausnehmen könnte, leider geht das wohl schon rein physikalisch nicht.
Und liebe Rosenblüte: ich hatte vor gut 14 Tagen meinen Hochzeitstag und habe ihn überlebt. Habe diese Gelegenheit aber auch ganz bewusst genützt, um ein sog. Trauerritual (guck mal bei Doris Wolf) durchzuführen. Einfach sich ganz lange Zeit nehmen (wenn es geht) und ganz bewusst sich an die schönen Momente, Bilder, Erinnerungsstücke etc. der Ex-Partnerschaft erinnern.
Das ist quasi ein Trick mit Selbstüberlistung: denn das Ziel ist den Körper auszutrauern/auszuheulen. Irgendwann (nach ein paar Stunden) ist der Tränentank leer, dann kann man einfach nicht mehr und es stellt sich eine gewisse Erleichterung ein. Danach darf man dann wieder auch an die negativen Seiten der Partnerschaft denken. Wenn das von Zeit zu Zeit weiterpraktiziert wird, wird man sehen, dass der Tränentank viel schneller leer geht, als beim Mal zuvor.
Die (Küchen)psychologie dahinter ist wohl, dass man normalerweise unkontrolliert trauert, dabei sich jedoch nicht austrauert und der Tränentank permament aufgefüllt wird und sich an diesen Zustand gewöhnt. Trauerrituale gewöhnen dann erher an den Leerzustand.
Ausprobieren kann nicht schaden und solche Jahrestage bieten sich dafür gerade an...
Ansonsten würde ich auch sagen, dass der Einhornwind nicht ganz verweht ist, denn es bleibt wohl bei uns auf jeden Fall die Erinnerung daran. Und das gibt mir Hoffnung und Euch vielleicht auch; nämlich das wir uns daran erinnern können, dass wir in den letzten Tagen haben schmunzeln können und vielleicht bzw. hoffentlich auch mindestens einmal oder mehrmals gelacht haben.
Wie Neja mal sagte: es steckt in uns! Ist aber durch unsere aktuelle Situation fast immer tief mit einem SChmerzmantel zugedeckt.
Aber wir können stolz auf uns sein, dass wir es gemeinsam wieder rausgekitzelt (im wahrsten Wortsinn) haben. So wie das bei kleinen Kindern (und in meiner Situation fühle ich mich auch manchmal so) auch funktioniert, wenn sie mal wieder schmollen: einfach mal durchkitzeln, dann sieht die Welt schon wieder besser aus.
Also, lasst uns des öfteren hier verbal durchkitzeln. Auch wenn uns dazu meistens nicht zumute ist (weil wir meistens nicht anders können als schmollen, denn die Situation in der wir stecken, WOLLTEN wir so NICHT!
), aber die Wirkung ist die gleiche und tut einfach gut!

Außerdem bin ich diese ganze Trauer leid. Irgendwie kommt das echt von selbst, was mich sehr überrascht. Ich weiß ja nicht wie es bei denen war, denen es schon besser geht, aber man fängt von sich selber an das alles zu akzeptieren und einfach im Leben weiterzumachen.
, was kann ich dazu beisteuern, dass du heute auch noch zu einem Lächeln kommst? Du bist mir all die Zeit doch sehr ans Herz gewachsen und ich würde dich immer gern in die Arme nehmen, wenn es dir mal wieder schlecht geht.