@Shibb
Ich kann diese Hürde des "sich stellens" verstehen. Vielleicht hilft es Dir, wenn ich Dir sage, dass Du gar nicht viel Angst haben brauchst. Ja, es wird weh tun. Weißt Du was der Unterschied zu den jetzigen innerlichen Schmerzen ist?! Es wird zwar intensiver, aber weniger schmerzhaft, so paradox es sich anhört. Einzig wast Du benötigst ist ein ehrlicher Wille. Es wird Energien in Dir frei setzen, neue Erkenntnisse bringen, die vielleicht hart, aber auch überraschend sind. Es ist wie eine Safari in einem Land in den man sich nicht sonderlich gut auskennt und statt Kompass einen flotten Verstand hat. Und den hast Du! Trau Dir mehr zu! Du hast jahrelang Deine Fassade aufrecht erhalten, Du glaubst gar nicht, was Dich das gestärkt hast. Das schwierigste ist diese Fassade einstürzen zu lassen. Der Neuaufbau wird dagegen ein Kinderspiel.
Ich habe meine Verlustängste auch erst später angegangen und habe mich erst ein Stück kennengelernt. Ich habe es nicht darauf angelegt, es war eher ein "Zufall". Hab Geduld, eines morgens wachst Du auf und spürst, dass die Zeit gekommen ist. Hin und wieder daran denken, damit es nicht wieder verderängt wird, den Rest wird Deine Seele Dir offenbaren, wenn die Zeit "reif" ist. Vertraue darauf und vertraue Dir!
Und nein, es ist nicht lächerlich vor seinen Ängsten angst zu haben oder vor der Vergangenheit. Siehe es vielleicht so: du hast x Jahr ein einem Haus gelebt mit einem Keller, den Du nie betreten wolltest. Nach 20 Jahren willst Du das nachholen. Du weißt nicht GENAU was Dich erwartet und das ist das, was uns Menschen Angst macht. Die große Komponente der Unsicherheit, des nicht unter Kontrolle haben. . .dabei ist der Keller auch nur mit Wänden (Deine Mauern), etwas Licht (Dein Wille) und in der Regel mit einer Treppe (Dein Muster) ausgestattet. In dem Raum befindet sich auch nur Kartons (Deine Vergangenheit), die Du bereits kennst, nur nicht mehr im Detail. Also: es wird nichts kommen was Du nicht kennst und wenn es zu viel wird, kannst Du jederzeit die Treppe wieder hochgehen, die Tür schließen, eine Pause machen und Du wirst die Tür erst wieder öffnen, wenn Du so soweit bist. Dir kann nichts passieren, denn Du allein entscheidest wann Du hinabsteigst, wie lange Du Dich aufhälst und in welchen Karton Du wirklich hineinschauen wirst. Das mache Dir immer bewusst! Es ist und bleibt DEINE Entscheidung und damit kannst Du auf Dich aufpassen und reagieren, wenn es zu viel wird. Da von mal ab. . .hey, wenn etwas bei Dir und mir funktioniert, dann ist es das Funktionieren

Dieses Muster ist dann keine Schwäche, sondern eine Stärke! Und diese Stärke kannst Du nutzen um Deine Grenzen einzuhalten. Damit wirst Du das tragen können, was Du tragen kannst. Nicht mehr und nicht weniger, jedoch genauso viel wie Du verarbeiten kannst.
Normales Leben?! Eine sehr gute Frage!
Ich sage immer: ich beschwere mich nicht wieder, wenn ich mal Langeweile habe. Langeweile bedeutet für mich: nix zu erledigen. Kein Problem was aus der Welt geschafft werden muss, keine Aufgaben zu bewerkstelligen, all das was über das eigene persönliche Maß hinaus geht. Einfach seinen Alltag haben, ohne sich Gedanken zu machen, wie ich jenes oder welches verarbeiten will. Also. nur noch Päckchen tragen und keine tonnenschwere Pakete

@Andrea71
Dann lass ihn äußern. Wenn der GF nur etwas Hirn im Kopf hat, dann weiß dieser, dass es IMMER zwei Seiten gibt. Und dreh den Spieß doch mal um: dein Kollege projeziert damit nur sein persönliches Problem auf Dich. Sei dahingestellt, was in ihm da wirklich rumrödelt. Es hat nichts mit Dir zu tun, dass ist das Problem Deines Kollegens! Beziehe es nicht auf Dich oder Deine Kompetenz.
Stoße sie vor den Kopf! Du kannst nur das machen, was DIR gut tut. Diplomatisch kann man ja meinetwegen bleiben, aber verbiegen für andere? Wozu?! Ich habe kräftig aussortiert hier und einigen mit Sicherheit vor den Kopf gestossen. Damit habe ICH aber angefangen MICH gesund zu stossen, weil ich aufhöre, es jedem recht machen zu wollen. Ich habe ja gesehen wohin es mich geführt hat: nämlich von mir weg geführt hat es. Also: Ärmel hoch, Brust raus, Hintern rein, Stirn bieten und notfalls jemanden etwas zur Seite stupsen, wenn Du Luft brauchst. Das ist Dein gutes Recht, denn Du willst auf Dich aufpassen! Ich lerne auch gerade noch den Leuten mal klipp und klar zu formulieren wo meine Grenze ist. Komischweise kommen die Leute trotzdem wieder, auch wenn ich dann mal sage: so nicht, es reicht. Es ist ein Irrglaube zu denken, dass man sich damit ins Aus katapultiert.
@fe16
Das war eine Anzeige im Internet. Durch Zufall drauf gestossen (lag nicht in meinem Suchfilter), Vermieter angeschrieben, ein zweites Mal angeschrieben (etwas forscher), es klingelte zwei Stunden später das Telefon, drei Stunden später waren wir bei der Besichtigung. Der neue Vermieter und mein alter Vermieter haben den gleichen Job und auf kurzen Dienstweg haben die zusammen telefoniert. 12 Stunden später hatte ich die Zusage. Zack: meins

Das wäre so die Kurzfassung, grins. Also. . .es war eine simple Anzeige, die nicht in meinem Suchfilter lag und durch Zufall entdeckt wurde, weil ich mich verkllickt hatte und darunter so eine Art Kategorie war: "Vielleicht auch noch interessant für Sie?" Da war das Schmuckstück dann gelistet und als ich sah, dass innerhalb von 24 Stunden 1.500 Zugriffe stattgefunden haben, dachte ich nur: owei

12 Familien hatte er "eingeladen". Ich war Nummer 3, die anderen danach brauchten nicht mehr zu kommen
