Och Mensch....scheint als hätten die Nachkriegsmütter alle einen Schaden.
Bin auch im On-off Krieg, grenze mich aber recht gut ab. Und wenn ich nicht will, boykottiere ich auch den Kontakt über Telefon usw.
Meine geht häufiger mal völlig beleidigt nach Hause, weil ich nicht bereit bin, so zu leben, zu agieren wie sie es will.
Immerhin begreift sie langsam, dass ihr Leben nicht so bescheiden und beschwerlich war, wie sie Jahre gejammert hat. Dass alleinerziehend, körperlich krank mit drei Kindern doch noch eine ganz andere Hausnummer ist. Und ich jammer nicht ständig rum.
Dass ich nicht wie sie nachtrauere, über 40 Jahre nach der Trennung redet sie noch davon wie böse mein Vater war. Eine Ewigkeit her und seit 10 Jahren tot.

Kommt das Thema, sag ich direkt, na und, das ist Geschichte, ich kümmere mich um das Jetzt, da lebe ich nämlich.
Jetzt ist sie oft enttäuscht, dass ich ihr keinen großen Einblick mehr in mein Leben gebe. An meinen Partnern wurde auch nie ein gutes Haar gelassen und immer wieder versucht sich einzumischen.
Ich bemerke bei ihr mit jedem Jahr das sie älter wird, wird sie bockiger, angriffslustiger und lautstark unzufrieden.
Da hilft wirklich nur Ohren zu, Schotten dicht, umdrehen und stur winken.
Dieses Jahr hab ich sie völlig aus der Küche verbannt und sie war Gott sei Dank mehr mit ihrer englischen Freundin beschäftigt. Kein Streit mit mir, ihrem Bruder oder den Kindern.
Also mal recht friedliche Weihnachten.
Was diese Mütter oftmals kratzt, wir zeigen ihnen ihr Versagen. Nur gehen wir anders damit um. Ich gräme nicht, ich jammer nicht und trauerer auch nichts nach. Schon überhaupt nicht einem Märchenbild.
Ich hocke nicht zuhause, verzichte ohne Ende für andere, leide weil ich meinen eigenen Weg nicht beschreiten kann. Ich gehe ihn.
Und ich klammere nicht an meinen Kindern. Die dürfen ihren Weg gehen.