Hallo Colonia,
Ich nehme Deinen letzten Beitrag mal ein bisschen auseinander und ordne die Sätze in klein wenig anders an. Ich achte darauf, den Sinn nicht zu verfälschen, aber ich hoffe, es hilft Dir dann, mich zu verstehen.
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Zitat von Colonia:Den Aspekt mit der Bestrafung habe ich jedoch noch nicht ganz verstanden.
Weshalb suchst Du Dir einen unereichbaren Mann aus? Reflektiere das einmal, am besten, bevor Du weiterliest. Schreibs Dir auf.
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. nicht
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. schummeln!
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So, Zettel beiseite legen, brauchen wir gleich.
Zitat:Wie meinst du das? Ich bin natürlich nicht scharf darauf, in Selbstmitleid zu versinken, deswegen gehe ich gegen die Gefühle für den verheirateten Kollegen an.Ich will sie nicht zulassen.
Da bin ich anderer Meinung. Dein Kopf will die Gefühle nicht zulassen. Dein Herz entwickelt aber die Gefühle. Die Situation ist also Kopf gegen Herz. Jetzt kommt wieder die obige Frage zum Tragen:
Weshalb suchst Du Dir einen unereichbaren Mann aus? Erweitern wir die Frage:
Weshalb suchst Du Dir einen unereichbaren Mann aus,
obwohl Du weißt, das es Dir Schmerzen und Sorgen bereitet? Jetzt schau auf Deinen Zettel und prüfe, ob die Gründe alle ehrlich sind, die Du aufgeschrieben hast. Du mußt lernen, Dir selbst gegenüber ehrlich zu sein.
Zitat:Klar, die oberste Priorität ist die Selbstannahme, da gebe ich dir recht.
Sehr gut. Daran kannst Du arbeiten. Dann wird vieles leichter und nicht...
Zitat:Klar ist ein Partner nicht die Lösung meiner Probleme.
Aber mit einem lieben Partner an meiner Seite ist manches leichter.
...dadurch. Der liebe Partner an Deiner Seite hilft Dir
nicht bei Deinem Problem, im Gegenteil. Es kostet Dich Energie, eine Partnerschaft zu führen und lenkt Dich von Deinem Kernproblem der Selbstliebe ab. Du
meinst nur, es hilft Dir!
Zitat:Ich empfinde es als Bestrafung, daß dieser Mensch unerreichbar ist.Aber dafür kann er ja nichts, das sind die näheren Umstände.
Verheiratet ist eben verheiratet u. das muß ich akzeptieren ohne Wenn u. Aber.
Auch wenn es traurig ist.
Uhhh, gefährliches Fahrwasser, liebe Colonia! Du drehst da was rum! Seine Unerreichbarkeit war von jeher klar, Du hast es nicht akzeptiert und die Gefühle zugelassen. Du hast nicht rechtzeitig die Reißleine gezogen. Ich vermute, Du hast das nicht getan weil Du eine Affäre wolltest. Du hast es unbewußt getan, um Dir selbst eins auszuwischen. Das meine ich mit der Bestrafung von oben. Nahezu jede der Zeilen, die ich zusammengefaßt hatte, spricht darüber, wie negativ Du Dich selbst siehst. Du machst Dir Vorwürfe, gibts Dir Schuld, kümmerst Dich erst um Andere und nicht um Dich...
Du liebst Dich nicht. Darin liegt meiner Meinung nach Dein großes Problem. Alles andere ist nur Ablenkung davon, Nebelkerzen Deines Unterbewusstseins Dir selbst gegenüber.
Zitat:Aber mir gibt die Unerreichbarkeit schwer zu denken.Das Einzige, was ich tun kann, um mir selbst noch in den Spiegel schauen zu können, ist mich zu distanzieren, auch wenns weh tut.
Wenn Du darüber nachdenkst, weshalb Du ausgerechnet ihn haben willst, dann wirst Du auf verblüffende Antworten kommen. Aber es wird Dir helfen, Deine Zukunft "rosig" zu gestalten, wenn Du jetzt am Ball bleibst und ehrlich mit Dir umzugehen lernst.
Liebe Grüße
Manfredus