Zitat von Silence_: Lässt sich das Bedürfnis danach begehrt zu werden tatsächlich lebenslang unterdrücken?
Nein.....sicher ist jeder anders, aber ich denke im Grunde frisst es einen über Jahre innerlich auf. Zerstört weiter das Selbstwertgefühl.
Auch wenn manch einer immer regenbogenpupsend, konfetti um sich werfend sagt "Das kommt alles aus einem selber", "Wenn du glücklich sein willst, dann sei Glücklich" usw. .
Ich halte es für *beep*....jeder Mensch ist auch auf Feedback, Reaktionen von seinen Mitmenschen "abhängig". Genauso wie Mobbing einen fertig machen kann, hat auch mangelndes pos. Feedback seine Folgen.
Und wenn man über Jahre das Gefühl hat, das selbst der Mensch mit dem man zusammen ist, der einen eigentlich lieben sollte keinerlei Anziehung verspürt, außer wenn es um eigene Bedürfnisse geht keine Intimität zugelassen wird. Und dann vermutlich auch nur im Rahmen der Bedürfnisse des anderen....das merkt man. Denn eigentlich sollte gerade dieser Mensch sich nach mehr hingezogen fühlen als nach der Hülle.
Nochmal schwerer wird es, wenn man es anspricht ...am besten immer wieder...weil Kommunikation ja wichtig ist. Aber auch keine Bereitschaft da ist irgendwie die Komfortzone zu verlassen.
Ich meine gerade beim S. sicher soll sich keiner dazu zwingen oder zwingen lassen. Aber auf "sein Bedürfnis verzichten" ist auch eine Art von Zwang....ist auch raus aus der Komfortzone.
Irgendwann resigniert man dann....ergreift auch selbst nicht mehr die Initiative weil es einem einfach zu blöd ist, weil man lieber auf die Zurückweisung verzichtet.
Ich denke die TE ist nicht grundlos etwas anfällig. Und ich denke das sie das mit ihrem Mann dringend klären sollte. Im Rahmen einer Beratung oder ähnlichem.
Wenn jemand an sich keine Lust hat, ist das kein Verbrechen....aber es gibt unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten.
Ich denke in einer Partnerschaft sollten die Bedürfnisse von BEIDEN eine Rolle spielen. Das je nachdem um was es geht immer mal einer Abstriche machen muss ist klar.