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Vertrauensbruch in der Vergangenheit - wie damit umgehen?

Hola15
Zitat von Mel08:
Es get prinzipiell wirklich nur um die Dinge die er mir verheimlicht hat, weil er weiß dass ich sie nicht mag und dann wahrscheinlich schlecht von ihm gedacht hätte. Hat er mir auch so gesagt.

Das ist quasi die Definition eines Konfliktvermeiders. Das ist sein Anteil an der Sache.

Dein Anteil ist, weshalb du zweimalige Clubbesuche im Urlaub mit dem Cousins schon mit jemanden gleichsetzt, der jedes WE betrunken im Club steht.
Und weshalb du ihm nicht gönnst nur weil du selbst es nicht magst.

Nicht falsch verstehen, es steht dir frei jemanden zu finden der das ganz genauso sieht wie du. Dein Verlobter ist das anscheinend nicht.

x 3 #61


M
@Hola15 mir geht es hauptsächlich darum dass er gelogen hat.
Das hab ich ihm auch gesagt, wenn am Ende etwas rauskommt ist es immer viel schlimmer.

#62


A


Vertrauensbruch in der Vergangenheit - wie damit umgehen?

x 3


GreenTara
@Mel08
Zitat von Mel08:
Für mich als Katholikin ist das etwas großes

Ich bin nicht katholisch. Soweit ich das verstanden habe, geht es aber nicht nur um die Freisprechung. Sondern schon auch um die Verantwortung für das Geschehene. Und, dass der Mensch auch wieder mit sich im Reinen sein kann, wenn er Fehler gemacht hat. Ist das so?

#63


HeavyDreamy
Zitat von Mel08:
mir geht es hauptsächlich darum dass er gelogen hat.

Ja und du kannst ihm nicht verzeihen und weiterhin nicht vertrauen. Also bleibt nur zu gehen, oder aber eben zu verzeihen und zu vertrauen.

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M
@GreenTara richtig. Es geht darum Buße zu tun, sein Verhalten zu bereuen und im besten Fall nicht zu wiederholen.

#65


Hola15
Zitat von Mel08:
@Hola15 mir geht es hauptsächlich darum dass er gelogen hat. Das hab ich ihm auch gesagt, wenn am Ende etwas rauskommt ist es immer viel schlimmer. ...

Da gebe ich dir vollkommen recht.

Er müsste genügend Rückgrat haben ehrlich zu sein und das zu machen was ihm wichtig ist, auch wenn er dann mit dir evtl. aneinandergerät.
Hinter dem Rücken und Lügen zerstört Vertrauen.

Meiner Meinung nach ist eine dauerhafte, lebendige Beziehung mit einem Konfliktvermeider nicht möglich.

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GreenTara
@Mel08
Wenn man das ernst nimmt, ist das ein schönes Ritual für das innere Gleichgewicht. Ich weiß, dass es für einige nur eine Formalität ist.
Was wäre, wenn ihr gemeinsam eine kirchliche Beratungsstelle aufsucht? Nicht zur Ehevorbereitung, sondern zur Lebensorientierung. Mir persönlich kommt deine Haltung sehr idealistisch vor. Damit begünstigtst du Heimlichkeiten. Und er sollte zu sich stehen lernen, auch wenn es Disput gibt.

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FloraVita
Zitat von Mel08:
@FloraVita ich weiß nicht ob ich ihn als Pantoffelhelden bezeichnen würde. Ich verstehe warum das so sieht, vor allem als Außenstehender. Wie gesagt, er versucht mich natürlich glücklich zu machen aber er ist ganz klar auch eine eigenständige Person mit einer Meinung. Wenn er etwas nicht möchte oder für sich ...


Damit möchte ich nicht sagen dass er bereits einer ist. Es ist auch absolut nichts dagegen einzuwenden wenn der Partner gerne verwöhnt, Aufmerksamkeiten schenkt usw. Ganz im Gegenteil.

Das hier:

Zitat von Mel08:
Ich habe ihm ganz klare Regeln und Anforderungen gestellt, die er umzusetzen hat, wenn er möchte dass unsere Beziehung weitergeht.


liest sich, zumindest für mich, ziemlich herrisch.
Natürlich hat jeder seine Prinzipien, Regeln, Werte... (ich bin selber sehr empfindlich gegenüber Lügen und sage wer lügt, der fliegt. Und bin da sehr konsequent (geworden)). Diese sollen von liebendem Partner geachtet werden...freiwilig.
Wenn aber ständig das Schwert der Trennung über der Beziehung hängt, bezweifle ich dass es eine schöne, starke wird.

x 3 #68


M
@FloraVita Regeln und Anforderungen ist vielleicht ein bisschen blöd von mir ausgedrückt. Das war nachdem ich es rausgefunden hatte. Ich hatte mir viele Gedanken gemacht, darüber was ich danach von ihm brauchte um ihm wieder zu vertrauen.
Es waren eher Wünsche. Wie z.b dass er fortan alles offen kommuniziert ohne Angst etc.

#69


D
Ich bin, gerade in der heutigen Zeit, kein Fan der Offenheit.
Sie wird gerne lautstark verlangt, jedoch selten sinnvoll verarbeitet.

Im Gegenteil, Offenbarungen und Beichten bei Menschen (Priester und Beichtstuhl lasse ich außen vor) sorgen für Verletzungen und Misstrauen. Das Ganze dient auch weniger der "Aufklärung", es soll nur ein Art Reset-Taste sein, folgen soll dann eine 100% Absolution, damit man wieder besser schläft.

Funktioniert praktisch nie, wird aber immer noch gerne praktiziert, weil das Tragen und Ertragen von Schuld keiner mehr drauf hat.

Die Kirche wusste immer um diesen Stolperstein im menschlichen Miteinander, deshalb gibt es ja die Beichte.
Heute erledigen Coaches, Therapeuten oder sogar Wildfremde im Internet diesen Job, wenn das Tagebuch nicht mehr ausreicht und der Beichtstuhl keine Bedeutung mehr hat.

Das Empfinden, was falsch, schwerwiegend, sündig, unverzeihlich oder eben verzeihbar ist, bleibt eine subjektiv Sache.
Ein Bord. (z.B.) ist für den einen ein Achselzucken wert, der andere lässt sich scheiden.
Insofern würde ich mir niemals in meinen moralischen Kompass reinreden lassen.
Der ist nicht verhandelbar.

Ich persönlich würde die Hochzeit einfach verschieben und mir ein anschauen, ob das angeknackste Vertrauen wieder stabil genug zusammen wächst, um eine Ehe zu tragen.

#70


GreenTara
@Mel08
Zitat von Mel08:
Wie z.b dass er fortan alles offen kommuniziert ohne Angst etc.

Bei deinen strengen Ansichten hat er aber wohl Hemmungen, zu seiner Lebensgestaltung zu stehen. Ich meine, wenn du die Heilige bist, und er der Sünder, wird das auch nichts.

x 1 #71


Sonnenschein85
Zitat von Mel08:
@Sonnenschein85 ich bin einfach kein Fan davon. Ich war als ich jünger war selber schon im Club, und was ich da gesehen bzw erlebt hab find ich ...

Das verstehe ich.
Ich war früher sehr viel feiern und fand da nichts schlimmes bei. Ob mein Partner gerne feiert oder nicht wäre nicht ganz so relevant für mich wenn er natürlich nicht jedes wochenende betrunken ist.

Vielleicht passt es nicht so, wenn ihr dahingehend so verschieden seid das er sogar lügt um es zu verheimlichen?

Es war im Grunde nicht regelmäßig sondern drei mal wie ich es verstanden habe.

Ich finde die Dynamik schwierig, wenn er dich deshalb anlügt. Vielleicht aber auch aus Angst das du ihn anderenfalls verlässt.

Wäre eine Absprsche darüber, wenn es offiziell passiert und nur selten im Jahr, nicht auch ok für dich?

Ich bin immer Fan davon sich nicht komplett füreinander zu verbiegen. Ihm verbieten feiern zu gehen finde ich ehrlich gesagt nicht gut.

Natürlich kein S*t*ripclub aber wenn es ein gewöhnlicher Club wäre? Ehrlich gesagt denke ich das solche Verbote wieder zu Lügen führen. Ich könnte ihm dann weniger vertrauen, bin ich ehrlich.

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M
@GreenTara geht nicht um heilig oder Sünder. Jeder macht Fehler und keiner ist perfekt, auch ich nicht.
Aber ich habe nie etwas verheimlicht oder etwas getan was ich verheimlichen „muss“
Und das wünsche ich mir eben von meinem Partner auch

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HeavyDreamy
Zitat von Mel08:
Aber ich habe nie etwas verheimlicht oder etwas getan was ich verheimlichen „muss“
Und das wünsche ich mir eben von meinem Partner auch

Ich kann dich da voll verstehen. Bei mir sind Lügen auch etwas sehr schlimmes für mich. Einmal gelogen, Vertrauen kaputt.

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Zylinderella
Zitat von Mel08:
und könnten mir Ratschläge geben wie sie selber es auch überwunden haben

Liebe TE. So wie du es beschreibst, halte ich einen Ehekurs für eine sehr gute Sache. Schön, dass es das gibt. Und ansonsten wirst du einfach mit ihm sehr sehr viel reden müssen, wenn das für euch eben ein kritischer Punkt ist. Den du befürchtest. Kann ja auch sein, er hat sich das jetzt einfach mal angeguckt, weil es eben ein Teil unserer Welt ist und legt das für sich da acta. Im Grunde wirst du ihm wohl vertrauen müssen. Wenn er der Mann ist, den du liebst, wird dann wohl kein Weg vorbeiführen.

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A


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