MisterMartini
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Dank dir für deine Nachricht
Ich bin gar kein Trennungsspezialist. Ich kenne die Phasen der Trennung oberflächlich aber bin noch nie bewusst durchgegangen - vermutlich, weil ich eben davor nie wirklich geliebt habe und aus Scham.
Auf welches Modell beziehst du dich? Und ja - du triffst da was bei mir: meine Wut ist mir peinlich. Ich habe zum Beispiel Angst davor, dass Bekannte von ihr, die hier noch in "meiner" Stadt im Viertel leben, davon mitbekommen und mich dumm anschauen.
Oder es ist mir peinlich, dass ich überhaupt wütend bin - also dass hier ein Gefühl mein Handeln diktiert und nicht ich. Dass ich meinem Gefühl trotz besserem Wissen ausgeliefert bin.
Also das sind interessante Punkte für mich, die du mir lieferst! Herzlichen Dank! Ist denn die Wutphase normal und haben da andere auch (schon) dumme Dinge gemacht, die er/sie besser gelassen hätten?
Das Thema Arbeit ist bei mir so ein Dauerbrenner. Das wäre jetz ein eigener Thread. Ich lese gerade Fromm - "Die Kunst des Liebens" und darin beschreibt er die Problematik meines Berufs für mich ganz nachvollziehbar: es ist ein moderner Zivilisationsberuf, in dem ich nur "funktioniere" und wiederum zur "Konformität" erziehe.
Ich kompensiere das durch Kunst - wo ICH kreieren darf, und durch "guten" Unterricht, der nicht 0815 ist. Aber es ist schon ein sehr entfemdeter und entfremdender Beruf, den ich ausübe. In den Sommerferien war ich zB auf einer Käsealp in der Schweiz und da habe ich mich nach kurzer Zeit sehr verbunden gefühlt. Kurz gesagt: erträglicher Job, Mittel zum Zweck mit weniger Freiheiten als gedacht