pollo
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meine Freundin hat sich nach über 4 Jahren einen Tag nach meinem zweiten Staatsexamen von mir getrennt. Wir haben 4 Jahre zusammen gewohnt und uns vor 1 1/2 Jahren sogar zwei Katzen angeschafft. Insbesondere das letzte halbe Jahr war eine sehr belastende Phase für mich, in der ich wenig Zeit für meine Freundin hatte und mich nicht ausreichend ihren Bedürfnissen widmen konnte.
Nun zum Eigentlichen: Obwohl vieles schwierig war und nicht mehr gut lief, war ich für die Post-Lern Phase sehr zuversichtlich. Rund 4 Wochen vor der Trennung habe ich sie noch von einem Urlaub vom Flughafen abgeholt, wobei wir uns beide unfassbar gefreut haben, den anderen wiederzusehen. 3 Wochen zuvor haben wir uns auf der Rückfahrt von einer Familienfeier noch auf Kindernamen geeinigt. Danach muss ich im Stress (ich war sehr gestresst zu der Zeit) irgendetwas dummes gesagt haben woraufhin sie sich stark distanziert hat, was mir unfassbar wehgetan hat. Aber ich konnte das vor den Prüfungen nicht vertiefen.
In dem Trennungsgespräch hat sie mir sehr viele Vorwürfe gemacht, von wegen wir passen nicht zusammen und dumme Aktionen, die ich gebracht habe (die zutreffen). Ich habe mich verständnisvoll gezeigt und dafür entschuldigt. Gravierende Verstöße wie Fremdgehen etc. gab es bei uns aber meines Wissens nie.
Einen Tag später habe ich ihr einen langen Brief geschrieben, woraufhin sie mich am nächsten unbedingt wieder sprechen wollte. Über 2 Wochen hin haben wir vielfach gesprochen und ich war zuversichtlich, auch weil sie äußerte, dass sie mich noch liebte. Sie traute sich aber nicht zurück und wollte zeitweise ausziehen. Anstatt dem dann weitere 2 Wochen später geplanten "Date" gab es von ihrer Seite angebliche Selbsterkenntnisse und weitere viele Vorwürfe über meine Verfehlungen ihr gegenüber. Weitermachen wollte sie dann nicht und erzählte mir noch ungefragt, dass ihr erstes Online Date besser kennenlernen möchte, was mich sehr getroffen hat.
Nun steht ihr endgültiger Auszug kurz bevor. Die Katzen nimmt eine Bekannte, da ich sie alleine nicht beschäftigen kann. Ich habe das Gefühl, sie hat gerade eine Lebenskrise und weiß nicht wo sie hin will. Zeitgleich mit der Trennung hat sie ihre Masterarbeit abgegeben. Ihre alten Hobbies will sie nun angeblich nicht mehr so betreiben und sich auf neues konzentrieren. An mir hat sie immer moniert, dass ich mich zu alt verhalten würde. Ihr neuer ist aber gute 4 Jahre älter. Unmittelbar nach der Trennung hat sie die Freundschaft zu ihrer bisher besten Freundin für mein Gefühl sehr kalt und emotionslos nach einem größeren Streit beendet.
Aktuell habe ich den Kontakt zu ihr bis aufs nötigste beschränkt und bin auch sehr enttäuscht über ihren Umgang mit mir nach der Trennung. Bisher hatten wir insbesondere organisatorisch bedingt noch viel Kontakt. Sie kümmert sich quasi nicht mehr um die Tiere, lässt sich auch super viel Zeit mit den Möbeln in unserer Wohnung und ist lieber dauernd unterwegs. Leider werden wir noch einige Male wegen der Wohnung Kontakt haben müssen.
Für mich wirkt das alles, obwohl es länger schlecht lief, sehr impulsiv und undurchdacht. Dass sie aber so weit geht und ausziehen sowie die Katzen lieber abgeben möchte, hätte ich allerdings nicht gedacht. Ich erkenne sie gefühlt nicht wieder.
Hatte jemand vergleichbare Situationen? Spricht das dafür, dass sie vielleicht nochmal zurückkommt?