Tanya
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Ich habe hier bereits schon mal ein Thema veröffentlicht und melde mich nochmals, da ich euren Ratschlag brauche und etwas enttäuscht / traurig bin.
Ich w,32 habe vor bald 4 Monaten einen Mann, 48 online kennengelernt. Wir sind beide seit 3 Jahren Single und haben je ein Kind (sein Kind ist etwas älter und meins ist 5).
Wir haben uns von Anfang an super verstanden und sind auf derselben Wellenlänge. Sehr kurz darauf hat er sich auf der Plattform gelöscht da er sich auf mich fokussieren wollte und ihm das Onlinedating nichts sagt.
Auch hat er kurze Zeit später schon seine Gefühle offenbart, dass er sich total in mich verliebt hat, mich lieb hat und er seit langer Zeit wieder mal richtig glücklich ist 🍀
Soweit so gut. Eigentlich sollte ich besonders jetzt in der Kennenlernphase happy sein - doch das Thema „Zeit“ gibt mir ein ungutes Bauchgefühl. Ich habe mich in ihn verliebt und geniesse jede Sekunde mit ihm, doch dann taucht zwischendurch wieder ein ungutes Gefühl auf.
Mir ist auch bewusst, dass wir ein eigenes Leben haben mit Eigenheim, Kind, beide sind beruflich eingespannt, Distanz von 60km und bei mir kommt noch dazu, dass ich einfach jedes zweite Weekend (von SA-SO) kinderfrei habe - er ist da schon flexibler; da sein Sohn älter ist und nur noch 2x abends bei ihm ist.
Bei uns läuft es in der Regel so ab, dass wir uns gegen Sa-Abend treffen und etwas unternehmen (Kino, Bar, Essen gehen) dann gemeinsam übernachten und frühstücken und ab SO Mittag geht jeder seinen Weg.
Irgendwie ist mir das eintönig geworden, denn ich wünsche mir nach knapp 4 Monaten schon mehr Zeit zusammen und auch mal zwischendurch alltägliche Routinen.
Generell hören wir uns jeden Tag kurz per WA (morgens und abends) - es sind einfach kurze Messages wie schönen Tag wünschen oder dann abends eine gute Nacht wünschen. Wir telefonieren so alle 2-3 Tage zusammen.
Ich habe das Thema Zeit mal angeschnitten und er meinte da, dass es momentan leider so ist da wir unsere Kinder noch nicht kennen. Es bleibt fast nichts anderes übrig, als uns am Weekend zu treffen. Wenn sich die Kinder kennen, ist er dafür, dass wir uns auch ein ganzes Weekend treffen. Er weiss aber; dass er jederzeit abends vorbeikommen kann wenn mein Kleiner schläft oder wir uns auch unter der Woche mal in der Mitte treffen - doch das Angebot hat er bis jetzt noch nicht angenommen.
Ich finde es einfach schwierig, so etwas Ernstes aufzubauen.
Folgende Situation hat mir dann den Gong gegeben:
Vor wenigen Wochen hat er mir erzählt, dass er für heute Abend 2 Konzerttickets hat und er gerne mit mir hingehen möchte - ich willigte ein. Sein Vorschlag war letzte Woche, dass wir von mir aus fahren und dann bei mir übernachten. Doof ist, dass er ab heute Abend Pikettdienst hat bis Sonntagmorgen. Ich habe schon bemerkt, dass ihm dies ein ungutes Gefühl vermittelt an das Konzert zu gehen und nicht zu wissen, ob er dann allenfalls gehen muss 🤷🏻♀
Ich habe natürlich mit meinem Ex organisiert, dass er unseren Sohn schon ab heute Abend nimmt. Leider ist solche Umorganisation nicht immer einfach mit ihm - daher sollte es für mich schon ein bewusster Grund sein meinen Kleinen früher abzugeben.
Am Mittwochabend ruft er mich an um den Konzertbesuch von heute zu planen. Dann meinte er plötzlich, dass es besser ist wenn jeder separat fährt und wir uns direkt dort treffen. Entsprechend fährt dann jeder wieder zu sich nach Hause. Somit ist er dann bei sich zuhause wenn der Pikettdienst ruft und muss mich nicht noch wecken, bzw dann noch 50min nach Hause fahren.
Irgendwie hat mich diese Planänderung gestresst. Ich habe den Hütedienst organisiert, soll dann noch alleine 1h in die grosse Stadt fahren für ein 3h - Konzert und dann wieder nach Hause. Solche Aktionen sind nicht mein Ding - das hätte ich vielleicht noch vor 10 Jahren gemacht.
Zwischendurch habe ich ihn dann gefragt, ob er allenfalls am Sonntag Zeit hat so 2-3 h das wir uns sehen, denn es ist mein kinderfreies Weekend. Oder ob ich mein Weekend anderweitig planen soll? Darauf meinte er, dass ich ruhig mein Weekend verplanen soll, er wisse nicht was auf ihn zukommt und mit ihm muss ich dieses Weekend gar nicht rechnen.
Diese Aussage hat mich zusätzlich zum nachdenken bewegt, sodass ich gesagt habe, dass ich ihn heute Abend eher nicht begleiten werde. Er soll doch mit seinem Freund schauen, der ausserdem gleich in dieser Stadt wohnt.
Ich finde einfach, dass wenn er so „verliebt“ ist und mich so vermisst, auch was dafür tun soll. Er hätte es ja versuchen können zu mir zu kommen am Abend und dann zum Pikettdienst zu fahren oder mal offen sein für den Sonntag und nicht gleich abblocken. Es widerspricht sich alles ein bisschen in meinen Augen.
Ihm hat es nicht gepasst, das ich ihm vorgeschlagen habe, mit seinem Freund zu gehen - hat aber nichts gesagt. Das Telefonat haben wir dann beendet.
Ich habe ihm daraufhin eine Sprachmemo geschickt und meine Ansicht nochmals geschildert und gesagt, dass mich diese Planänderung gestresst hat, wo genau er den Vorschlag gebracht hat.
Ausserdem habe ich das Thema Zeit angesprochen und ihm gesagt, dass ich es schön gefunden hätte, wenn er nicht so „abweisend“ gewesen wäre wegen dem Vorschlag zum Sonntag. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Klar habe ich Tacheles geredet, aber ganz neutral und anständig.
Er hat mir dann am Donnerstagmorgen nur folgendes geschrieben:
„Das war ziemlich gemein von dir…“
Auf diese Message habe ich nicht mehr reagiert und auch er hat sich nicht mehr gemeldet. Ich finde es noch krass, dass er nicht mal anruft um die Situation zu klären.
Wie seht ihr das?