Zitat von Gast006: Ich bin jedenfalls froh, dass der TE nicht auf die frustriert-toxischen Beiträge hereingefallen ist sondern seinen (den richtigen) Weg geht. Tja, vermutlich ärgert dich das.
Im Gegenzug scheint es dich umso mehr zu freuen, weil es deine Position, der vermeintlich Einzige zu sein, der den Wunsch des TE respektiert, stärkt. Ich habe hier selten jemanden gesehen, der sich so offensichtlich profilieren möchte wie du.
Nicht nur aus subjektiver Sicht finde ich es schwierig bis bedenklich, jemanden, der am Boden liegt, sinngemäß den Rat zu geben, sich so lange zu verbiegen, bis er seine leidvolle Situation akzeptiert hat, nur weil dieser (derzeit) nicht für andere Möglichkeiten offen ist.
Wir reden hier nicht von einer unheilbaren Krankheit, die diagnostiziert wurde und bei der es keine andere Lösung als Akzeptanz gibt, wenn man zwar so nicht leben, aber auch nicht sterben möchte.
Auch mit guten und gutgemeinten Ratschlägen wird keiner verhindern können, dass der TE sich für eine Extrarunde entscheidet. Das ist auch okay; manchmal sind eigene Erfahrungen eben die besten Ratschläge.
Und wenn der TE das so handhaben möchte, sollte man das respektieren.
Aus meiner Sicht ist es aber falsch verstandener Respekt vor dem Wunsch des TE und auch nicht hilfreich, ihn in diesem Weg zu bestärken.
Er ist getrieben von Verlustangst und offensichtlich gerade in keiner guten psychischen Verfassung. Würde die Noch-Freundin eine Rückkehr ins alte Leben in Aussicht stellen, wenn er vom Drei-Meter-Brett ins leere Becken springt, würde ich ihm das auch noch zutrauen.
Der TE soll den Weg gehen, den er gerade geht, denn scheinbar kann und will er nicht anders. Dafür sollte man ihn nicht verurteilen.
Das sollte aber auch nicht davon abhalten, was die Mehrheit der User hier versucht: Nämlich das Selbstvertrauen von @Chris1991 zu stärken, damit er für sich und seine Bedürfnisse und die sich daraus ableitenden Konsequenzen einstehen kann. Denn der Einfluss auf seine Noch-Freundin ist begrenzt und wenn die nicht freiwillig mitspielen will, ist es an ihm, etwas zu verändern.
Das kann in eine Trennung münden oder auch zu der von dir vorgeschlagenen Konstellation der "heimlich-offenen" Beziehung. Es ist weniger wichtig,
was es ergibt, sondern dass der TE
aus Überzeugung hinter dieser Entscheidung steht.
Ihm zu suggerieren "Ja ja, mach mal, ist schon richtig", ist mMn der falsche Ansatz, weil er gerade alles tun würde, um eine Trennung zu verhindern, auch wenn es ihn noch unglücklicher machen würde als er ohnehin schon ist.