@Märchen
Ich provoziere nun ein wenig und vermute auch ein Stück weit. Ich meine das nicht persönlich, sehe in deiner Art zu schreiben jedoch mich selbst ein wenig wie es bei mir vor einem Jahr aussah.
Du willst noch leiden, du magst dich nicht lösen und du willst die Situation nahezu so wie sie jetzt ist. Warum? Du stehst genau auf den Abgrund zum Lösen. Du traust dich nur nicht zu springen. Der Kopf recht klar, das Herz verklärt, die Seele schmerzt.
Warum ist "so fies" bin?! Ich kenne das. Diese Wanderungen zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. Dieses Festhalten an etwas was war. Diese Entzugserscheinungen zu erdulden (Sehnsucht, körperliche Nähe, Gespräche, Zuneigung . . .) erscheint ertragbarer als die Tatsache einen Menschen wirklich aus dem Leben " zu streichen" um sich damit mal mit der Zukunft zu beschäftigen. Eine Zukunft ohne ihn macht Angst, erscheint irreal. Ich verstehe das.
Gestehe dir ein, dass du es nicht anders willst. Nehme an, dass du ihm noch "verfallen" bist, akzeptiere, dass du ihn schon irgendwie zurück möchtest.
Natürlich ist die Logik da eine andere. Das Bauchgefühl wird sich wahrscheinlich auch melden. . .bringt nur alles nix, wenn das Herz noch nicht soweit ist. Da sollte man verdammt ehrlich zu sich selbst sein.
Du scheinst dich viel mit ihm zu beschäftigen (Wohnung, er ist glücklich). Solange du ihm dahingehend gedanklich soviel Raum gibst, wird sich deine Situation nicht ändern. Wieso? Weil du nicht bei dir selbst bist. Du bist mit den Gefühlen beschäftigt, die deine eigenen Gedanken auslösen.
Ich sage gerne: ändere deine Art zu Denken, dann ändern sich die Emotionen, denn unsere Gedanken machen unsere Gefühle.
Du darfst leiden, du darfst weinen, du darfst aber auch akzeptieren und annehmen und zwar dich selbst. . .so wie du bist.
Der Weg aus dieser beschissenen (sorry) Situation ist der Weg durch dich selbst. Dafür braucht man aber sich selbst und den Mut der Zukunft die Stirn zu bieten.
Ich drück dich! Mir ging es damals nicht anders als dir und vielen anderen hier.
Es ist normal und gehört dazu.
Dränge nicht, erzwinge nicht. Alles in deinem Tempo und mit deiner Bereitschaft.
Du hast bestimmt schon viele Ratschläge bekommen. Eine möchte ich dir auf deinen Weg mitgeben: sei gut zu dir.
Rede mit dir als würdest du mit deiner besten Freundin reden oder einem kleinen Kind. Zeige Verständnis, Liebe, Anerkennung und lächel dabei.
Liege ich völlig daneben, dann nehme es vielleicht als weiteren Blickwinkel mit
