effe2402
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ich war 3,5 Jahre mit meiner Freundin zusammen und wir hatten etwas Besonderes. Es gab immer Hoch und Tiefs, aber ich habe sie immer geliebt und bin über die schlechten Zeiten gestanden mit dem Hintergedanken, dass sie alle Mühen wert ist.
Dann haben wir uns endlich nach 3 Jahren entschlossen nicht mehr jeden Tag Stunden zu pendeln, sondern uns eine gemeinsame Wohnung zu nehmen. Das war vor 4 Monaten. Da wir aber Geld brauchten (sind beide Studenten), um die Miete bezahlen zu können, mussten wir uns beide einen Job suchen. Durch Zufall bekam ich ziemlich schnell meine Traumstelle und sie auch. Es konnte nicht besser laufen. Wir haben eine wunderschöne Wohnung gefunden, in der wir auch noch nach dem Studium (in 3 bis 4 Jahren) weiter wohnen wollen würden. Da waren wir uns einig.
Dann im November hatten wir ein Bett in der Wohnung und konnten endlich dort einziehen. Die ersten 1,5 Monate (also bis Mitte Dezember) hatten wir ziemlichen Stress mit Arbeitsbeginn, Uni und siedeln, dass wir die Wohnung noch nicht wirklich genießen konnten.
Im Dezember haben wir dann voller Vorfreude für Februar einen 5 Tagesausflug in eine Stadt mit Flug und Hotel gebucht, worauf wir uns beide gefreut haben.
Als wir Ende Dezember nun einigermaßen fertig waren mit dem Einrichten und der Uni Stress ein wenig nach ließ, hatten wir schöne Ausflüge zusammen.
Dann kamen die Feiertage und wir waren jeweils bei unserer Familie bis zu Silvester. Da wurde sie krank und wir konnten Silvester nicht gemeinsam verbringen, aber haben miteinander geschrieben. Alles hat gepasst, sie hat gesagt ich sei der Beste und sie würde mich lieben.
Dann stand sie 3 Tage später einer in der Früh in meinem Zimmer und sagte sie sei unglücklich und mache deshalb Schluss. Sie müsse erst mit ihr selbst glücklich werden, bevor sie mit jemand anderes glücklich werden könne.
Ich war komplett am Boden zerstört. Diese Nachricht traf mich wie ein Todesfall. Ich ahnte nichts und auch keiner aus meinem Umfeld ahnte etwas. Keiner konnte es sich erklären, da wir das Vorzeigepärchen waren.
Ein paar Tage später (vor zwei Tagen) trafen wir uns in der gemeinsamen Wohnung, um über alles zu sprechen. Wir waren sehr offen und gaben alles Preis, was schieflief und was falsch gemacht wurde. Es sind Dinge zum Vorschein gekommen, an die ich nie dachte, welche sie aber sehr verletzten und auch umgekehrt. Nach stundenlangem Gespräch, stellte ich ihr ein Ultimatum: Entweder wir versuchen es noch einmal mit einander aufbauend auf der neuen Erkenntnis von heute und jeder gibt 100%, weil sonst würde es nicht funktionieren, oder wir trennen uns für immer und es besteht keine Chance uns noch einmal näher zu kommen.
Sie sagte sie wolle mich nicht für immer verlieren, weil ein Teil mich noch liebe und mich immer lieben wird und nach einer Nachdenkminute kam sie zu mir, umarmte mich und sagte, sie will mich nicht verlieren und will es noch einmal probieren.
Ich war der glücklichste Mensch und wir hatten einen wunderschönen Abend. Wir lachten, bestellten uns Pizza und sahen ein paar Folge einer lustigen Serie an. Dann gingen wir schlafen und alles schien wieder zu werden.
Doch dann am gestern morgen war sie so bedrückt, musste aber gleich arbeiten gehen und sagte wir bereden alles danach. Gesagt getan nach der Arbeit setzten wir uns auf die Couch und sie sagte, sie ziehe heute aus. Sie hat keine Gefühle mehr und sie kommen nicht mehr wieder, egal was sie versuche. Diese Aktion brach mich fast um. Ich konnte es nicht glauben, nach der Aktion am Vortag. Nachdem sie mir alles erklärt hatte und noch ein wenig da war um mich zu trösten, ist sie dann mit ein wenig Gewand zu ihrer Freundin, wo sie auch übernachtet hat.
Ich bin nun alleine in der Wohnung und halte es kaum aus. Ich verstehe den Sinn des Lebens nicht mehr, da sie meine große Liebe war und ich schon innerlich damit abgeschlossen hatte, mein ganzes Leben mit ihr zu verbringen. Ich hätte alles getan, damit sie glücklich ist, weil es mich so glücklich machte.
Gestern habe ich zum ersten Mal wirklich die Hoffnung aufgegeben, dass wir noch einmal glücklich miteinander werden. Ich wusste nicht, dass mich etwas so verletzen kann und dass ich so abhängig war von ihr. Mein Leben schien einfach gut zu laufen und ich hatte das Gefühl, dass ich alles schaffen konnte.
Nun stehe ich da, mit einer Wohnung, in der ich nicht sein will, weil wir jedes Möbelstück gemeinsam ausgesucht oder bearbeitet haben, ich aber sein muss, weil ich sonst Arbeit und Uni nicht unter einen Hut bringe, ich die Arbeit benötige, damit ich mir die Miete leisten kann und wir erst Ende 2017 aus der Wohnung ausziehen können.
Ich weiß nicht was ich tun soll, da ich in der Stadt nicht wirklich Freunde habe, mit denen ich darüber reden will und nicht nach Hause kann, weil ich arbeiten und auf die Uni muss.
Ich stehe so neben mir, ich habe keine Lust zu arbeiten oder etwas für die Uni tun, aber ertrage es auch nicht, einfach in der leeren Wohnung zu sitzen.
Was würdet ihr mir Vorschlagen zu tun? Soll ich dem Arbeitsgeber etwas davon erzählen und sagen, dass es sein kann, dass wenn wir einen Nachmieter finden ich nicht mehr arbeiten kann, weil ich wieder nach Hause ziehe? Ich wollte nie alleine nach in die Stadt ziehen und will es noch immer nicht, weil ich es nicht ertrage heim zu kommen, wenn keiner da ist, aufzustehen ohne einen größeren Plan zu haben. Ich habe die Wohnung mit so viel Leidenschaft eingerichtet, ich würde es nicht ertragen mir jetzt eine Wohnung alleine zu holen und diese noch einmal einzurichten und das Ganze auch noch alleine.