Zitat von Hopeless12:...
Meiner ist seit 5 Monaten auch nur immer am Wochenende daheim. War überhaupt kein Problem weil er sich immer auf mich freute und ich sein Rückzugsort war an dem er sich über die Kollegen und Lehrer auskotzen konnte.
Seit 4 Wochen hat sich das Blatt allerdings gedreht und am Freitag hat er Schluss gemacht Kam für mich aus heiterem Himmel.
Was mich einfach traurig macht ist, dass er eben nicht vorher mit mir geredet hat so wie wir es sonst immer taten.
...
Da möchte ich gerne kurz einhaken.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es auch überaus schön sein kann sich nur an den Wochenenden zu sehen.
Es bietet die Möglichkeit sich wirklich und intensiv auf den Partner zu freuen. An den Tagen hat man auch wirklich Zeit füreinander. Der "lästige" Alltag belastet die Beziehung dabei kaum.
Wenn man erschöpft von der Arbeit kommt, kann man machen was man möchte. Sei es auf dem Sofa liegen oder ins Fitnessstudio gehen. Man ist niemandem Rechenschaft schuldig oder muss Kompromisse eingehen.
Und wenn man dann abends mit dem Partner telefoniert, unterhält man sich ganz entspannt über den Tag und berichtet was so passiert ist.
Durch dieses entweder 100 % oder 0 % des Partners bleibt die Spannung der Beziehung aus meiner Sicht deutlich länger erhalten.
Wie gesagt: Die Sehnsucht kann sich richtig aufbauen. Unter der Woche wird einem bewusster was einem der andere bedeutet und wie sehr er einem fehlt.
(Dass ein komplettes Zusammenleben 24/7 dann eventuell nicht funktioniert lasse ich hier erstmal außen vor, ich denke das versteht sich von selbst)
Viele Menschen reden nicht über ihre Beziehung, nicht einmal mit ihrem Partner. Oft wird gedacht "naja, das wird schon wieder, war doch am Anfang so toll". Doch gerade darin besteht die Kunst: Den Zauber des Anfangs zu erhalten. Sich immer wieder bewusst zu machen welche Person man vor sich hat und dass es auf keinen selbstverständlich ist.
Menschen möchten beachtet und auch mal gelobt werden. So ist es in einer Beziehung auch. Der Partner möchte doch immer sicher sein dass er noch geschätzt wird. Im Alltag mag das unter gehen, aber wir Menschen sollten auch auf die kleinen Dinge achten. Und sei es dass der Partner immer wieder die Zahnpaster zudreht weil man sie selbst offen liegen lässt ...
Ich halte es für falsch dass angenommen wird, dass eine Beziehung immer wie am Anfang ist. Man entwickelt sich mit dem Partner und der Beziehung.
Wir sollten lernen auch einmal mit dem zufrieden zu sein was wir haben.
Doch bevor ein heikles Thema angesprochen wird lässt man die Probleme erst einmal unter den Tisch fallen und entfernt sich schon geistig von der Beziehung. Schaut sich vielleicht schon nach anderen potenziellen Partnern etc. um.
Wären wir uns bewusster was wir haben, würden sich viele Partner sicher nicht trennen.
Eine Beziehung baut nicht auf einem Tinder-Wisch, sondern auf Vertrauen, Zuneigung und dem absoluten Willen, diese Beziehung führen zu wollen, auf.