Aha, eine wilde Daisy bist Du gewesen!
Das erklärt so Einiges.

Dann schließt man ja fast automatisch von sich auf andere, und seien es die eigenen Kinder.
Zitat von DaisyL: aber das Loslassen muss ich auch lernen!
Du musst ja nicht gleich loslassen. Das schiene mir doch etwas verfrüht. Sondern den Dingen einfach gelassen und wohlwollend ihren Lauf lassen.
Verhindern lässt sich ohnehin nichts, und in diesem Fall sollte man ja auch gar nichts verhindern wollen. Auch Kinder und Jugendliche haben ihr gutes Recht auf ihre liebesmäßigen Erfahrungen. Gerade diese Zeit ist doch besonders spannend und sozusagen gefühlsecht. Es ist einfach wunderbar, traum- und märchenhaft und mit späteren Erfahrungen, wenn dieses unerhörte Erwachsensein zuschlägt und ohnehin alles nur eine Wiederholung in abgewandelter Form ist und bisweilen auch noch dazu strategisch durchdacht und verfälscht, gar nicht zu vergleichen.
Zudem sind Kinder/Jugendliche ja auch noch kreativ. Ich erinnere mich z. B., dass uns (natürlich) mit so 12, 13 das Rauchen verboten war. Also haben wir die Zig. in einer Baumhöhle versteckt und haben dann eben dort gepafft.

Und bei der Gelegenheit bisweilen auch gleich ein bisschen gefummelt und (damals ja noch ganz) unschuldige Erregtheiten genossen.
Herrliche Zeiten waren das damals!
Lasst doch zumindest die Kinder Kinder sein, mit all ihrem Entdeckungsdrang und ihrer Neugierde und ihrem kindlich-unbeschwertem Gemüt!
Später dann ist es ohnehin vorbei damit, und alles bekommt - aus unerfindlichen Gründen - einen Ernst, der einem Bleigewichte um den Hals hängt bei seinem Spaziergang am Ufer des tiefen Flusses.
Unnötig zwar wie die Pest oder der zweite Staffelteil von Twin Peaks, aber offenbar schrecklicher Konsens.