Für mich - und das meine ich absolut nicht böse! - träumst Du von einer Disneywelt. Ein kleines Mädchen, das nach Irrungen und Wirrungen den Prinzen gefunden hat und sich wenig vorstellen kann, wie es nach „und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende“ in der Realität aussieht.
Damit bist Du ganz gewiss nicht alleine, lies es deshalb bitte nicht als Vorwurf oder als lächerlich gemeint!
Die Beziehung zu Deinem Partner hört sich so… ääh… vernünftig an. Du magst ihn, er ist attraktiv, Ihr habt gleiche Werte, seid finanziell mehr oder weniger aufeinander angewiesen, habt ein Kind zusammen: Theoretisch alles super. Fast so wie bei arrangierten Hochzeiten in anderen Kulturkreisen.
Praktisch reicht es Dir jedoch nicht, was Wunder. Es gibt halt bei Menschen, die nicht nur vernunftgesteuert sind, auch noch das, was so als „Chemie“ bezeichnet wird. Die hast Du mit Deinem Affärenmann erlebt; findest aber massenhaft „vernünftige“ Gründe, warum das nix werden kann.
„Romantische“ Gefühle sind jedoch schwer (aus meiner Sicht gar nicht) zu erzwingen. Ich denke, dass Du 2. Möglichkeiten hast: Entweder Du entscheidest Dich pragmatisch für ein Leben mit Deinem Partner, verbunden mit mehr oder weniger Pflichtsex, aber getragen von einer tiefen Zuneigung und gemeinsamen Lebenszielen. Mag sein, dass es sich noch zu Liebe wandelt und es auch im Bett irgendwann besser läuft. Würd ich aber nicht drauf wetten…
Oder Du trennst Dich und nimmst Dein Leben alleine in die Hand. Jung genug bist Du, um neu durchstarten zu können. Keiner sagt, dass es einfach ist, aber andere Alleinerziehende schaffen das auch. Wobei: Deine Kinder haben ja auch noch Väter - hat Dein älteres Kontakt zum Vater? Siehst Du keine Möglichkeit, beide Papas mehr einzubinden, um Dein Studium beenden zu können?
Gut, es gäbe noch Möglichkeit Nr. 3: Ihr dümpelt so nebeneinander her und dann und wann hat einer von Euch ne Affäre und keiner ist so recht glücklich damit.
Zitat von die_Zeit_danach: Ist das dein Ernst? Medikamente soll ich deiner Meinung nach nehmen?
Diese Deine Aussage finde ich ein wenig unverschämt. Was willst Du damit sagen „bloß keine Medikamente“? Dir ist schon klar, dass es hier jede Menge User gibt, denen - gut dosierte und ärztlich betreute - Medikation extrem geholfen hat?
Dein Weg mag Meditation, Astrologie, exzessiver Sport und Darmreinigung sein. An sowas glaubt aus Gründen nicht jede/r; Dir hat es ja bisher auch nicht soooo sehr weitergeholfen. Du solltest Dich deshalb zurück halten und Medikamente nicht per se verteufeln. Brauchst sie ja nicht selbst zu nehmen.