Zitat von Memyself:Alice Miller sagte, wenn es in der traumatisierenden Kindheit nur einen Menschen gibt, der die Not des Kindes erkennt, ihm glaubt und ihm konstant damit spiegelt, dass es OK ist, dann fördert das die Resillienz, und das Kind hat gute Chancen seine Weg im Leben zu machen.
Ich unterschreibe das in meinem Fall mit der Ausnahme, dass mir nicht geglaubt wurde. Bei mir waren es die Großeltern, besonders die Oma, die mir Werte wie Liebe, Fürsorglichkeit, Versorgung, usw. mitgegeben hat. Mit ihr habe ich kochen, backen, nähen, stricken, etc. pp. gelernt, in Geduld und Hingabe und Freude, Zeit mit mir zu verbringen, anders als die anderen Erwachsenen in meinem Leben. Dies allein war etwas, dass meinen moralischen Kompass entgegen dem meiner Mutter hin zu Familienwerten usw. gedreht hat, wo meine Liebe nicht gegen mich benutzt wurde.
Gleichsam trug dies zum Paradox meiner Kindheit bei: Der schlagende Vater zum Beispiel liebt(e) mich auch, das habe ich nie in Frage gestellt. Warum dann aber dieses Verhalten? Warum sagen die anderen "Großen" nichts? Bin ich vielleicht doch falsch, ist es meine Schuld? Und so dreht sich das Rad weiter, ohne einen intervenierenden Charakter.
Zitat von Pinie:Ich sage ja, Harry ist für mich eine Sensation.
Alleine mit kleiner Schwester raus in den Schnee, weg von der Gefahrenquelle. Die 2 beiden

Alice Miller ist von Erwachsenen ausgegangen.
Bei mir war es ähnlich wie bei @HarryKane . 8 Jahre jüngerer Bruder, den ich aufzog wie eine zweite Mutter statt einer Schwester (so auch gewünscht und erzwungen von unserer Mutter, damit hatte sie mich wiederum in der Hand). Symbiontische Beziehung fast schon, mein Grund mich nicht zu suizidieren als Jugendliche, dann: meine Aufgabe. Ein Grund zu leben. Zwischen die Fäuste und ihn stellen, vor die Worte wie Pfeilspitzen werfen, und dann auch: Grund, das Jugendamt nicht zu rufen (für mich), "sonst nehme ich ihm das bisschen Familie weg, was ich ihm zu erhalten versuche" (und was er auch reell, anders als ich, bekommen hat).
Diese Arten von Traumatisierungen haben enorm viele innere Dynamiken (weißt du sicher), die Systemerhaltend agieren. So sind kleinere oder größere Geschwister gleichzeitig Halt, als auch der Kleber, der einen zurück zieht.