Zitat von Laurana:Liebe Neja,
ja- die Lockrufe kenne ich :cry: Umso schöner, dass Du jem. gefunden hast, der dich aufgefangen bzw. aufgepeppelt hat und Du das zulassen konntest! :) (Wobei nun vermutllich ALLE neugierig sind, wer der/die geheimnisvolle Unbekannte/r ist, der/die mentale Leben retten kann :wink: )
Ich war zwei Tage mit meinem besten Freund im Harz- das war sehr sehr schön und tat mir unglaublich gut...Habe grad nicht das Gefühl, dass meine aktuelle Phase noch sehr eng an meinen Exfreund gebunden ist. Für mich geht es viel um die Auseinandersetzung mit dem Thema alleine sein...und das genießen können...Muss man alleine glücklich sein können...? Darf es vielleicht einfach sein lieber verliebt oder in Beziehung zu sein? Ist Mann/Frau dann in sich selbst grundsätzlich zu abhängig oder kann sich die Gegenfront (Überzeugte Singles) einfach nicht fest binden...? Sehr zugespitzt und schwarz weiß- ist mir bewusst- aber in die Richtung bewegen sich meine Gedanken...Wer will ich sein...und dann realistisch betrachtet- wer bin ich denn... Was geht- was geht nicht... Fühle mich deshalb auch nicht mehr so ganz richtig hier, weil´s so ab von meinem Ex und der ganzen Trauer ist. Ich bin gespannt wo sich das (ich) hinentwickelt.
Prost!
Hallo Laurana,
hier kommt man ja gar nicht mehr dazwischen. :wink:
Wollte aber doch noch was dazu sagen.
Hmm, Du meintest, Du fühlst Dich nicht ganz richtig hier, mit Deinen Gedanken, die Dich gerade bewegen. Ich glaube schon, dass das immer noch zum Thema gehört. Immerhin hat uns die Trennung ja meistens erst dazu gebracht, den bisherigen Sinn in Frage zu stellen. Die eigene Zukunft war ja meist an den Partner gekoppelt, d.h. man hat auf eine gemeinsame Zukunft gebaut und so den Sinn seines eigenen Lebens definiert.
Jetzt sind wir auf uns allein gestellt und müssen uns erst einmal wieder selbst finden und uns Gedanken über unseren eigenen Weg machen, und das ist halt nicht so leicht.
Und die Fragen, die Du Dir stellst, gehen mir und vielen anderen hier wohl ähnlich im Kopf herum, werden aber auch beeinflusst von den Schmerzen, die wir erlitten haben. Und die Fragen sind auch nicht schwarz/weiss, eher im Gegenteil, denn sonst wären ja auch die Antworten ganz einfach, sind sie aber nicht.
Ich bin ja mittlerweile ein Fan von Robert Betz geworden (kann wahrscheinlich keiner mehr von Euch hören), da werden genau die Fragen gestellt und er versucht da einige Antworten zu geben, ist aber natürlich seine Sicht, kann man annehmen oder auch nicht, bleibt einem selbst überlassen. Falls Dich das interessiert, die freien Vorträge findet man auf Youtube.
Die Quintessenz ist bei Betz genau das was Du als Frage schon formuliert hattest, nämlich dass man erst alleine wieder glücklich sein muss, bevor eine Partnerschaft Bestand haben kann. Ich konnte mich da wiederfinden, und daraus erkennen, woran meine Ehe letztendlich zu ihrem Ende kommen musste. Leider gibt es wohl nicht viele Menschen, die wirklich von sich sagen können, dass sie sich selbst lieben und wertschätzen können, so wie sie sind; und dass sie deswegen keinen anderen Menschen zu ihrem Glück brauchen und deswegen auch gut mit sich selbst auskommen. Aber es sind dann auch genau diese wirklich ihres Selbstwertes bewussten Menschen, die einer Partnerschaft eine gute Stabilität verleihen können und auch die Stärke, um dem anderen Partner bei stürmischer Wetterlage beistehen zu können.
Finde ich einen lohnenswerten Gedanken. Ziel ist es also, sich selbst wieder mit Würde auszustatten, dann klappts auch wieder mit dem "sich im Spiegel anschauen können).
Ich habe vor, für mich genau darauf hinzuarbeiten!
Das wird ein langer Weg, aber ich glaube, er lohnt sich. :daumen:
Und ich habe damit auch wieder ein Ziel vor Augen, also quasi einen Sinn für mein Leben. :daumen:
Alle weiteren Teilziele werden sich daraus ergeben. :daumen:
Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du für Dich erst einmal die richtigen Fragen stellst und dann die passenden Antworten findest! :daumen:
LG! :kuss: :trost: :kuss: