Hallo zusammen,
ich schwanke zwischen Erleichterung und . . .keine Ahnung.
Ich habe meinem Herzmenschen am Sonntag das Ende erklärt. Schriftlich, anders nicht machbar, wir haben weder Dienste noch private Möglichkeiten. Ich habe einige Zeilen geschrieben zum Abschied. Keine Begründung, eher in der Form, dass ich Fakten genannt habe. Etwas Kritik kam von mir auhc, allerdings in Wir-Form, habe meine Anteile gehabt und zumindest ich bin bereit diese anzunehmen.
Die letzten Dienste waren mir zu skuril, zu irreal, schlicht zu unwirklich und ich sah mich in Situationen wieder, die auf keine Kuhhaut gehen. Kleinigkeiten, aber halt Kleinigkeiten die das Fass nun zum Überlaufen brachten. Er wird vermutlich vom Donner gerührt sein, denn es lief wenige Tage davor recht harmonisch zwischen uns. Auch als ich Samstag morgen aus dem Dienst kam, habe ich mir nichts anmerken lassen und da formulierte ich bereits meine Zeilen, an denen ich dann zwei Tage rumgebastelt habe bis diese stimmig für mich waren.
Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich ein Jahr verschenkt habe (mit ihm). Das wäre unfair und die ersten Monate war es einfach Spitze zwischen uns. Aber die Erkenntnis, auch wenn er das Gegenteil behauptet, dass ich vermutlich im späteren Verlauf nur ein Plus war, nagt an mir. Ego halt. Warum ich das solange mitgemacht habe? Hoffnungen und die Gewissheit, dass ich warten muss, bis mein Fass überläuft, andernfalls könnte ich nicht hinter meiner Entscheidung stehen. Man kennt sich selbst dann ja doch meist am Besten

Ich schließe nicht aus, dass er irgendwann mal wieder anklopfen darf. Ob ich ihn dann noch will, ist fraglich. Wie so vieles im Leben. Ich kann zumindest in den Spiegel schauen und sagen, ich habe alles versucht und gegeben. Ich habe schon irgendwie gekämpft in dem ich eine herausragende Geduld bewiesen habe. Ich, die Geduld nicht gepachtet hat

Jetzt werde ich mich updaten und teils anpassen. Der ein oder andere Wert von mir hat es durchgerüttelt und die einen oder anderen Ansichten werde ich ändern. Er war halt eine Lektion und auch ich ziehe meine Konsequenzen daraus.
Ich habe keine Ahnung, ob er noch reagieren wird oder ein Gespräch suchen wird. Ich möchte das nicht. Es ist alles gesagt und er wusste, dass der Zeitpunkt kommt, wo ich mich umdrehe und gehe, wenn er so weiter ausharrt. Dieser Zeitpunkt ist gekommen, denn das Jahr wollte ich nicht voll machen und am 30.04.wäre es soweit gewesen. Für mich gilt ein gesagtes Wort und ich muss mir selbst den Respekt entgegenbringen zu erkennen, dass der Traum schon vor einigen Monaten platzte und nun der Realität ins Auge blicken darf.
Jetzt telefoniere ich mit einem potentiellen Chef und schaue, ob ich an dem Arbeitsort dort Probedienste machen kann. Ich kann an meinem Arbeitsort nicht bleiben, ich komme sonst nicht los von ihm und ich will ihm NICHTS mehr von mir geben. Keine Kollegin, keine Freundin, keine Schulter, kein Ohr; er muss nun selbst zusehen wie er klar kommt.
Ja, es tut weh. Es ist abernichts im Vergleich zu meiner FG Zeit. Ich habe anscheinend sehr viel mitgenommen aus dieser Höllenzeit und ich habemir damals versprochen: nie wieder lasse ich mich von einem Mann in die Hölle schupsen. Das ist nicht passiert, wenn gleich natürlich immer wieder Tränen geflossen sind. Liebeskummer ein bisschen, Trauer etwas mehr und eine Portion Hoffnungslosigkeit, weil es was hätte werden können, wenn. . .tja. . .wenn was eigentlich?! Er sagte, er hat tiefe Gefühle für mich. Davon habe ich dann irgendwann nichts mehr gemerkt. Ich denke, dass er sich nicht eingestehen will, dass ich ein Strohfeuer war.
Nun denn, ist auch egal.
Ab ins Leben, Luft holen, Ego pushen und schauen was passiert.
Liebe Grüße
eine doch traurige Kerstin