Zitat von Else, die 1.:Zitat von Verarbeitender:Robert Betz sagte dazu so treffend (s.o.): Kein anderer Mensch kann uns psychisch verletzen, dass können letztendlich nur wir selbst.
Einfach mal ein paar neue Ideen anzuschauen und aufzunehmen kostet ja nichts. Und alles ist besser als das aktuelle Leiden.
So sehr ich vieles von Dir schätze, Verarbeitender und auch dem Ansatz, sich neue Ideen uns Ansatzpunkte zu suchen in einer Krise zustimme, finde ich den ersten Satz auch bedenklich. Denn das verlangt vom Einzelnen enorm viel Stärke und sieht dann die Verantwortungen für Verletzungen nur beim Betroffenen, oder? Ich finde, das ist doch etwas komplexer. Vermutlich meinst Du eher die Idee, selbst zu entscheiden, wie wir mit unseren Gefühlen der Verletzung umgehen. Das ist meiner Sicht nach schon eine Möglichkeit, Kontrolle zu bekommen. Aber auch das erfordert schon eine Menge Kontrolle und Reflexion, die denke ich gerade in Extremsituationen erstmal nicht jedem so zur Verfügung steht... .
Ach, ist das toll, mal wieder widersprechen zu können
@Laurana: Du weißt doch, das Wohnzimmer
Na, siehst Du, liebe Else, geht doch!
Ja, Du hast recht, dass ist ja nicht einfach.
Kriegen wahrscheinlich auch nur ein paar Menschen hin; Dalai Lama, Gandhi, Mutter Theresa, Jesus,...
Und ich frage mich ja auch, wie dann eine Partnerschaft aussieht, bei denen beide Partner die totale Geisteskontrolle haben. Wird dann überhaupt noch eine Partnerschaft gebraucht, oder läuft dann alles in totaler Askese? Nicht umsonst waren die o.a. Persönlichkeiten glaube ich alle eingefleischte Singles...
Ich glaube, so etwas will ich auch nicht.
Aber nur das Erkennen wie das mit dem Leid läuft hat mir schon weitergeholfen.
Früher war das bei mir ein Automatismus, der einsetzte, und einfach unerträglich war und immer mit einer Art von Ohnmacht verbunden war.
Jetzt gelingt es mir halt manchmal (leider nicht immer) einfach zu gucken: hey da kommt es wieder dieses Gefühl, und das alleine macht es schon erträglicher und kontrollierbarer.
Klar, wenn man in der Partnerschaft ist, lässt man halt die Nähe zu,
man öffnet sich. Daher tut es dann weh, wenn die Nähe weg ist; und dann fühlen wir uns verletzt. Meistens wird das ja dann auf den Expartner projeziert, doch er vollzieht die trennung ja meistens nicht aus dem Grund, dass er uns absichtlich verletzen will, sondern weil es nach seiner Ansicht einfach nicht mehr geht.
Darum ging es mir eigentlich, dass die Verletzung in uns selbst stattfindet, (weil der Partner ja nur noch in unserem Kopf rumspukt, und unser Kopf uns damit verletzt).
Laurana: ja, früher hab ich dass auch noch nicht so gespürt, aber - wenn es nicht so schlimm ist - ist es eigentlich ganz interessant, was für ein Hexenkessel an Gefühlen man in sich trägt. Interessant vielleicht sogar das falsche Wort; unheimlich triffts vielleicht eher...