Zitat von Chris1991: Vielleicht ist das meine Schwäche: Empathie.
Empathie ist keine Schwäche.
Dir fehlt momentan die Bereitschaft Loszulassen, auf Abstand zu gehen und die letzten Wochen zu reflektieren und für dich zu verarbeiten. Du befindest dich in einem anhaltenden emotionalen Ausnahmezustand, der sich ständig steigert.
Zuerst willst du dich nicht trennen, dann tust du es doch, dann willst du die Wohnung für deine Kinder halten, nun doch umziehen - all diese Entscheidungen hast du innerhalb einer Woche getroffen und verworfen und wieder neue Ideen entwickelt.
Versteh mich nicht falsch, ich finde es gut, wie du nun vorgehst.
Abstand durch Trennung, professioneller Umgang auf der Arbeit und neue Wohnung.
Du musst zumindest versuchen ein, wenig emotionalen Abstand zu gewinne, damit mit dir alles in Ordnung bleibt und du eine Unterstützung sein kannst.
Zitat von Chris1991: Sie sagte zu mir sie will sich einweisen lassen. Sie kann grad nicht mehr und will aus der Situation raus.
Zitat von Yoffi: Sie wird sowieso nicht sofort aufgenommen. So funktioniert das im psychiatrischen Bereich schon längst nicht mehr, es sei denn sie ist akut Eigen- oder Fremdgefährdet.
Dieser und auch die anderen Beiträge zu dem Thema von Yoffi zeigen dir hoffentlich, dass es da keine schnelle Lösung geben wird. War sie bereits einmal in Behandlung oder einer Klinik?
Selbst bei Eigengefährdung muss ein akuter (!) Grund vorliegen, damit man nicht abgewiesen wird. Die Kliniken sind größtenteils überlastet.
Zitat von Chris1991: JA deswegen ja.......er kann es ihr besorgen. Er ist auch nur Mittel zum Zweck.......
Zitat von Chris1991: Ich hab sie ganz anders kennengelernt und bin mir eig. auch sicher, das sie nie so war. Es begann mit dem Festival. Da war der erste Kontakt. Ich meine klar kann man jemanden gut finden, aber ihr könnt mir nicht sagen das er in 2 - 3 Wochen so wichtig wird für sie, das sie alles irrational und ohne klaren Kopf wegschmeißt.
Das mag alles so sein, niemand weiß das mit Sicherheit.
Und wenn sie so dringend Zeug braucht, dann braucht sie nicht ihn dafür oder muss ein Festival besuchen, das würde sie sich dann woanders besorgen.
Du sprichst von einer starken Veränderung im Alltag, dazu passt nach meiner Erfahrung nicht die Fixierung auf ein Festival, das Suchtverhalten dominiert den Alltag dann ganz anders.
Da du dazu keine Antwort erhalten wirst und ihr auch nicht helfen kannst, musst du unbedingt auf dich und deine Kinder achten. Bis jetzt wollte sie sich von dir nicht helfen lassen und offenbart immer nur einen Teil, um dich an sie weiterhin zu binden und ihr Verhalten zu entschuldigen. Sobald du dich weiter entfernst, wird sie dir wieder einen Teil ihrer Geschichte offenbaren.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft!