Zitat von paulaner: Holt euch Hilfe bei der Kinderbetreuung. Damit ihr wenigstens ab und zu mal ein bisschen Zeit und Entspannung habt.
Hallo paulaner,
ja du hast recht, wir haben eigentlich fast keine Paarzeit mehr und ich werde noch mal mit meinem Partner sprechen, dass wir uns Unterstützung holen müssen. Ich bin ja schon froh, dass meine Schwester nun öfter kommen möchte. Wenn sie hier ist, ist es immer gleich entspannter, weil wir mal jemanden zum unterhalten haben. Aber auch weil sie sich so schön mit den Kindern beschäftigt, was ich entweder zum Haushalt machen nutze, oder wir spielen zusammen mit ihnen und mein Partner kocht. Es tut auf jeden Fall gut wenn wir nicht immer nur zu fünft hier rum hocken. Und sie hat mir auch zugesagt, mit mir und den Kindern bald auf den Spielplatz zu gehen, was ich alleine mit den dreien nicht kann. Mein Partner kann zwar mit, muss es aber nicht jedes Mal und hätte so auch etwas Zeit für sich. Denn ich spiele super gerne mit den Kleinen, er nur wenn das Hand nicht gerade wichtiger ist.
Zum Familienbett muss ich sagen, dass es sich irgendwie so ergeben hat, zumindest bei unseren Zwillingen. Es war halt so, dass wenn einer wach wurde, der andere auch wach wurde und wenn man dann nicht sehr schnell reagiert, schreien sie zu dritt nachts, was wir auch schon hatten. Und tagsüber halte ich das manchmal schon kaum aus, weil ich hochsensibel bin und Schwierigkeiten mit dieser Reizüberflutung habe. Aber nachts wenn man müde ist und dann irgendwie alle wieder beruhigen muss, ist es noch schwieriger. Zumal mein Partner nachts oft gleich genervt ist, was es für uns alle nicht einfacher macht.
Ich habe ihn schon gefragt ob wir versuchen sollen die beiden nicht mehr zu uns zu holen, wenn ihm das lieber ist. Er selbst sieht aber auch keinen besseren Weg. Und er steht ja auch nicht auf um sie anders zu beruhigen, sondern holt sie zu sich bzw bringt mir auch mal ein Kind. Ganz am Anfang, als es noch ganz wichtig war, dass sie nachts trinken, standen wir entweder im Wechsel, oder, wenn beide gleichzeitig trinken wollten, auch zusammen. Aber dann natürlich mehrfach pro Nacht und das fand ich deutlich anstrengender als jetzt.
Ich lasse meinen Partner ja mittlerweile schon mal paar Stunden länger schlafen, ohne ihm Vorwürfe zu machen. Er hat das aber auch schon ab und zu gebracht, als ich überhaupt nicht mit allen alleine klar kam, weil sie da noch alle Babys waren und zwei nur Milch getrunken habe. Jetzt kann ich sie in ihre Stühle setzen und essen machen, das macht es mir schon leichter.
Zitat von paulaner: Bei drei Kleinkindern muss mMn unbedingt ein ganz klarer Tagesablauf her.
Ich sehe das auch so, aber es fällt uns ehrlich gesagt beiden schwer, weil wir es beide so selbst nicht kennen. Ich versuche auch immer wieder den Tag etwas zu strukturieren, immer zur selben Zeit aufzustehen zum Beispiel. Aber ich habe es dann zeitweise auch so gemacht, dass ich auch mit den Kindern noch liegen blieb, weil mein Partner ja eh nicht aufgestanden ist und ich keine Energie für alles alleine hatte. Obwohl eigentlich er derjenige ist, der sich ständig beschwert, weil die Kinder nicht schlafen wann er das möchte. Aber na ja, ich werde es jetzt wieder versuchen und hoffe ich habe genug Kraft. Weil meistens war es so, dass wenn er tagelang so 3-4 Stunden nach uns aus dem Bett kam, ich irgendwann zu viel hatte. Dieses Mal werde ich mich mehr bemühen, allein schon wegen unserer Kinder.
Zitat von paulaner: Und...Spielsucht: aus meiner Sicht ein wahnsinnig schwieriges Feld. Ich denke ohne therapeutische Unterstützung wird das nichts. Auch wenn es nicht um Geld geht, gehört das Handy-Spiel ganz klar in diese Kategorie.
Ja ich denke das Handy ist nun sein Ersatz für das Glücksspiel. Er kann halt nicht ständig zocken gehen. Als wir nur zu zweit waren hat er das manchmal nach der Arbeit gemacht, da hatte aber ich das meiste Geld von ihm, weil er selbst wusste, dass er ein Problem hat. Das letzte Mal, dass er stundenlang weg war und Geld verspielt hat, ist schon etwas her. Er hatte mich auch mal lange mit den dreien alleine gelassen, als sie noch sehr klein waren und ich war dann total überfordert. Daran sieht man ja, wie tief das bei ihm sitzt, da er ganz genau wusste wie es laufen würde, wenn die drei wach werden.
Ich habe auch schon eine Therapie angesprochen, auch nachdem wir die Kinder hatten, weil es vorher ja nie geklappt hat. Er meint es wäre keine Zeit dafür. Es ist halt schwierig, er sollte eigentlich vor drei Jahren für 6 Wochen in eine Klinik, doch dann kam er stattdessen zu mir. Er hatte aber davor schon zwei Jahre Zeit und da haben er und seine damalige Betreuerin es auch nicht hinbekommen. Daher fand ich es halt nicht richtig in Therapie zu gehen, genau während unser Kind geboren werden sollte. Ich hätte mich im Stich gelassen gefühlt, aber die Zeit war dann ja trotzdem schrecklich für mich, weil er mich betrogen hat. Also hätte er vielleicht doch gehen sollen, aber ist nun auch egal. Ich hoffe er ist irgendwann doch/wieder bereit eine Therapie zu machen, vielleicht dann eher ambulant.