Zitat von Woelkeline:Es soll sogar Männer geben, die denken, der weibliche O. sei identisch zum männlichen... Ich finde, die TE hat schon viel Geduld bewiesen, hat versucht, mit ihm zu sprechen, sich zu erklären. Und er zieht sich auf seine Kränkung zurück. Ich hätte da auch keine Lust mehr, das Thema wieder anzuschneiden. Er ist ...
Danke Euch allen, ich schaffe aus Zeitgründen nur einen Text, der die verschiedenen Aspekte mit reinnimmt, ohne explizit auf die Beiträge Bezug zu nehmen.
Das ist das, was mich am meisten ärgert: Dass es ihm anscheinend egal ist, wenn ich unzufrieden bin. Oder vielleicht ist es ihm auch nicht egal, sondern es sieht nur so aus, weil er eben völlig anders ist als ich in der Hinsicht und einfach überfordert ist. Allerdings ja schon seit mindestens 10 Jahren (wobei das Thema zwischenzeitlich ja auch für mich in den Hintergrund getreten ist wegen der Kinder).
Mir ist heute morgen eingefallen, dass ich genau das Thema vor einigen Jahren in der Therapie hatte, die ich alleine gemacht habe. Die Therapeutin meinte, ich würde schon sehr vieles akzeptieren, es bliebe mir aber sehr wahrscheinlich nichts übrig, als noch mehr Akzeptanz, wenn ich mit ihm zusammenbleiben möchte. Dann fragte sie auch, wie wichtig mir das Thema Sex ist. Das kann ich sehr schwer beantworten, weil das über die Zeit sehr stark schwankt. Es gibt Monate und Jahre, in denen es mir fast gleichgültig ist. Dann gibt es aber Zeiten - und zwar eigentlich immer dann, wenn ich einen Mann kennenlerne, von dem ich glaube, dass er was von mir will - wo es mir wieder wichtiger erscheint, sogar sehr wichtig.
Mit dieser Situation bin ich überhaupt nicht zufrieden, es ist wie Leben auf einem Pulverfass. Meine Familie ist dadurch gefährdet. Und ich als Mensch möchte auch irgendwie mit mir im Reinen sein, ich möchte in meinem Inneren nichts am Brodeln haben, was dann vielleicht irgendwann überkocht.
Die Therapeutin meinte aber auch: "Sie könnten doch immer mal eine kleine Affäre haben." - sie sagte, sie zeige nur Möglichkeiten auf, es sei keine Empfehlung. Ich habe daran aber eigentlich kein Interesse. (Hormone können nich leider wohl aus der Fassung bringen.) Denn: Erstens interessiert mich Sex ohne Liebe oder zumindest Verliebtheit nicht
- @Balu - Du meinstest ja, das kann man lernen? Die Vorstellung macht mich eher traurig. Zweitens ertrage ich das Gefühl der Zerrissenheit bei so einer Zweigleisigkeit nicht. Nach der ersten Affäre vor 10 Jahren (ich habe hier gelernt, dass man es auch ohne Sex Affäre nennt, verstehe ich auch) ging es mir ca. 1,5 Jahre lang richtig schlecht, es war verlorene Lebenszeit. Ich bin zu Betrug in der Lage, wie Blanca mal schrieb, aber die Kosten
für mich sind enorm hoch. Und es verändert definitiv die Beziehung, das weiß ich auch.
Ständig verliebt zu sein, wie jemand in einem anderen Thread schrieb, ist für mich nicht wichtig, Verliebtheit ist für mich eher ein Ausnahmezustand (den ich gut kenne, aber nicht lange ertragen kann).