Noch ein Update... Mir ging es in letzter Zeit schwankend. Mal war ich froh über meine Absage an den Trainer, es war auch ein gutes Gefühl, zu mir und meiner Wahrnehmung gestanden zu haben und mich und meine Familie geschützt zu haben. Manchmal ging es mir aber auch richtig schlecht. Zum einen glaube ich, dass es mich mit dem Trainer doch mehr erwischt hat, als ich zuerst dachte. Dann kommt hinzu, dass er nach einer ersten verbal dramatischen Reaktion sich noch mal per E-Mail gemeldet, sich entschuldigt hat und abgestritten hat, dass er je was von mir wollte. Ich dachte dann, ich wünschte, ich hätte das alles lockerer nehmen können, als kleinen Flirt, mich nicht zu sehr für ihn begeistern, dafür sorgen, dass es beim kleinen Flirt bleibt, und ansonsten genießen, mit ihm Zeit verbringen zu können. Aber das konnte ich leider nicht.
Mit meinem Mann habe ich zweimal versucht, mich auszusprechen. Einmal vermutlich zu zaghaft, das hatte ich ja schon erzählt, und dann noch mal mit Formulierungshilfe von Martin viel deutlicher. Da war mein Mann zuerst besorgt, aber es scheint schon wieder verpufft zu sein! Ich sehe keine Veränderung bei uns. Muss ich denn jetzt wieder und wieder darüber reden?
Ich merke in den guten Phasen, dass ich eigentlich am glücklichsten bin, wenn ich meine Ruhe habe - wenn ich mich nicht verliebt fühle, sondern einfach in Ruhe anderen Dingen nachgehen kann. Ich habe das Abenteuer ja auch nie gesucht. Vielleicht kommt es, bis ich dann irgendwann wirklich zu alt dafür bin, auch nicht mehr auf mich zu. Und vielleicht wäre das auch in Ordnung... Aber eigentlich will ich mich damit nicht begnügen, denn da ist latent etwas, was nicht ganz in Ordnung ist - was es ist, hatte ich ja schon thematisiert, zum einen, dass ich mehr Lust habe als mein Mann

und zum Anderen ein Problem mit meinem Selbstwergefühl und auch Ego. Wobei mir da jetzt der Ausgang dieser Geschichte eher geholfen hat. Ansonsten weiß ich aber nicht, wie ich diese Punkte angehen kann, zumal es sehr schwierig ist, meinen Mann zu mobilisieren. Das ist übrigens auch ein Grund dafür, warum ich wenig mit ihm rede. Er ist mein Fels in der Brandung, aber gegen eine Felswand reden bring halt auch nicht allzu viel
