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Wie geht es euch mittlerweile?

S
belle, ja, das denke ich auch. Ich bin aber auch überzeugt davon, dass man nur dann alte Fehler nicht mehr wiederholt, wenn man sich wirklich ehrlich mit sich auseinandergesetzt und etwas in sich selbst verändert hat.

#6871


L
Meine Damen und Herren...es startet- die volle freaky Stunde. Setzt die Sonnenbrillen auf und schwingt das Tanzbein

#6872


A


Wie geht es euch mittlerweile?

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V
Zitat von Wasauchimmer:
Manchmal habe ich wirklich das Gefühl überhaupt gar nicht mehr zu wissen, was jetzt eigentlich das Beste für mich ist.

Ich meine, man soll sich ablenken, aber nichts verdrängen, denn das verlängert nur den Prozess. Man soll den Schmerz bewusst wahrnehmen sich aber nicht hineinfallen lassen. Man soll Kontaktsperre halten, sich aber nichts wegnehmen lassen (gemeinsame Freunde/Aktivitäten).

Und das mit der Kontaktsperre ist ja auch so eine Sache. Ich bekomme das nun schon relativ lange hin, mit Unterbrechung von sich auf Konzerten sehen, hab aber das Gefühl, dass mich das keinen Deut weiter bringt. Ich weiß, dass ich nicht mit ihm reden kann, aber in meinem Kopf mache ich das dennoch ständig.
Und hab das Gefühl, bei diesem ganzen Kontaktsperre Ding und seine Beiträge auf FB auf verstecken (was nur bedingt nutzt, da gemeinsame Freunde, gemeinsame Band-Likes) eigentlich wie ein Kind im Raum zu stehen, mir die Augen zu zu halten und zu sagen du siehst mich nicht nur im umgekehrten Sinne.
Ich mein nur weil ich so wenig wie möglich von seiner Existenz mitbekomme, weiß ich doch trotzdem, dass er jeden Tag aufsteht, atmet, Dinge erlebt. Und ich spüre den Verlust daran nicht teilhaben und ihn nicht an meinem Leben teilhaben lassen zu können auch sehr bewusst.
Ich sehe momentan nicht, dass er mir irgendwie weniger fehlt. Aber er war/ist eben eigentlich auch mein bester Freund und ich weiß nicht wie das okay sein soll. Vorallem nicht bei dem was gerade so abläuft.
Ich hänge fest.
Aber der Tag ist ja zum Glück noch lang.


Hallo Wasauchimmer,

das ist eine treffende Umschreibung der Gefühlsachterbahn, die wir alle kennen und in der viele von uns auch noch (leider) mitfahren.
Es sind diese inneren Widersprüche, die Du beschreibst, die es aufzulösen gilt. Liegt wohl daran, dass sich unsere Seelen in Aufruhr befinden und wir streben einfach wieder ruhigeren Zeiten entgegen, wissen aber nicht, wie wir das anstellen sollen.
Wir werden schön hin- und hergeschaukelt, fühlen uns dem Ganzen manchmal oder ach sehr oft machtlos ausgeliefert.
Tja, wie kommt man da am besten wieder raus?
Die KS ist ja ein gutes Mittel, um wieder Abstand zu bekommen.
Man denkt ja bei Abstand, dass es sich um den Abstand zum Partner handelt. Ist ja eigentlich nicht so, da man ja gar nicht weiss, wo sich der Partner real aufhält. Vielmehr findet der Abstandprozess ja eher in unserem Kopf statt, und das ist genau das eigentlich Wichtige daran.
Das Ganze dient dem Loslassen und ist für die Heilung des Schmerzes und des Leidens sehr wichtig!
Denn, es ist nicht nur der Loslass-Abstand um den es wirklich geht.
Es ist auch die Distanz, die geschaffen wird, um auf sich selbst schauen zu können und die damit zur die zur eigenen Erkenntnis führt. Hört sich jetzt sehr hochtrabend an, ich weiss. Vielleicht bin ich da auch auf dem Holzweg, mir hilft aber diese Sicht.
Mit Distanz meine ich, dass man gerade durch unsere besondere Situation der verletzten Seele auch besonders offen für die eigene Wahrnehmung ist.
Und das ist gerade dass, was Du angesprochen hattest, dass wir bewusst auf uns schauen und gewahr werden, was in uns eigentlich abläuft:
Verdränge ich gerade? Wie fühlt sich das an? Tut es mir gut?
Lenke ich mich gerade ab? Wie fühlt sich das an? Tut es mir gut?
Wie sieht es mit meinen Schmerzen aus? Woher kommen sie?
Durch was wurden sie gerade ausgelöst? Was machen diese Schmerzen sonst noch mit mir? Was passiert, wenn ich sie einfach da sein lasse?
Das scheint die wirkliche Chance zu sein, um in unserer Leidenssituation den Sinn zu erkennen und daran zu lernen, zu erfahren und zu wachsen.
Ich fand Dein Beispiel Deiner Selbstreflektion sehr bezeichnend, mit dem Kind, was sich die Augen zuhält, nur umgekehrt. Hier hast Du Dich wohl sehr gut selbst erkannt.
Und jetzt müssten die Schritte folgen, was diese Situation mit Dir macht.
Möchtest Du Dich weiter so fühlen?
Wenn nicht, wie kannst Du Dich davon befreien? Vielleicht einfach die Augen wieder öffnen und sehen, dass das meiste des ganzen Dramas sich in Deinem Kopf abspielt? Nämlich dass Du den Verlust spürst dass Dein Expartner jeden Tag aufsteht, atmet, und sein (leider) eigenes Leben lebt.
Das findet nur in Deinem Kopf statt, Du quälst Dich mit den Gedanken, wie Dein Partner nun sein eigenes Leben OHNE DICH gestaltet.
Denkst Du in genau dieser Tiefe auch an andere Menschen? Vielleicht könntest Du so ja auch von Deinem zukünftigen Partner denken, so fern er Dir jetzt noch sein mag?

Das Ganze ist alles sehr mühsam und die Zweifel bleiben, ob man sich auf dem richtigen Weg befindet. Aber, es ist Dein eigener Weg, den Du selbst gehen musst. Das Forum kann Dir zwar nicht die richtige Richtung weisen, aber Dir den Gang erleichtern in dem Dir ein wenig Last von der Schulter genommen wird.

Alles Gute auf Deinem Weg!

#6873


E
Ihr Lieben, immer schön weiter schrubben - mein Kopf hat´s nötig! Danke für die lieben Bemühungen!

@verabeitender:vielen,vielen dank für so viel Input!
Du hast Recht, dass immer zwei verantwortlich sind, aber ich fühle mich halt wie das auslösende Element. Einen konkreten Vorwurfsfall gab es nicht, aber ich hätte mir definitiv mehr Bereitschaft zur Auseinandesetzung gewünscht.

Aber offensichtlich habe ich ihn ja voher schon so erschöpft und enttäuscht (ohne dass mir das klar gewesen wäre), dass er dann nicht mehr konnt und/oder wollte. Er behauptet auch, er hätte versucht, mit mir zu reden. Z.T stimmt das auch. Ich habe das alles nicht bemerkt oder bemerken wollen und somit scheine ich mit meiner verdrehten Art das Problem gewesen zu sein.

Seinen einzigen Fehler sieht er selbst darin, meine Probleme mit seinem Job nicht ernstgenommen zu haben (viele Auslandsreisen). Ansonsten scheine ich die Irre gewesen zu sein und irgendwie bestätigt sich das für mich, je mehr ich mich mit meinen Themen auseinandesetzte. ER hat ja jetzt mich schnell ersetzt, mit einer, die mir ja sooo ähnlich ist, aber viiiiel mehr Verständnis hat.

Und ich fange an, diese Sicht zu übernehmen: er ist der Tolle, dem ich nicht das gegeben habe, was er brauchte. Und dessen Geduld und Toleranz ich irgendwann überstrapaziert habe. Nur zwischendurch regt sich der Widerstand gegen diese Sicht. Das kann doch nicht sein? Irgendwas muss er doch auch falsch gemacht haben, sonst wäre es doch nicht soweit gekommen? Ich bin mir doch nicht ohne Grund verletzt und unverstanden vorgekommen?

#6874


W
Danke erstmal für die guten Wünsche und die Kommentare.
Es gilt definitiv daran zu wachsen. Und ich bin schon sehr daran gewachsen.
Und es ist auch nicht so, als ob ich ständig darüber nachdenke, was er macht oder denkt. Ich wüsste eben nur gern wie er zu mir steht, als Mensch, ob er in eigenen Reflektionen noch irgendwelche Erkenntnisse gewonnen hat.. Aber das weiß ich eben nicht und entweder er hat irgendwann das Bedürfnis sich mir in irgendeiner Form irgendetwas betrefffend mitzuteilen oder nicht.
Er fehlt mir eben. Das heißt nicht, dass mein Leben wertlos ist, oder ich keine Zukunft habe. So habe ich nie gedacht und werde ich auch nicht. Aber ich hab den mir wichtigsten Menschen verloren, einen tollen Menschen, und das tut weh.
Hinzu kommt eben die familiäre Situation etc.
Aber ich hab mich gerade ein bisschen gefangen.

Und ich habe viele tolle Menschen in meinem Leben!

#6875


V
Zitat von Else, die 1.:

Es fühlt sich mehr so an, als gäbe es kein nächstes Mal. Ich habe echt kein Beürfnis, so as noch mal zu erleben. Für mich fühlt es sich so an, als hätte sich beziehungstechnisch alles erledigt. Vielleicht finde ich etwas anderes Lebenswertes in meinem Leben, mal irgendwannn... .


Liebe Else,

wer kennt diese Gefühl nicht?
Das Loslassen ist für die meisten von uns noch nicht abgeschlossen,
damit stecken wir immer noch in der alten Partnerschaft und wollen daran festhalten. Wenn wir also in diesem Zustand sind, verweigern wir uns für ein nächstes Mal, weil wir uns das nicht vorstellen WOLLEN.
Auch wenn wir wissen, dass es kein zurück mehr gibt, sind wir immer noch mit der letzten Partnerschaft verstrickt und haben unseren Frieden noch nicht gefunden. Die Verletzungen, die wir erlitten haben sind groß und das wollen wir wirklich nicht noch einmal erleben. Auch dass trägt zum Unfrieden in uns bei!
Dein Ansatz etwas Lebenswertes in Deinem Leben zu finden ist glaube ich gar nicht so schlecht:
Vielleicht könnte das was Du suchst ganz naheliegend sein?
Nämlich vielleicht: Du selbst?
Denn Du bist lebenswert! Und ich bin mir sicher, dass Du auch liebenswert bist! Jeder von uns ist das!
Die Partner, die uns verlassen haben, mögen das anders sehen, sie werden ihre Gründe haben, aber davon sollten wir uns nicht abhängig machen!
Wichtig ist aber, sich selbst wieder lieben zu können und schätzen zu lernen.
Das ist glaube ich auch Deine große Aufgabe!
Viele von uns stehen vor der gleichen Herausforderung!
Wenn wir diese gemeistert haben, sind wir wieder offen für die vielen Möglichkeiten, die uns das Leben bietet. Und auch die Liebe gehört dazu!

Ich wünsche mir, dass Du bald diesen Punkt erreichst!

Wir versuchen Dir dabei zu helfen.

Also, komm wieder rauf zu uns ans Deck! Und hilf uns auch mit Deinem Beispiel, dass Du mutig versuchst wieder auf das Leben zuzugehen!

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E
Zitat von Wasauchimmer:
Danke erstmal für die guten Wünsche und die Kommentare.
Es gilt definitiv daran zu wachsen. Und ich bin schon sehr daran gewachsen.
Und es ist auch nicht so, als ob ich ständig darüber nachdenke, was er macht oder denkt. Ich wüsste eben nur gern wie er zu mir steht, als Mensch, ob er in eigenen Reflektionen noch irgendwelche Erkenntnisse gewonnen hat.. Aber das weiß ich eben nicht und entweder er hat irgendwann das Bedürfnis sich mir in irgendeiner Form irgendetwas betrefffend mitzuteilen oder nicht.
Er fehlt mir eben. Das heißt nicht, dass mein Leben wertlos ist, oder ich keine Zukunft habe. So habe ich nie gedacht und werde ich auch nicht. Aber ich hab den mir wichtigsten Menschen verloren, einen tollen Menschen, und das tut weh.
Hinzu kommt eben die familiäre Situation etc.
Aber ich hab mich gerade ein bisschen gefangen.

Und ich habe viele tolle Menschen in meinem Leben!


Kann gut verstehen, wie Du Dich fühlst! Ich möchte auch ständig wissen, was er wohl über die ganze Sache denkt und dann doch wieder nicht, denn irgendwie habe ich auch Angst davor. Und das er als Mensche fehlt, kenne ich eben so. Andersherum scheint das nicht so zu sein, denke ich dann.

Das Gute ist tatsächlich, dass man in so einet Situation merkt, wem man wichtig ist und dass das manchmal Menschen sind, von denen man das gar nicht gedacht hätte.


@Verabeitender: Du bist wirklich ein Schatz und hast einen guten Blick für das große Ganze. Danke

#6877


G
@sonnemond,

ich kann deine Situation gut verstehen, es macht keinen Sinn eine zweite Chance zu bekommen. Egal aus welchen Gründen die Trennung zustande kam, bei einer zweiten Chance wärst du immer der Verlierer und letztendlich auch zweite Wahl.
Du würdest dich für ihn klein machen und deine Bedürfnisse immer hinten anstellen.
Ja es tut verdammt weh, wenn man einfach so weggeschmissen wird und ganz ehrlich, möchtest du mit so einem Menschen alt werden?
Die Trennung kann auch etwas positives sein, auch wenn du jetzt das Gefühl hast in deinem Schmerz nichts mehr zu haben, wenn du dazu bereit bist, wirst du einen neuen Weg gehen.
Es gibt für alles eine Lösung, fang an dein Leben wieder neu zu ordnen.
Konzentriere dich auf das was wichtig ist, eine Wohnung für dich, eine Arbeit. Es ist nicht einfach in deiner Traurigkeit, aber ein Anfang.
Ich weiß wie das ist allein dazustehen, versuche jeden anzusprechen den du kennst, erzähle über deine Sorge und manchmal ergibt sich daraus auch einer Weg, eine gute Hilfe.
Du musst nur anfangen deine Denkweise zu verändern und Stück für Stück in Angriff nehmen. Das wichtigste ist, dass du eine Wohnung hast, in der du dich zuhause fühlst.
Wenn du finanzielle Hilfe brauchst gehe zum Amt und biete um Unterstützung, es gibt für jeden Möglichkeiten.
Die Kontaktsperre ist wirklich die einigste sinnvolle Chance, damit der Schmerz weniger wird, jeder neue Kontakt wird dich immer wieder aufs neue leiden lassen.
Es gibt für jeden einen neuen Weg und deiner ist auch schon da. Du gehst ihn schon und alle hier im Forum werden dich so gut es geht ein kleines Stück auf deinen Weg begleiten, du musst es nur wollen.
Du kannst jeden hier im Forum um Rat und Hilfe bitten, jeder wird auf sein Weise in irgendeiner Form dir etwas Halt geben.
Du bist nicht allein!

Lieben Gruß Gastello

#6878


S
Zitat von Verarbeitender:
Willkommen Sonnemond,

dass ist alles normal, trotzdem ist die KS, so schwer sie auch ist, notwendig um wieder zur Ruhe zu kommen. Aber es wird dauern, und die Gefahr besteht immer, dass man durch Nachrichten der Gegenseite wieder aus dem Tritt gebracht wird.
Man will den Ex-Partner zuerst nicht aufgeben, aber das Loslassen muss sein. Nicht nur um die eigene Würde zu wahren, sondern um sich zukünftig der Liebe wieder öffnen zu können, sei es für den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass ihr wieder zueinanderfindet, oder auch für eine andere zukünftige Partnerschaft.
Auch die Wut kann hilfreich sein, sollte aber nicht zur Regel werden.
Dafür ist das Forum da, es hilft, die KS erträglicher zu machen, da Du es als Ventil für Deine Gedanken, Dein Kopfkino und Deine Wut nutzen kannst.
Du wirst es schaffen!
Viel Erfolg und alles Gute!


Vielen Dank für die lieben Worte

Ich glaube, mir bringt die KS nicht so viel... denn insgeheim nutze ich sie nur, damit ER mich vermisst, und ich weiß, dass er es tut, und ich warte nur darauf, dass er sich wieder meldet.... Unsere Trennung war eine absolute Kurzschlussreaktion aus Wut. Ich warte darauf, dass diese Wut bei ihm verschwindet, und er sieht, was er verliert/aufgibt. Ich kann auch spüren, dass er mich noch liebt.

Ich weiß, dass ich mich selbst quäle damit, ich kann einfach nicht loslassen und mich ablenken. Meine Stimmung schwankt im Stundentakt, heute morgen war ich noch voller Hoffnung, jetzt wieder absolut am Boden und voller Selbsthass, Wut und Schuldgefühle. Wie konnte ich mein Leben so ruinieren?!

Man sagt doch, die Hoffnung stirbt zuletzt.. ich kann einfach noch nicht aufhören zu kämpfen und die Trennung akzeptieren. Ich weiß auch, dass das falsch und dumm ist... ach man... irgendwie drehe ich mich nur noch im Kreis.

#6879


V
Zitat von Else, die 1.:
Ihr Lieben, immer schön weiter schrubben - mein Kopf hat´s nötig! Danke für die lieben Bemühungen!

@verabeitender:vielen,vielen dank für so viel Input!
Du hast Recht, dass immer zwei verantwortlich sind, aber ich fühle mich halt wie das auslösende Element. Einen konkreten Vorwurfsfall gab es nicht, aber ich hätte mir definitiv mehr Bereitschaft zur Auseinandesetzung gewünscht.

Aber offensichtlich habe ich ihn ja voher schon so erschöpft und enttäuscht (ohne dass mir das klar gewesen wäre), dass er dann nicht mehr konnt und/oder wollte. Er behauptet auch, er hätte versucht, mit mir zu reden. Z.T stimmt das auch. Ich habe das alles nicht bemerkt oder bemerken wollen und somit scheine ich mit meiner verdrehten Art das Problem gewesen zu sein.

Seinen einzigen Fehler sieht er selbst darin, meine Probleme mit seinem Job nicht ernstgenommen zu haben (viele Auslandsreisen). Ansonsten scheine ich die Irre gewesen zu sein und irgendwie bestätigt sich das für mich, je mehr ich mich mit meinen Themen auseinandesetzte. ER hat ja jetzt mich schnell ersetzt, mit einer, die mir ja sooo ähnlich ist, aber viiiiel mehr Verständnis hat.

Und ich fange an, diese Sicht zu übernehmen: er ist der Tolle, dem ich nicht das gegeben habe, was er brauchte. Und dessen Geduld und Toleranz ich irgendwann überstrapaziert habe. Nur zwischendurch regt sich der Widerstand gegen diese Sicht. Das kann doch nicht sein? Irgendwas muss er doch auch falsch gemacht haben, sonst wäre es doch nicht soweit gekommen? Ich bin mir doch nicht ohne Grund verletzt und unverstanden vorgekommen?


Danke Else, aber ich erkenne mich auch sehr gut in Deiner Geschichte wieder.
Vielleicht hilft Dir ja ein Rat, der von professioneller Seite auch mir gegeben wurde:
Du sagtest ja:
Zitat:
Er behauptet auch, er hätte versucht, mit mir zu reden. Z.T stimmt das auch. Ich habe das alles nicht bemerkt oder bemerken wollen und somit scheine ich mit meiner verdrehten Art das Problem gewesen zu sein.

Das ist der Knackpunkt und vielleicht auch das, was Dein Partner falsch gemacht hat. (Es gibt ja keine Fehler, sondern nur UNBEWUSSTE Verhaltensweisen). Die Sache ist; er hätte Dir sagen können, wie schlimm es um die Partnerschaft wirklich steht und zwar zu einem Zeitpunkt, wo noch etwas zu retten gewesen wäre.
Hat er das getan? Ich glaube, dass ist auch der Punkt mit denen viele hier zu kämpfen haben. Denn unsere Expartner haben es vorgezogen, die Sache dann unter sich auszumachen, vielleicht mit so subtilen Untergedanken wie, Wenn mich mein Partner wirklich liebt, würde er mir auch mal zuhören, o.ä.. Wenn sie dann bereit zur Trennung sind, versuchen sie aber - aus ihrem eigenen Selbstschutz - die komplette Schuld bei uns abzuladen. Wir sind dann in einer Schockphase und akzeptieren dies erst einmal vorbehaltlos.
Damit wollte ich nur sagen, dass unsere Partner in ihrem Verhalten nie ganz unbeteiligt sind. Ohne uns rechtzeitig und direkt aktiv zu beteiligen haben sie eine Wahl getroffen: nicht mehr an der bisherigen Partnerschaft arbeiten zu wollen und uns keine Chance mehr zu geben!
Klar, wir haben auch unseren Teil zu tragen, dass wir nicht aufmerksam und achtsam genug waren, diesen Prozess bei unserem Partner zu erkennen, und auch die kritische Lage wirklich richtig einzuschätzen!
Aber auch das sind keine Fehler von uns, sondern sind unsere ebenfalls UNBEWUSSTEN Verhaltensweisen, die wir heute, mit der leidigen Erfahrung nun so nicht mehr begehen würden.
Aber, der entscheidende und rechtzeitige Hinweis des Partners fehlte oder kam zu spät, und hierfür sind nicht wir verantwortlich.
Vielleicht kann Dir diese Sicht weiterhelfen, ich würde es mir wünschen,
denn mich hat es da schon einiges freier gemacht.

LG!

x 1 #6880


S
Hallo Gastello,

danke für deine Antwort... Leider bin ich selbst Schuld an der Trennung, da ich totalen Mist gebaut habe. Ich möchte es so gerne wieder gut machen, ich habe jetzt so viel gelernt und würde so einen Fehler niemals wieder machen. Ich würde wirklich alles dafür tun, um eine 2. Chance zu bekommen, alles! Und ich denke, dass jeder Mensch eine 2. Chance verdient hat. Warum soll man es nicht versuchen, wir haben doch sowieso nichts mehr zu verlieren. Wenn es dann doch nicht klappt, ok, aber dann können wir wenigstens sagen, wir haben es versucht.

#6881


E
@verabeitender:Nun ja, ein wenig. Ich hänge aber leider immer mal wieder an dem Punkt fest, an dem es erst soweit gekommen ist, dass mein Ex-Partner sich so unwohl gefühlt haben muss. Wieso habe ich es so weit kommen lassen?

Ich weiß, wieso, weshalb, warum hilft mir jetzt nicht weiter. Und auch die Schuldfrage ist natürlich im Nachhinein irrelevant. Aber ich möchte mich ja bessern und schaue deshalb viel auf meine Anteile. Versuche, Gelerntes im Alltag umzusetzen, was dann erstmal so schnell nicht klappt. Leider führt das dazu, dass ich mich selbst niedermache Und mich auch tatsächlich so fühle. und vorallem in den Phasen, wo ich die guten Zeiten mit ihm, ihn überhaupt, vermisse, setzt sich der Kreislauf dann in Bewegung: DU bist selbst SCHULD, dass Du ihn jetzt nicht mehr hast, DU bist selbst SCHULD, dass Du ihn jetzt nicht mehr hast, DU hast Dir das alles selbst zuzuschreiben.... .

Und da komme ich dann nicht gut raus. Dann müsst ihr mich an Deck zerren!

#6882


T
Hmmmmm

eine Frage an die die mich hier aufgebaut haben und es noch tun, ich weiß nicht wie ich reagieren soll.

Ich habe ihrem Sohn mal einen DVD Player gekauft damit er im Auto schauen kann, das ist jetzt defekt und sie hat mir eine SMS geschickt um ihr die Rechnung per Email zu schicken, damit sie das reparieren lassen kann. OK, das habe ich getan, der kleine soll ja nicht darunter leiden

Jetzt kommt aber eine SMS von ihr Wie gehts dir eigentlich?

Ich meine, warum fragt sie mich das und vorallem... soll ich antworten?

Ja, Ziel ist es schon sie zu vergessen, naja, sollte sein. Aber irgendwas in mir hofft noch immer, sie irgendwann wieder zu erobern

Antworten ohne Gegenfrage?
Antworten mit Gegenfrage?
Ignorieren? Ist dieses Ignoranzzeichen für sie lass mich in Ruhe bzw. wird sie sich denken OK der hat komplett das Interesse verloren, ich melde mich gar nicht mehr?

Ja, sie hat mich verletzt, aber ja ich liebe sie und auch wenn die Vernunft sagt sie hatte ihre Chance, sagt das Herz vielleicht kommt sie in vier Monaten drauf was sie an dir hatten...

Ich poste das mal hier, hm keine Ahnung ob es richtig ist...

Was tun? Ich tue mir schwer eine Entscheidung zu treffen. Denn Hoffnung habe ich nicht aufgegeben, diese Frau hat mich sehr glücklich gemacht damals...

Hmmm aber mir geht es gut, danke für die heutigen Worte , ich schau mir gerade Verblendung an, netter Film der mich komplett ablenkt.

So... was sagen die Herz-Experten hier?
KS ist KS und da fährt die Eisenbahn drüber (sagt man das in Deutschland auch so?). Oder Was tue ich mit dieser Frage von ihr?

Danke

#6883


Z
Das mit der Schuld - kommt mir sehr bekannt vor. Was habe ich falsch gemacht ?
Leider sehr viel - aber vor allem falsch war, daß ich nicht sehen wollte wohin das Ganze geht - obwohl ich es gut sehen konnte ...
Warum habe ich die Anzeichen nie wahrnehmen wollen, sie waren doch so deutlich ?
Und zwar gleich zu Beginn ?
War ich einfach nur blöd, blind, oder ...
Ach zum ...

#6884


L
Zitat von Else, die 1.:
@verabeitender:Nun ja, ein wenig. Ich hänge aber leider immer mal wieder an dem Punkt fest, an dem es erst soweit gekommen ist, dass mein Ex-Partner sich so unwohl gefühlt haben muss. Wieso habe ich es so weit kommen lassen?



Liebste Else,

das impliziert ja, dass DU verantwortlich für SEINE Gefühle bist und in stillen Momenten erahnen musst, was er braucht und wie Du ihm das beschaffen kannst. ER muss doch in der Lage sein sein Unbehagen kundzutun und aktiv an einer Veränderung beizutrage. Was er bspw. braucht, um sich besser zu fühlen. Du hattest mal geschrieben, dass er sehr konfliktscheu war. Das wird nicht nur die KOnflikte mit dir, sondern auch mit sich selbst betreffen. Dass er nicht genau gucken mag, welches Karussel sich bei ihm eigentlich dreht. Du bist keine Freimarktsbesitzerin- Du musst dich nur um deine eigenen Fahrgeschäfte kümmern- er sich um seine.

Magst Katzengeschichten zur Aufmunterung lesen?

#6885


A


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