susi_sonne
Gast
ich (w,47) lese schon eine Weile hier mit und habe die Meinung einer ganzen Menge Foristen zu schätzen gelernt.
Mein Ex und ich haben uns getrennt nach 1,5 eigentlich sehr glücklichen Jahren.
Wir kennen uns bereits seit 20 Jahren: und waren immer schon locker befreundet. Nach der Trennung von seiner 18jährigen Beziehung - ich selbst habe nach diversen gescheiterten Beziehungsversuchen allein gelebt, wurden wir - für uns auch etwas überraschend- ein Paar - und nein, ich war "damals" nicht der Trennungsgrund.
Wir haben selten gestritten, haben viel unternommen und für mich war es DER Mann meines Lebens.Schnell zog er bei mir ein, hatte aber nach wie vor seine Wohnung: seine Tochter kommt 14tägig am WE und meine Hütte ist für drei zu klein.
Von Anfang an hatte er die Marotte, sein Handy mit den Display nach unten abzulegen. Vor vier Monaten stellte er die Benachrichtigungen aus, so dass man nur noch die Benachrichtigung sehen konnte, dass eine Nachricht eingegangen ist und von wem. Als Erklärung hieß es, dass er nicht mehr wolle, dass seine Kollegen alles mitkriegen -ich nahm das mal -durchaus verwundert- so hin. Das war dann auch die Zeit in der aus meinem Namen im Handy aus "Schatzi" mein Vorname wurde, der alsbald auch auf "Ah" reduziert wurde- auch dafür gab es eine mehr oder logische Erklärung.
Nach unserem Urlaub nahmen die Nachrichten einer "Freundin" seinerseits ( ich kenne sie nur vom Sehen deutlich zu. Ich wunderte mich, weil eigentlich nie näher über sie erzählt wurde. irgendwann habe ich dann "heimlich" in sein Handy geschaut- bei WA versteckt im Archiv fand ich dann ihren Austausch: Samstag morgen schrieb sie "Frühstück". Tatsächlich war er dann offensichtlich bei ihr, während er mir erzählt hatte, er müsse mal in seiner Wohnung nach dem Rechten sehen. Da er das darauffolgende WE offenbar nicht mir ihr verbringen wollte, verabredeten sie sich in der Woche - er sagte mir, dass er etwas vor hätte abends, nur leider hatte die für mich bestimmte Version nichts mit der Wahrheit zu tun.
Generell wurde es bei uns so gehandhabt, dass keiner dem anderen vorschrieb, mit mit wem sich wann zu treffen hatte oder auch nicht- der andere Partner war einfach nur "informiert"-dachte ich.
Ich habe nach knapp zwei Wochen meinen Ex darauf angesprochen: ich sagte ihm, dass ich unglücklich sei, weil er mich belüge. Er stritt alles ab und sah mir dabei in die Augen. Als ich auf meiner Meinung beharrte, weil ich es ja ganz genau wusste, wurden sein Blick und seine Stimme eisig als er fragte: Du spionierst mir nach? Auf mein Ja kam nur hinterher: Und dafür hasst du Zeit. dann lies er mich stehen.
Eigentlich hatte ich nicht geglaubt, dass er noch einmal auftauchen würde, aber abends war er da. Ich bat um ein Gespräch, was er mit mit den Worten " wenn du das möchtest" einräumte. Unsere Meinungen waren klar: ich möchte mit niemanden zusammen leben, der mich belog und auch mit einem "Kontrollwahn" enden. Er meinte, dass er nie wieder draußen unterwegs sein könnte, ohne sich im Rückspiegel verfolgt zu fühlen ( wer mein Auto kennt, würde sich darüber jetzt krank lachen). Also haben wir uns getrennt. Auf meine einzige Frage: Warum er so gelogen hat, bekam ich die Antwort, dass das seine Privatsphäre wäre und es niemanden etwas anginge, mit welchen Menschen, die ihm die Kraft geben, jeden Tag mit guter Laune zu überstehen, er seine Zeit verbringen würde. Er faselte noch, dass wir die Diskussion beenden sollten, ehe wir den Respekt voreinander verlieren ( keine Ahnung, an welcher Stelle hier wer noch wen respektieren sollte. ).
Habt ihr eine Meinung dazu? Seht ihr das genauso?
Ich bin so fassungslos und habe nun leider auch noch das Problem, dass er unseren Freunden erzählt, ich würde mir alles nur einbilden.
Natürlich habe ich meine persönliche Theorie zu dem Ganzen- würde aber gern eure "unbeeinflusste" Meinung hören.
Bin ich so derart daneben, wenn ich das alles "abnormal" finde?
Danke für Eure Antwort!

