guten Morgen,
Zitat von Bug:Schwört dieses sogar auf sein und mein Leben.
Das kenne ich auch, das hat mein Mann damals auch gemacht!
Zitat von Bug:Nicht desto trotz denke ich, mein Bauchgefühl täuscht mich nicht
Das ist etwas, was ich aus der Affäre gelernt habe, meinem Bauchgefühl zu vertrauen. Das hilft mir jetzt, schneller Dinge anzusprechen, die ich wahrnehme und mir nicht einzureden, so ein Quatsch, ist nicht wichtig, das wird schon wieder.... oä.
Zitat von Bug:wenn die einmal die Hürde zum Fremdgehen durchbrochen haben, dann werden sie dieses immer wieder machen
Diese Aussage stimmt so definitiv nicht. sie ist für viele menschen wohl zutreffend, aber nicht für jeden menschen, für jedes Paar.
Wirklich jede Situation ist anders und dieses muss auch jede/r Betroffene individuell abwägen!
Pauschalierungen helfen leider gar nicht!
Zitat von Bug: aber ich werde nie wieder totales vertrauen aufbauen können
ich persönlich halte das auch für richtig und gut so, auch wenn es vielleicht zunächst erstmal als Makel aussehen mag:
Ich weiß nun, dass ich nicht unendlich vertrauen kann, die Liebe meines Partners beliebig biegen und strapazieren kann. das habe ich vor dem crash gedacht und mich wohl auch so verhalten. jedenfalls ist mir durch die Affäre usw klar geworden, dass mein Mann, für den ich vorher meinen ganzen Arm ins Feuer gelegt hätte, eben fehlbar ist und seine Grenzen hat.
Das macht es mir heute leichter, Vertrauen zu ihm zu haben, das zwar tief und fest ist, dennoch aber realistischer ist und ihn nicht idealisiert, wie ich das vorher tat.
ich habe kein problem mit vertrauen und habe auch keine flashbacks.
nach aufdecken der affäre (durch ihn selbst) hat er mich durch taten überzeugt, dass er ernsthaft UNS wollte. alles in allem habe ich mich gefragt, ob es sich sozusagen LOHNT, ihm erneut zu vertrauen und diese frage habe ich für mich mit ja beantworten können.
ich habe zudem (war mein weg, muss nicht für andere gelten) ALLES erfahren wollen, ausnahmslos alles und er war sehr ehrlich zu mir, auch was seine gefühle zu der anderen anging (eben nicht nur etwas körperliches) - was zwischenzeitlich extrem weh tat, mir aber half, dass die flashbacks schon nach wenigen monaten bedeutend weniger wurden.
von daher: ich vertraue ihm heute sehr, wie kaum einem anderen menschen auf der welt, und das tue ich paradoxerweise, weil ich ihn auch mit seinen grenzen und seiner schwäche - auch mit seiner feigheit damals kennengelernt habe.
es kommt aus meiner sicht wirklich sehr darauf an, wie sich der aktive affärenpartner verhält. hätte mein mann gemauert, heruntergespielt oder auch nur den hauch von genervtheit gezeigt, wären wir heute glaub ich nicht mehr zusammen. zumindest wären wir nicht zusammen glücklich!