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Wie lange darf Liebeskummer dauern?

Colonia

Hallo Ihr Lieben,
heute ist wieder so ein trauriger Sonntag, seit 8 Monaten habe ich diesen schrecklichen Liebeskummer, weil ich mich im Okt. 2013 in einen früheren verheirateten Kollegen verliebt hatte, es aber Gott sei dank nicht zu einer Affäre kam.
Gott bewahre.Den Ärger wollte ich mir ersparen.Wir mochten uns sehr.
Langsam hasse ich mich selbst dafür, daß ihn immer noch nicht loslassen u. abhaken kann, wir kannten uns 10 Jahre.
Ich habe Wut auf mich selbst, der Gute hat mich nämlich sicher längst abgehakt.
Am liebsten würde ich den blöden Liebeskummer wie einen Knopf ausschalten, immer diese blöden ungeklärten Fragen u. das leidige Gedankenkarussell.
Außerdem beneide ich ihn darum, daß er wohl in einer glücklichen Ehe ist, der hat alles in seinem Leben erreicht, sicheren Job, liebe Ehefrau, Häuschen im Grünen.
Geliebt zu werden ist ja ein Geschenk.
Wie lange darf Liebeskummer dauern? Nach der letzten kläglich gescheiterten Partnerschaft hatte ich über 2 Jahre gebraucht, dann kam der blöde u. groteske Herzschmerz mit dem früheren Kollegen.
Der hat mich sicher längst vergessen.So ist es im Leben nunmal.
Es ärgert mich, daß ich nicht inzwischen cool darüber stehe.
Wie sind denn da Eure Meinungen? Außerdem spüre ich immer noch viele Wunden aus der letzten Partnerschaft, auch wenn der Käs längst gegessen ist.

Es ist doch albern, wenn man mit 47 Jahren Liebeskummer wie ein Teenie hat.
Dem besagten Herrn möchte ich nicht noch Jahre hinterher trauern.Das ist verlorene Lebenszeit.
Ich frage mich auch, was ich in meinem Leben erreicht habe (Single, keine Kinder, blöde OP, weitere folgen etc.). Ich sehe immer nur die glücklichen Paare mit Kindern.
Heute fühle ich mich wieder als der unglücklichste Mensch der Welt.Ich weiß jeder ist seines Glückes Schmied.
Das soll jetzt kein Selbstmitleid sein.
Mir schwirrt auch im Kopf herum, daß ich nicht perfekt genug bin für die Herren der Schöpfung.
Euch allen noch einen schönen Sonntag.Vorab danke für die Feedbacks, gut daß es diese Plattform gibt. :

11.05.2014 15:17 • #1


Ralf2


Gib mal bei der Suchfunktion "Amtsschimmel" ein. Da steht schon alles.

11.05.2014 15:52 • #2



Wie lange darf Liebeskummer dauern?

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manfredus


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Hallo Colonia,

Zitat von Colonia:
Es ist doch albern, wenn man mit 47 Jahren Liebeskummer wie ein Teenie hat.


Nein, ist es nicht. Es ist nur albern, wenn man seit 8 Monaten damit wie ein Teenie umgeht.

MfG
Manfredus

11.05.2014 18:40 • #3


minna


vielleicht hat es auch gar nicht so sehr mit dem kollegen zu tun...

sondern damit daß du dir auf einmal alles ersehnst...
was du nicht hast und dir genau das schön malst.....

warum...?

viele die kinder und ein haus haben....
hätten gerne keines und wären frei...wie du....

viele die locken haben hätte lieber keine....und wer groß ist wäre lieber klein......
es ist wie es ist....nimm es einfach an....du bist 47 jahre jung....

du bist frei und alle wege stehen dir offen....
.du bist an einer bescheuerten affäre vorbeigeschrammt....und kannst dich glücklich schätzen.....
du musst es nur auch noch sehen......

11.05.2014 22:00 • x 1 #4


Colonia


Ja, Ihr habt alle recht.Ich hab Wut auf mich u. will nicht mehr leiden.
Es wäre ohnehin eine billige Affäre geworden, mehr nicht.Dafür bin ich mir zu schade.
Allerdings beneide ich alle, die in einer guten Ehe sind u. Kinder haben.
Für Menschen, die gerne eine Familie gehabt hätten, ist es besonders schmerzlich, wenn sie darauf verzichten müssen.
Ich bin auf Dauer u. auch nicht für immer fürs Singleleben geschaffen,akzeptiere aber, daß ich wohl Single bleibe.
Weil es so schwierig ist, auch aufgrund des Alters, den passenden Partner zu finden.
Kompromisse muß man machen, allerdings habe ich genug Pleiten erlebt.
Ich bin jedenfalls nirgends innerlich angekommen.

Die Rollen, die Frauen,aber auch die Herren, heute erfüllen müssen, sind unerreichbar: super Karrierefrau, gutaussehend, 3 Kinder bekommen u. Hüten, Haushalt etc.
So kommt es mir jedenfalls vor.

12.05.2014 06:22 • #5


manfredus


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Hallo Colonia,

Zitat von Colonia:
Ich bin jedenfalls nirgends innerlich angekommen.


Du solltest Dich mal auf den Weg machen um bei DIR anzukommen. Dazu brauchst Du niemand anderen. Das erreichst Du aber nicht, indem Du immer wieder Deine Vergangenheit beklagst. Du sitzt fest wie in einer Zeitschleife. Daraus befreien kannst nur Du Dich, auch ein neuer Partner wäre für Dich nur eine zeitweilige Lösung.

Zitat:
Die Rollen, die Frauen,aber auch die Herren, heute erfüllen müssen, sind unerreichbar: super Karrierefrau, gutaussehend, 3 Kinder bekommen u. Hüten, Haushalt etc.
So kommt es mir jedenfalls vor.


Entschuldige, aber das ist Unsinn. Rollen in einer Partnerschaft / Beziehung legen die Beteiligten fest, die eigene Rolle definiert man im Regelfall vor einer Partnerschaft für sich. Du bist keine 17 mehr, Du hast einen Lebens- und Karriereweg hinter Dir und ein potentieller Partner muß das akzeptieren oder die Beziehung ist von vorneherein Müll. Heutzutage ist mehr möglich als die antiquierten und verstaubten Vorstellungen von anno tobak.

LG
Manfredus[/quote]

12.05.2014 06:41 • #6


ImTalVorDemBerg


Zitat:
Außerdem beneide ich ihn darum, daß er wohl in einer glücklichen Ehe ist, der hat alles in seinem Leben erreicht, sicheren Job, Liebe Ehefrau, Häuschen im Grünen.

Ich frage mich auch, was ich in meinem Leben erreicht habe (Single, keine Kinder, blöde OP, weitere folgen etc.). Ich sehe immer nur die glücklichen Paare mit Kindern.

Mir schwirrt auch im Kopf herum, daß ich nicht perfekt genug bin für die Herren der Schöpfung.


Vergleiche Dich nie mit anderen! Das nährt nur die eigene Unzufriedenheit.

12.05.2014 07:45 • #7


sanin

sanin


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Alle antworten sind hilfreich richtig und gut.

dem mochte ich noch was hinzufügen.

Es ist schön sich zu entdecken dass man in der Lage ist sich doch noch wie ein Teenager zu verlieben nicht albern.

Der kollege hat eine andere Frau und kann dir somit keine unbeschwerte zukunft bieten. Ich denke es solkte funktionieren wenn du ihn in deinen gedanken immer mit seiner Frau verbindest. So einen mann hättest du auch gerene. So einen, aber nicht den. Er bringt ärger, trauer, stress mit sich und wäre nie deiner.
vielleicht gelingt es dir deine Gefühle in Schwärmerei umzulenken, wie einige für unerreichbare prominente schwärmen. Auch diese schwärmereien gehen irgendwann vorbei.

die liebe, die Aussicht auf eine Beziehung hast du nur mit einem anderen. Einer der all das was dein kollege mit seiner frau hat dir bietet.

die meisten von uns mussen sich irgendwann von einigen unseren wünschen verabschieden. Seis aus geldmangel, weil die Karriere anders lief, wegen krankheit, wegen Tod oder vielleicht weil wir nicht die Beziehung führen konnen, die wir gerne hatten.

aber das leben geht weiter, und wir müssen umdenken. Den erfolg lernen und in den eigenen mitteln sehen und genießen.
Es wird immer einen geben, der mehr davon hat was wir gerne hätten. Und trotzdem ist nicht alles Gold was glänzt.
Klein aber mein. Nicht johnny depp aber aber meiner. Erreichbar fassbar und nur für dich.

ich hoffe du verstehst wie ich das meine und ich habe nicht zu wirr geschrieben.

12.05.2014 08:12 • #8


Colonia


Vielen Dank für die zahlreichen Antworten, das Schlimmste ist meine innere Zerrissenheit.Ich hasse mich dafür, daß ich leide.
Ich kenne die Frau des früheren Kollegen nicht, aber ich beneide ihn darum, daß er geliebt wird.
Ich gönne es ihm natürlich sehr.
Ich bin natürlich froh darüber, daß ich mir eine Affäre erspart habe, mit dem ganzen Ärger.
Aber seit 8 Monaten kämpfe ich täglich gegen die Gefühlsachterbahn.

Ich mache mir auch oft Vorwürfe deswegen, ich werfe mir vor, keine innere Disziplin zu haben.
Man muß Menschen loslassen u. gehen lassen.Aber es ist so schmerzhaft.
Ich weiß ja, daß er mich sehr gerne hatte.
Es zerreißt oft auch mein Herz, jeden Tag frage ich mich, wie es ihm geht.

Ich hatte ihn nach sovielen Jahren sehr liebgewonnen, ich weiß, letzten Endes ist er nur ein Symbol für meine wiedergeweckte Sehnsucht.
Ich habe hier all´ die traurigen Geschichten der Geliebten gelesen.Es ist eine Rolle, die ich nicht ertragen könnte.
Es ist auch für mich unerträglich, mich an die mir selbst auferlegte Kontaktsperre zu halten, ich will es endlich schaffen, mich von ihm mental abzulösen.
Ich frage mich, wann der Schmerz aufhört.Klar, ich kann noch in den Spiegel schauen, aber ich vermisse ihn sehr.
Ich vermisse auch den guten Freund.Letzte Woche war ich in der Nähe von seinem Büro, weil ich dort einen Termin hatte.Ich habe mich sehr schwach gefühlt, mußte die ganze Zeit an ihn denken.
Natürlich bin ich nicht vorbeigegangen, aber ich saß hinterher die ganze Zeit auf einer Bank u. hatte geheult.
Mein Verstand sagt mir, meine Entscheidung war gut, mein Herz sagt mir, daß ich ihn über all die Jahre sehr liebgewonnen hatte.
Das Ende ist trotzdem so traurig u. so endgültig.Was mir weh tut, aber ich muß es akzeptieren, ist die Tatsache, daß er mich längst abgehakt u. vergessen hat.
Das ist im Leben so.Ich mag mich mit 47 nicht mehr verlieben wie ein Teenager.U. gerade bei ihm hätte ich es am wenigstens gedacht, es hatte 2013 bei mir wie eine Rakete eingeschlagen u. das erst nach vielen Jahren.
Ich weiß nur, daß die Zeit die Wunden heilt.Aber wie erschreckend ist doch der Schmerz u. das Nicht-Loslassen können.Immer muß ich die Gefühle verdrängen.
Ich will mir ein Limit für die Traurigkeit setzen, aber es klappt nicht.Ich will nicht wieder wie bei meinem letzten Partner 2 Jahre mit der Trauer verbringen.

12.05.2014 15:07 • #9


manfredus


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Hallo Colonia,

Zitat von Colonia:
Ich will mir ein Limit für die Traurigkeit setzen, aber es klappt nicht.Ich will nicht wieder wie bei meinem letzten Partner 2 Jahre mit der Trauer verbringen.


Das wird so nicht klappen. Willst Du wissen wieso? Verträgst Du das?

MfG
Manfredus

12.05.2014 15:09 • #10


Colonia


Hallo Manfredus,
u. warum, meinst du, klappt das nicht?
Weil es für die Dauer von Herzschmerz kein Patentrezept gibt.

12.05.2014 16:02 • #11


manfredus


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Hallo Colonia,

Zitat von Colonia:
u. warum, meinst du, klappt das nicht?
Weil es für die Dauer von Herzschmerz kein Patentrezept gibt.


Nein, es klappt nicht, weil Du in 2,5 Wochen 6 Beiträge eingestellt hast und seit Deiner letzten Trennung meiner Meinung nach gezielt um Dein eigentliches Problem herumtanzt. Schau mal hier:

Zitat von Colonia:
Ich hasse mich dafür, daß ich leide.
ich beneide ihn darum, daß er geliebt wird.
kämpfe ich täglich gegen die Gefühlsachterbahn.
Ich mache mir auch oft Vorwürfe deswegen,
ich werfe mir vor, keine innere Disziplin zu haben.
jeden Tag frage ich mich, wie es ihm geht.
Ich frage mich, wann der Schmerz aufhört.
ich vermisse ihn sehr.
Ich vermisse auch den guten Freund.
Ich habe mich sehr schwach gefühlt, mußte die ganze Zeit an ihn denken.
ich saß hinterher die ganze Zeit auf einer Bank u. hatte geheult.
Ich mag mich mit 47 nicht mehr verlieben wie ein Teenager.
...


All das hast Du in Deinem letzten Beitrag geschrieben. Ich habe nichts zusammenkopiert, da kämen nochmal soviele Zeilen raus. Was ist hier für Dich die Quintessenz, Colonia?

LG
Manfredus

12.05.2014 16:10 • x 1 #12


Colonia


Hallo Manfredus,
klingt sicher nicht nach Lebensfreude oder Optimismus, meine Aussagen.Aber ehrlichgesagt, ich bin wohl heute nicht in der Lage, die Quintessenz zu verstehen.
Liebe Grüße, Colonia

12.05.2014 17:53 • #13


manfredus


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Liebe Colonia,

Zitat von Colonia:
Aber ehrlichgesagt, ich bin wohl heute nicht in der Lage, die Quintessenz zu verstehen.


Wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht damit gerechnet, daß Du noch einmal auf meine Mail antwortest. Das finde ich einen starken Zug von Dir und es ist ein Anfang, Colonia.

Alle diese Zeilen haben etwas gemeinsam: Du meidest den Umgang mit Dir, Du beschäftigst Dich nicht mit Dir selbst, Du liebst Dich kein bisschen. Du machst Dir Vorwürfe, Du fühlst Dich schlecht. Jede dieser Zeilen spricht davon, daß Du die größte Baustelle in Deinem Leben nicht angehst: Dich selbst. Dich zu lieben. Dir Dein Bedürfnis nach Liebe selbst zu geben. Deine Unabhängigkeit zu zelebrieren.

Du hast in Deiner Lage viele Möglichkeiten, zwei möchte ich Dir exemplarisch nennen:

* Du kannst weiter Deinen Schmerz "geniessen", Dich vom Mitleid ernähren und Dein Selbstmitleid stählen. Du kannst das für den Rest Deines Lebens tun, es ist Deine Entscheidung. Denn den Schmerz fügt Dir niemand zu außer Du Dir selbst.

oder

* Du kannst den Tümpel des Schmerzes mit seinem stinkenden und fauligen Wasser verlassen. Das kannst Du sofort tun. Dazu brauchst Du niemanden, Colonia. Wenn Du Deinen Schmerz verarbeitest, und das muß nicht innerhalb von ein paar Tagen oder Wochen sein, aber man muß mal damit anfangen!, dann wirst Du neue PErspektiven bekommen. Wenn Du Dich dann einmal mit Dir selbst beschäftigst, Deine Motivation hinterfragst, Dich um Dich selbst kümmerst und Dir Liebe und Zuneigung gibst, dann wird der Schmerz klein und nichtig werden. Denn dann bekommst Du Stärke, wirst Du wachsen an Dir.

Du kannst eine Entscheidung treffen. Das kann jeder von uns. Sich dem Schmerz zu unterwerfen ist eine Entscheidung, aber sich dem Schmerz zu stellen, ihn aufzulösen und sich selber zu finden, ist eine andere Entscheidung und das erfordert Mut und Tapferkeit. Nicht die sind die Tapferen, die sich im Schmerz und Leid suhlen, sondern die, die aufstehen und den beschwerlichen Weg der Selbsterkenntnis und der Selbstliebe gehen.

Ein Partner ist keine Lösung Deiner Probleme. Du wirst Dir Menschen in Dein Leben ziehen, die Dir das geben, was Du Dir sehnlichst zu wünschen scheinst: Bestrafung. Dein Unterbewusstsein nimmt Deine Wünsche entgegen und macht Dich blind für etwas anderes als Schmerz.

Liebe Grüße
Manfredus

12.05.2014 18:10 • x 1 #14


manfredus


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Manchmal fasse ich nicht, was ich da schreibe. Ich klinge wie Konfuzius oder der Dalai Lama.

Liebe Grüße
Manfreduzius


OOOOOOOOOOOOOOOOOOmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm

12.05.2014 18:11 • #15



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